Ansturm auf Loipen und Hänge Wintersport-Orte im Thüringer Wald schaufeln Parkplätze frei

Der Ansturm an Wintersportlern hat am Wochenende in Teilen des Thüringer Waldes zu kilometerlangen Staus und Gedränge auf den Parkplätzen geführt. Wie der Bürgermeister von Neuhaus am Rennweg, Uwe Scheler (parteilos) sagte, waren die Orte Siegmundsburg, Limbach und Neuhaus selbst betroffen.

Fahrzeugstau auf einer Einfallstraße nach Oberhof
Zwischen Oberhof und Zella-Mehlis kam es am Sonntagmorgen zu Staus. Bildrechte: MDR/Knut Schmidt

Seit Montag seien Mitarbeiter des Bauhofs dabei, dort zusätzliche Parkflächen zu schaffen. Dafür muss laut Scheler der Schnee aus den Orten gefahren werden. Scheler bittet alle Betroffenen um Verständnis. Die Technik sei teilweise veraltet und die Beschäftigten der Stadt könnten nicht überall gleichzeitig arbeiten. Laut Scheler ist auch in Limbach Entspannung in Sicht. Auf der Fläche der alten Porzellanfabrik soll ein neuer Parkplatz entstehen.

Auch rund um Oberhof kam es zu Staus. Am Sonntagmorgen staute sich der Verkehr aus Richtung Zella-Mehlis zweispurig. Die Parkplätze zwischen Oberhof und der Schmücke waren zeitweise so überfüllt, dass Autofahrer ihre Wagen in den Loipen parkten.

Perfekte Bedingungen Wintersport und Schneezauber im Thüringer Wald

Lockerer Schnee, der im Sonnenlicht glitzert: Die Bedingungen fürs Rodeln, für Langlauf- und Abfahrtski sind im Thüringer Wald derzeit perfekt. Zahlreiche Thüringer nutzten das Kaiserwetter am Wochenende deshalb aus.

Verschneite Loipe bei Frauenwald im Thüringer Wald
Dieses Wetter lässt das Herz von Wintersport-Fans höher schlagen: Bei Frauenwald liegen aktuell (21.01.2019) rund 40 Zentimeter Schnee, die Bedingungen für Langlaufski sind optimal. Viele Thüringer genossen den Sonnenschein am Wochenende auf den Brettern. Bildrechte: MDR/Estha Taddigs
Verschneite Loipe bei Frauenwald im Thüringer Wald
Dieses Wetter lässt das Herz von Wintersport-Fans höher schlagen: Bei Frauenwald liegen aktuell (21.01.2019) rund 40 Zentimeter Schnee, die Bedingungen für Langlaufski sind optimal. Viele Thüringer genossen den Sonnenschein am Wochenende auf den Brettern. Bildrechte: MDR/Estha Taddigs
Wintersportler auf schneebedecktem Hang am Inselsberg
Am Inselsberg rutschten die Ausflugsgäste mit Schlitten oder Skiern die Hänge hinunter. Bildrechte: MDR/Jörg Pezold
Kleinkind auf verschneitem Rodelhang im Thüringer Wald
Winterspaß für die ganze Familie: Zwischen Zella-Mehlis und Oberhof fanden sich am Sonntag (20.01.2019) auch Rodelhänge, auf denen es kein Gedränge gab und Platz genug zum Schlittenfahren war. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Verschneite Loipe bei Frauenwald im Thüringer Wald
Loipe bei Frauenwald: Inzwischen sind in Thüringen mehr als 930 Kilometer Skiwanderwege gespurt. Bildrechte: MDR/Estha Taddigs
Blick über winterliche, schneebedeckte Hügel
Wanderer kommen im Thüringer Wald ebenfalls auf ihre Kosten - zum Beispiel auf dem Aussichtspunkt an der Bobhütte am Lindenberg bei Ilmenau. Bildrechte: MDR/Mayte Müller
Kickelhahn-Turm bei Ilmenau im Winter
Der Ilmenauer Hausberg Kickelhahn mit seinem 24 Meter hohen Aussichtsturm ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Ein Aufstieg auf den rund 860 Meter hohen Berg lohnt sich auch im Winter. Bildrechte: MDR/Mayte Müller
Fahrzeugstau auf einer Einfallstraße nach Oberhof
In Oberhof herrschte am Wochenende großer Andrang mit Staus auf den Zufahrtsstraßen. Bildrechte: MDR/Knut Schmidt
Ein Pferdeschlitten fährt durch den Winterwald bei Oberhof.
Entspannter ging es mit dem Pferdeschlitten. Bildrechte: MDR/Knut Schmidt
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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Januar 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2019, 07:17 Uhr

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3 Kommentare

23.01.2019 13:34 markus schröder 3

Wir haben am Samstagnachmittag unser Glück auf der Schmücke versucht - von Gehlberg kommend - es war unglaublich. Alles voll, viele Halteverbotsschilder, sehr kleine Parkplätze, nur wenig geschobene Stellen. An der Auffahrt zum Schneekopf haben die Leute dann auf der Landstraße geparkt. Wenn die Wirte da oben nochmal wegen mangelnder Gäste klagen, glaube ich Ihnen kein Wort. Da ist nun mal Winter, er kam nicht überraschend, und trotzdem kriegen die Leute es da oben nicht hin, mal ein paar Flächen und Waldeinfahrten zu schieben. Was wollen die Touristiker denn dort noch? Sehr unprofessionell. Auch die Gastronomie war völlig überfordert.

22.01.2019 15:43 Genau das ist es! 2

Wenn die Infrastruktur nicht stimmt, kann sogar "goldener Schnee" fallen und sich die Hoteliers "zu Tode anstrengen". Es klappt dann nicht.
Fragt doch mal in Bayern nach, wie die das machen. Bestimmt nehmen sie eine Schippe in die Hand oder die Gemeinde stellt einen Schneepflug zur Verfügung...
Kann doch nicht so schwer sein. In der so verachteten DDR ging das problemlos.

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