Schmalkalden-Meiningen Anwohner wollen Einheitsstraße in der Rhön retten

Als sich im Jahr 1989 die Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik öffnete, wurde sie bejubelt - heute droht ihr das Aus: Mit einer Petition wollen die Anwohner verhindern, dass die Straße zwischen dem thüringischen Gerthausen und dem bayerischen Weimarschmieden ab ersten März für den Verkehr gesperrt wird.

Eine Landstraße zwischen zwei Feldern
Für einige Pendler bedeutet das Aus für die Straße einen Umweg. Bildrechte: MDR / Heinz Diller

Die drei Kilometer lange Straße wurde nach der Grenzöffnung zunächst als Bundesstraße neu gebaut. Doch dann verlor sie immer mehr an Bedeutung: Erst wurde sie in eine Kreisstraße, später in eine Gemeindestraße umgewidmet. Nun soll sie nur noch als Forst- und Radweg genutzt werden.

Der Grund: Die Straße muss saniert werden. Doch die notwendigen Sanierungskosten von mehr als 30.000 Euro sind zu hoch für die Gemeinde Rhönblick, sagte Bürgermeister Christoph Friedrich MDR THÜRINGEN. Doch vor allem die Pendler in dem 150-Einwohner-Dorf Gerthausen sind über den Entschluss erbost: Einige von ihnen arbeiten in Bayern. Für sie würde sich ein täglicher Umweg von rund acht Kilometern ergeben - über die parallel führende Kreisstraße.

Noch bis Ende des Monats können die Einwohner ihre Einwände vorbringen. Eine endgültige Entscheidung soll dann im März fallen. Die Petition haben inzwischen nur rund zwei Dutzend Menschen unterzeichnet. 1.500 Unterzeichner wären nötig, damit das Thema im Landtag behandelt wird.

Eine Landstraße zwischen zwei Feldern
Viel Verkehr ist auf der Straße zwischen Thüringen und Bayern nicht. Bildrechte: MDR / Heinz Diller

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 19. Februar 2018 | 16:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2018, 20:24 Uhr

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3 Kommentare

21.02.2018 18:52 Rhönsegler 3

@ 2 Was für ein, wenn auch evtl. ironischer, sinnfreier Kommentar. Kannst ja demnächst die Straße mit ner Kutsche benutzen. Beim Kaiser gabs noch keine Asphaltstraßen und diese hier war damals auch nur ein besserer Feldweg. Was hat der Ramelow mit `ner Gemeindestraße zutun? Falls dir an der Erhaltung der Straße gelegen ist, dann mach doch mal `nen Crowdfunding und spende was von deiner Apanage. Die Niederlage, dass du nicht nach Franken kommst, scheint dich sehr zu schmerzen.

20.02.2018 12:55 Graf von Henneberg 2

Und wo man doch in Weimarschmieden in der Wirtschaft so gut essen kann. Wie war es den vor der Grenzziehung? Die Straße gabs schon immer. Wie haben das Königreich Bayern und das Herzogtum Sachsen - Meinigen die Unterhaltung der Straße finanziert? Damals ging es offenbar. Und heute? beim Ramelow soll das nicht mehr gehen? Es wird Zeit, daß wieder ein Kaiser beikommt.

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