Luftbild der Justizvollzugsanstalt Goldlauter
Die Justizvollzugsanstalt Suhl-Goldlauter von oben. Aus diesem Gefängnis gelang einem Gefangenen die Flucht. Bildrechte: IMAGO

Ausbruch aus Gefängnis Suhl-Goldlauter Prozess gegen mutmaßliche Fluchthelfer in Suhl

Der Prozess gegen zwei mutmaßliche Fluchthelfer aus der JVA Goldlauter ist auf den 15. Februar vertagt worden. 2017 war einem Gefangenen die Flucht aus der Justizvollzugsanstalt Suhl-Goldlauter gelungen. Seit Donnerstag müssen sich zwei Männer wegen gemeinschaftlicher Gefangenenbefreiung in Tateinheit mit Strafvereitelung verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu fünf Jahre Haft.

Luftbild der Justizvollzugsanstalt Goldlauter
Die Justizvollzugsanstalt Suhl-Goldlauter von oben. Aus diesem Gefängnis gelang einem Gefangenen die Flucht. Bildrechte: IMAGO

Der Prozess gegen zwei mutmaßliche Fluchthelfer aus der JVA Goldlauter ist auf den 15. Februar vertagt worden. Der Vorsitzende Richter am Amtsgericht Suhl, Frank Schleicher, gab nach drei Stunden Verhandlung dem Beweisantrag der Verteidigung statt.

Der Verteidiger Udo Freier wollte erst während der Verhandlung erfahren haben, dass sich seit April 2018 eine Untersuchungskommission im Thüringer Justizministerium mit dem Ausbruch befasst hatte. Dabei wurde die spektakuläre Flucht des Moldawiers untersucht. Freier sagte MDR THÜRINGEN, er wolle das abgeschlossene Gutachten dazu einsehen. So könnten Hintergründe geklärt werden, die entscheidend sein könnten für das Urteil.

Der Untersuchungsbericht, der auch MDR THÜRINGEN vorliegt, war im Dezember vergangenen Jahres an den Justizausschuss des Landtages gegangen. Darin heißt es unter anderem, dass die Flucht aus der Haftanstalt Suhl-Goldlauter auf menschliches und organisatorisches Versagen zurückzuführen sei.

Den beiden 35 und 48 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, einem Mithäftling im Oktober 2017 bei dessen Flucht aus der JVA Goldlauter geholfen zu haben. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, müssen sich die Männer wegen gemeinschaftlicher Gefangenenbefreiung in Tateinheit mit Strafvereitelung verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu fünf Jahre Haft.

Mitte Oktober 2017 gelang einem moldawischen Untersuchungshäftling die Flucht aus dem Suhler Gefängnis "Goldlauter". Er soll sich bei der Arbeit in der Haftwerkstatt in einer Pappkiste versteckt haben, die abtransportiert wurde. Bei einer Kontrolle war das nicht aufgefallen. Im März 2018 wurde der Mann in Rumänien festgenommen. Er muss sich seit Mitte Januar in einem Drogen-Prozess am Landgericht Erfurt verantworten.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31. Januar 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2019, 11:30 Uhr

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