Schmalkalden-Meiningen Schreie waren Therapie statt Straftat

Dieser Einsatz dürfte der Polizei noch etwas in Erinnerung bleiben: Am Samstagvormittag ging bei der Landeseinsatzzentrale ein Notruf ein, ein Verbrechen klang wahrscheinlich. Denn ein besorgter Zeuge habe von einer Frau berichtet, die laut schreiend auf einem Parkplatz am Waldrand zwischen den Orten Oberschönau und Oberhof auf dem Boden liege und mehrere Menschen um sie herum standen.

Eine Frau schreit
So ein Schrei kann auch ganz befreiend wirken. Bildrechte: IMAGO

Vor Ort angekommen, stellte sich jedoch heraus: alles harmlos! Denn statt zu einem Verbrechen kamen die Beamten geradewegs in eine Therapiestunde, so die Polizei. Ein Heilpraktiker habe seine Patienten an dem Wald therapieren wollen. Dazu hat er sie animiert, ihre seelischen Probleme im wahrsten Sinne des Wortes einfach herauszuschreien, heißt es. Dadurch sollten negative Erlebnisse den Körper verlassen, so dass der gereinigt werde.

Gegen so eine Therapie haben die Beamten offensichtlich nichts einzuwenden, empfehlen in einer Mitteilung aber, "die Wirkung von derartigen Therapieformen auf die Öffentlichkeit nicht zu vernachlässigen". Wenn möglich sollten dafür abgeschiedenere Orte oder verschlossene Räume genutzt werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Juli 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Juli 2019, 11:35 Uhr

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4 Kommentare

07.07.2019 19:37 Critica 4

Was war denn da für ein Scharlatan am Werk?

07.07.2019 16:24 Pfingstrose 3

Wenn es hilft!

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