Flüchtlinge in Suhl Anti-Gewalt-Konzept für Erstaufnahmezentrum geplant

Das Thüringer Migrationsministerium will das Flüchtlings-Erstaufnahmezentrum in Suhl mit einem Gewaltschutzkonzept sicherer machen. Nach Angaben eines Sprechers wird an dem Konzept seit November gearbeitet.

Rettungskräfte und Polizei vor einem Mehrfamilienhaus
Immer wieder wurden Rettungskräfte und Polizei in den vergangenen Wochen zur Flüchtlingsunterkunft gerufen. Bildrechte: MDR/NEWS5/Ittig

Wann das Konzept steht und was es genau enthalten soll, konnte der Mitarbeiter nicht im Detail sagen. Das Ministerium verwies darauf, dass schon jetzt vor allem Frauen und Kinder so untergebracht werden, dass sie nicht mit potenziellen Gewalttätern in Kontakt kommen. Zudem gibt es seit Dezember für die Bewohner Video-Online-Sprechstunden in der jeweiligen Landessprache.

Viel gebracht hat das scheinbar nicht. In den letzten Wochen gab es wiederholt falschen Feueralarm oder Prügeleien. Die Suhler Feuerwehrleute und Polizisten rückten teilweise mehrmals in einer Nacht aus. Pläne, die Bewohner je nach Bleibeperspektive zu trennen, gibt es laut zuständigem Landesverwaltungsamt nicht. Wie eine Sprecherin MDR THÜRINGEN sagte, wird jeder, der Asyl beantragt, zunächst in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl aufgenommen.

Die Fraktionen von CDU und FDP im Suhler Stadtrat fordern angesichts der aktuellen Probleme eine zweite Erstaufnahme-Einrichtung in Thüringen, um besonders auffällige Flüchtlinge kurzfristig verlegen zu können.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2018, 12:29 Uhr

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44 Kommentare

10.02.2018 18:44 Agnostiker 44

@ 42: Soweit ich weiss, muss keiner von den Herr_Innen Asylforderern hungern oder frieren.

Wenn die "Deutschland-veraender-Woller" solche "Stressfaktoren" von ihren Neusiedlern erwarten, haetten sie entweder vorher die in meinem Kommentar 37 angefuehrten Voraussetzungen schaffen sollen (welche ja von Ihnen auch angesprochen wurden), oder die Grenze von Anfang an vor unberechtigtem Uebertritt geschuetzt haben.

Sie wollen die "bunte Vielfalt integrieren" (Achtung! Oxymoron!), aber nicht bei sich zuhause, sondern immer nur bei "anderen".
Auch darum halte ich die "Auslaender-rein-um-jeden-Preis"- Politik der Entscheidungstraeger fuer zutiefst asozial.
Die "Bahnhofsklatscher" sind in diesem Zusammenhang nur doofe nuetzliche "Opfa", welche die Tragweite ihres Verhaltens gar nicht einzuschaetzen wissen.

10.02.2018 12:56 von Pappe 43

Ich denke es ist einfach eine Verdrehung der Tatsachen wenn alle Flüchtlinge nach Deutschland wollen und wir das einzige Land sind das Flüchtlinge aufnimmt. In Wirklichkeit ist es so das es eine Menge Länder gibt die viel ärmer und kleiner sind als Deutschland das vielfach an Flüchtlingen im Land haben.

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