Eine Frau, Ramona Brehm aus Sonneberg, auf dem Laufsteg.
Nicht im Bikini, sondern in Arbeitskleidung, präsentierte sich Ramona Brehm auf dem Laufsteg. Bildrechte: Werbefotografie Weiss

Thüringerin gewinnt Misswahl Schornsteinfegerin wird Miss Handwerk 2018

Über den Laufsteg ging es in Arbeitskleidung. Hier stand das Handwerk im Vordergrund. Ramona Brehm aus Sonneberg ist Schornsteinfegerin mit Leib und Seele.

Eine Frau, Ramona Brehm aus Sonneberg, auf dem Laufsteg.
Nicht im Bikini, sondern in Arbeitskleidung, präsentierte sich Ramona Brehm auf dem Laufsteg. Bildrechte: Werbefotografie Weiss

Bei dieser Misswahl war der Bikini Nebensache: Schornsteinfegerin Ramona Brehm aus Sonneberg ist Miss Handwerk 2018. Die 27-Jährige setzte sich Mittwochabend bei der Wahl auf der Internationalen Handwerksmesse in München gegen fünf weitere Kandidatinnen durch. Veranstaltet wurde die Miss- und Mister-Handwerks-Wahl in München von der Zeitung "Deutsches Handwerksblatt".

"Das hätte ich nicht erwartet. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Ich kann es kaum glauben", sagte Brehm unmittelbar nach der Wahl. Insgesamt zwölf Kandidaten, alle aus dem Handwerk, standen zur Wahl. Für sie wurden im Vorfeld etwa 1.640.000 Stimmen im Internet abgegeben. Die Stimmen der Online-User, eine Jury und Publikum vor Ort kürten letztendlich die Sieger. Mister Handwerk wurde der 17-jährige Konditor David Kunkel aus Ingelheim/Rhein. Brehm war die einzige Kandidatin aus Ostdeutschland.

Die Schornsteinfegerin ziert außerdem ein Kalenderblatt im Handwerkskalender. Dafür hatten sich deutschlandweit knapp 120 Kandidaten beworben, zwölf von ihnen wurden zum Kalenderstar. Von ihnen wurden je sechs für die Miss- und Mister-Wahl nominiert. Das "Deutsche Handwerksblatt" hat die Aktion vor sieben Jahren ins Leben gerufen, um wieder mehr auf den Handwerksberuf in Deutschland aufmerksam zu machen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 08. März 2018 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2018, 08:09 Uhr

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12 Kommentare

09.03.2018 10:40 Graf von Henneberg 12

Mal zur ethnischen Herkunft der Dame - für den verehrten Interessenten98. Coburg und Sonneberg sind Orte im fränkischen Reichkreis (seit dem 2.7.1500). Und beide Orte waren Bestandteile der Grafschaft Henneberg. Die Bezeichnungen Ostdeutschland und Franken als politscher Bestandteil Bayerns sind hier vollkommen fehl am Platz. Die Dame ist eine fränkische Frau - und das ist gut so.

08.03.2018 23:12 Kritiker 11

Leider wird hier eine Frau zu sehr aufs Äußere reduziert! Was soll ein Bikini bei einer Handwerkerin? Attraktiv und sexy kann und darf eine Schornsteinfegerin gerne sein, nur gerät das hier leicht zu Sexismus und Selbstzweck. Was fehlt ist eben auch das Besondere einer Frau in einem Männerberuf. Die als Schornsteinfegerin ebenso wie ihre männlichen Kollegen Glücksbringerin ist!

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