Pläne für Südlink Menschenkette gegen Stromtrasse in der Rhön

Die mögliche Südlink-Stromtrasse durch Thüringen stößt weiter auf Widerstand. Rund 550 Menschen protestierten am Sonntagnachmittag in der Rhön. Zwischen den Orten Fasanerie und Hermannsfeld bildeten sie eine 500 Meter lange Menschenkette - genau da, wo die Trasse in ein paar Jahren verlaufen und eine 25 Meter breite Schneise durch die Landschaft ziehen könnte. Christoph Friedrich, Bürgermeister der Gemeinde Rhönblick, sagte, damit sei symbolisch die geplante Trasse blockiert worden.

Die Menschen in der Rhön kritisierten konkret die Pläne des Netzbetreibers Tennet. Der hat bisher verschiedene Varianten für einen Trassenverlauf vorgelegt - auch ein Korridor durch Thüringen ist demzufolge möglich. Die Landesregierung lehnte einen Trassenverlauf durch den Freistaat zuletzt ab. Die Bürgerinitiative "Keine Stromtrasse zwischen Rhön und Rennsteig" hat generelle Zweifel an der Leitung, die Strom vom Norden in den Süden Deutschlands transportieren soll.

Am kommenden Dienstag will Tennet den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden die verfeinerten Pläne zum Trassenverlauf vorstellen. Informationsveranstaltungen für die Anwohner sind danach geplant. Die Stromtrassen-Gegner haben außerdem weitere Proteste angekündigt.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN JOURNAL | 05.03.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2017, 20:02 Uhr

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13 Kommentare

06.03.2017 17:59 der_grenzgänger 13

@demske: Stimmt nicht! die Netzentgelte sind der Preistreiber! Seit 2008 sind die Netzentgelte um 27% gestiegen. Und sie machen schon über 1/4 des Strompreises aus. Die Netzentgelte steigen pro Jahr um 5-8 %! Die EEG-Umlage wird bis 2020 auf ca. 7,7 Cent/ kwh steigen, dann bis 2035 auf 4,5 Cent/kwh sinken (sinkende Vergütungszahlungen und der auslaufenden Förderung von Altanlagen). Aufbrechen der Monopolstellungen und mehr Wettbewerb, zur Not auch mit Hilfe des Staates!

06.03.2017 14:26 Graf von Henneberg 12

Wenn die Trasse wie von den Protestlern dargestellt direkt vor der Fasanerie verliefe, wäre die Fasenerie mit der inwendigen Gastwirtschaft entwertet. Schlimmer noch, die Trasse wäre von der Henneburg aus sichtbar, ein gänzlich unhaltbarer Zustand.