Die schneebedeckte Schanze in Brotterode
Bereit für den Wettbewerbe am Wochenende: Schanzen in Brotterode Bildrechte: MDR/Tino Geist

Continental-Cup der Skispringer Tourismus soll Kultschanze in Brotterode retten

Die bei Skispringern beliebte Inselbergschanze in Brotterode ist erneut vom Aus bedroht. In wenigen Wochen, Ende März, läuft die Betriebserlaubnis der 50-jährigen Kult-Sportstätte ab. Ein Tourismus-Konzept soll den Continental-Cup retten.

von Tino Geist

Die schneebedeckte Schanze in Brotterode
Bereit für den Wettbewerbe am Wochenende: Schanzen in Brotterode Bildrechte: MDR/Tino Geist

Tourismus soll der Skisprung-Schanze in Brotterode künftig auf die Sprünge helfen. Im 50. Jahr der betagten Anlage will Landrätin Peggy Greiser die immer wieder aufflammende Debatte um ein Aus der Schanze ein für allemal beenden. Ein neues Nutzungskonzept soll helfen, Fördergeld der Landesregierung lockerzumachen.

Auch wenn am Wochenende rund 90 Springerinnen und Springer aus 13 Nationen bei den Wettkämpfen am Start sein werden, bereitet die Inselbergschanze schon seit Langem Sorgenfalten. Denn seit Jahren geht es darum, dass sie umgebaut werden soll. Seit Jahren droht der Weltverband, dass Brotterode den Continental-Cup nicht mehr bekommt. Passiert ist in beiden Fällen nichts.

Bei Athleten ist die Sprunganlage gerade deswegen beliebt, weil sie nicht so modern ist. Der Weltverband sieht das aber anders. Unter anderem müssen die Springer für die Flug-Show auf einer schmalen Treppe direkt neben der Anlaufspur auf den Turm steigen. Mit den modernen Sicherheitsstandards im Skispringen ist das längst nicht mehr vereinbar.

Peggy Greiser, Kandidatin für Linke und SPD bei der Landratswahl im Kreis Schmalkalden-Meiningen am 15.04.2018
Hofft auf Fördermittel für Tourismus: Landrätin Peggy Greiser Bildrechte: Peggy Greiser

Die Lösung für Landrätin Peggy Greiser: Das Areal soll künftig auch touristisch genutzt werden. Eine Aussichtsplattform, ein Museum und sogar ein weithin sichtbares "R" als Symbol für die Rennsteigregion sind denkbar. Ein moderner Lift könnte Besucher künftig nach oben transportieren. Indem Greiser den Tourismus nach vorne schiebt, könnte es Fördermittel von der Landesregierung geben. Bis August soll ein Konzept vorliegen. "Die Stadt wird nun auch einen Vorstoß beim Sportministerium unternehmen, damit verschiedene Fördertöpfe genutzt werden können", berichtet die Landrätin. Beim Wirtschaftsministerium sei man bereits zusammen vorstellig gewesen. Ziel sei eine 90-prozentige Förderung. Wie viel das Projekt am Ende kosten soll, steht noch nicht fest.

Ende März soll die Inselbergschanze auch nochmal Thema im Kreistag sein. Liegen die notwendigen Beschlüsse von Stadt und Kreis vor, könnte bis Ende August der Förderantrag beim Land gestellt werden. Damit könnte auch der Weltverband überzeugt werden, das Springen im nächsten Jahr erneut nach Brotterode zu vergeben.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 22. Februar 2019 | 08:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 21:05 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

8 Kommentare

24.02.2019 11:23 Kowark 8

Warum unnötig Steuergelder in den Sand setzen, da der ehemalige Skispringersportclub ASK- Vorwärts Brotterode 1989 mit Hauptsitz in Oberhof am Grenzadler ASK- Vorwärts Oberhof von selbst sich aufgelöst hat. Zum ASK-Vorwärts Oberhof hat auch noch der Eishockeyclub ASK-Vorwärts Crimmitschau gehört. Hier wäre es doch besser für den Tourismus die Bahnlückenschließung vom Großen Inselberg nach Oberhof am Grenzadler und damit zum Kanzlersgrund zu schließen.

22.02.2019 17:30 Ekkehard Kohfeld 7

Grosser, Klaus 6 Offenbar wollen sie die Demokratie nicht verstehen.
Die Mitglieder des "Europäischen Instituts für Klima & Energie" leugnen den Klimawandel, das verschweigen sie in ihren Kommentaren.##

Wie kann man einen vom Menschen verursachen Klimawandel leugnen
wenn es den gar nicht gibt,was für ein Geschwurbel.
Man kann doch nicht leugnen was es nicht gibt???????????????

[MDR THÜRINGEN: Bitte kehren Sie zum Thema des Artikels zurück.]

Mehr aus der Region Suhl - Schmalkalden - Meiningen