Von Zustimmung bis Kritik Reaktionen auf Videoüberwachungs-Pläne in Suhler Erstaufnahmeeinrichtung

Mit Videoüberwachung und elektronischen Türschlössern soll die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl sicherer gemacht werden. Das verkündete die Landesregierung am Montag. Die Reaktionen darauf reichen von Zustimmung bis Kritik.

Menschen gehen hinter einem Bauzaun entlang
Die Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Suhler Friedberg beherbergt derzeit etwa 600 Menschen aus verschiedenen Nationen. Bildrechte: WichmannTV

Suhls Oberbürgermeister André Knapp (CDU) hat die Pläne für mehr Sicherheit in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Friedberg begrüßt. Knapp sagte MDR THÜRINGEN, eine ruhige Lage in der Erstaufnahmeeinrichtung könnte sich auch positiv auf die Sicherheit in der Stadt auswirken.

Immer wieder Massenschlägereien

Polizisten in Schutzuniform gehen auf das Eingangstor zur Flüchtlingsunterkunft in Suhl zu.
Polizeieinsatz bei einer Massenschlägerei im April. Bildrechte: MDR/News5

Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) hatte angekündigt, in dem Flüchtlingsheim unter anderem eine Videoüberwachung zu installieren. Dies hatte die Stadt seit langem gefordert. In dem Flüchtlingsheim auf dem Suhler Friedberg kam es immer wieder zu Massenschlägereien und anderen Straftaten. Auch in der Stadt kommt es oft zu Zwischenfällen im Zusammenhang mit Geflüchteten.

Auch deswegen hatte der Suhler Stadtrat in der letzten Woche beschlossen, auch in der Stadt Videotechnik zu installieren. Damit sollen Straftaten besser und schneller aufgeklärt werden.

AfD kritisiert Zuwanderungspolitik der Landesregierung

In der Landespolitik hatte die Ankündigung des Migrationsministers unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Die Thüringer AfD-Fraktion kritisierte, die in Suhl viele Jahrzehnte üblichen Sicherheitsstandards könnten nicht mehr durchgesetzt werden. Grund dafür sei die Zuwanderungspolitik der Landesregierung.

Linke fordert bessere Betreuung

Die Links-Fraktion im Landtag forderte, die Menschen in der Erstaufnahme besser zu betreuen und schneller in die Landkreise und kreisfreien Städte zu verteilen. Das sei sinnvoller als eine Video-Überwachung.

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. September 2020 | 07:00 Uhr

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