Vorsicht beim Waldspaziergang Zecken: Schmalkalden-Meiningen neues FSME-Risikogebiet

Vorsicht beim Waldspaziergang und bei der Gartenarbeit: Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen gilt ab sofort als Risikogebiet für die Hirnhautentzündung FSME. Die Krankheit wird durch Zecken übertragen. Und diese Spinnentiere sind schon aktiv.

Eine Zecke
Zecken werden ab Temperaturen um sieben bis acht Grad munter. An warmen Frühlingstagen sollte daher auf schützende Kleidung im Wald oder bei der Gartenarbeit geachtet werden. Bildrechte: imago images/blickwinkel

Beim Gärtnern und Spazieren im Wald sollte derzeit vermehrt auf Zecken geachtet werden. Mit den steigenden Temperaturen nimmt auch die Zahl dieser Spinnentiere zu, wie die Landesforstanstalt Thüringenforst mitteilt. Zu den gefährlichen Krankheiten, die Zecken übertragen, gehören Borreliose und die Hirnhautentzündung FSME. Als Risikogebiete gelten insbesondere Süd- und Ostthüringen, darunter die Wälder um Hildburghausen, Jena, Gera und Schleiz. Neu als FSME-Risikogebiet wurde nun auch die Region um Schmalkalden und Meiningen eingestuft. Für diese Regionen empfiehlt das Robert-Koch-Institut eine Schutzimpfung.

Der milde Winter in diesem Jahr begünstigt Zecken. Inzwischen seien die Spinnentiere ganzjährig aktiv, warnte der Thüringer Zeckenforscher Jochen Süss. Auch könnten neue Arten durch fehlenden Frost hierzulande überwintern. Thüringenforst rät daher, sich im Wald durch helle, geschlossene Kleidung und feste Schuhe vor Zecken zu schützen. Zudem sollten die Socken über die Hose gezogen werden. Nach dem Besuch im Wald sei zudem ratsam, den Körper auf Zeckenbefall zu kontrollieren. Jährlich erkranken in Thüringen bis zu 500 Menschen an durch Zecken übertragener Borreliose und bis zu 15 an FSME.

Zu den Thüringer Kreisen und Städten, in denen eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht, gehören:

  • Gera
  • Greiz
  • Hildburghausen
  • Ilm-Kreis
  • Jena
  • Saale-Holzland-Kreis
  • Saale-Orla-Kreis
  • Saalfeld-Rudolstadt
  • Schmalkalden-Meiningen
  • Sonneberg
  • Suhl

FSME-Impfung In der Regel sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) drei Impfungen notwendig, um den vollen Impfschutz gegen die Hirnhautentzündung FSME zu erreichen. Nach der ersten Impfung folgt die zweite ein bis drei Monate später. Die dritte Impfung ist dann - je nach Impfstoff - fünf bis zwölf Monate nach der zweiten fällig. Der Impfschutz hält dann mindestens drei Jahre. Nach vollständiger Impfung kann laut RKI bei 99 Prozent der Geimpften mit einem vollständigen Schutz vor FSME gerechnet werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa/uka

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. April 2020 | 09:30 Uhr

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