Cheftrainer Mateusz Zarczynski 99(VfB Suhl Lotto Thüringen)
Cheftrainer Mateusz Zarczynski mit Spielerinnen des VfB Suhl. Bildrechte: imago/Gerhard König

Volleyball | 1. Bundesliga Wie sich der VfB Suhl personell für die neue Saison aufstellt

In der Volleyball-Bundesliga der Frauen startet der VfB Suhl am 5. Oktober in die neue Saison. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Der Kader ist fast komplett.

von Tino Geist

Cheftrainer Mateusz Zarczynski 99(VfB Suhl Lotto Thüringen)
Cheftrainer Mateusz Zarczynski mit Spielerinnen des VfB Suhl. Bildrechte: imago/Gerhard König

Eines fällt mit Blick auf den neuen Kader sofort auf: Anders als in den vergangenen Jahren bleibt der Kern des Teams dem VfB Suhl in der neuen Saison erhalten. Wurde in den Vorjahren fast das komplette Team ausgetauscht, bleiben dieses Mal viele Spielerinnen beim VfB.

Teammanager und Geschäftsführer Stefan Mau sieht das auch als ein Erfolg von Trainer Mateusz Żarczyński. Der Pole wolle die Spielerinnen weiterentwickeln und nach vorn bringen - und das scheine gut anzukommen. Alle Spielerinnen bekommen beispielsweise einen eigenen, individuell zugeschnittenen Trainingsplan.

Sieben Spielerinnen haben verlängert

Sieben Spielerinnen haben ihre Verträge verlängert, darunter die langjährige Leistungsträgerin Claudia Steger und Kapitänin Taylor Bruns. Mit der Französin Victoria Foucher, Hester Jasper aus den Niederlanden und Karis Watson aus dem USA sind bereits drei Neuzugänge fix. "Die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen war uns in der Kaderzusammenstellung sehr wichtig“, sagt Mau.

Möglichst zwei weitere Spielerinnen sollen bis zum Start der Vorbereitung Anfang August noch präsentiert werden. Stützen des neuen Teams sind neben Steger und Bruns auch Anniek Siebring und McKenzie Jacobson. Siebring hatte in der letzten Saison immer wieder stark aufgespielt und stand wie auch Jacobson auf dem Zettel einiger anderer Vereine. Die 2,03 Meter große Kalifornierin Jacobson hatte in der letzten Saison allein schon durch ihre Größe für Aufsehen gesorgt, war sie doch die größte Spielerin in der Bundesliga. Ihr Verbleib ist ein Erfolg für den VfB. "Ich freue mich, wieder in der Wolfsgrube mit dem neuen Team zu trainieren und in der aufregenden Atmosphäre spielen zu können", sagt Jacobson, die spätestens zum Trainingsauftakt wieder zum Team stoßen soll.

Marrit Jasper folgt ihrer Schwester

Interessant sind auch die Neuzugänge. Hester Jasper ist die jüngere Schwester von Marrit Jasper aus den Niederlanden, die in der Saison 2016/17 bereits für die Suhlerinnen auf dem Feld stand. Für sie wird es die erste Saison fern der Heimat. Auch beim zweiten Neuzugang, Victoria Foucher, ist das so. Die Französin passt sogar optisch perfekt in das Suhler Wolfsrudel, hat sie doch auf dem rechten Oberschenkel einen großen Wolf tätowiert.

Spannend wird es auf der Libera-Position. Erstmals soll das Suhler Eigengewächs Sophie Tauchert mehr Verantwortung bekommen. Die erst 18-Jährige soll die Libera-Position allein abdecken. Teammanager Mau sieht das eher als Chance und nicht als Risiko: "Sie hat das Zeug dazu und unser vollstes Vertrauen. Sollte sie sich verletzten, was wir nicht hoffen, haben wir andere Spielerinnen, die einspringen können. Und Mila ist ja auch nicht ganz schlecht."

Angespannte wirtschaftliche Situation

Damit spielt Mau auf Miloslava Lauerova an, die seit der letzten Saison das Team als Co-Trainerin unterstützt und zuvor jahrelang als Libera für den VfB auf dem Feld stand. Die Entscheidung, keine zweite Libera zu verpflichten, ist wohl auch der immer noch angespannten wirtschaftlichen Situation zuzuschreiben. "Wir können uns in Thüringen nicht mit anderen Bundesländern und den großen Vereinen vergleichen. Das ist einfach so. Aber damit müssen wir umgehen und das machen wir sehr gut. Wir müssen in der Halle gut arbeiten und die Region bei den Spielen begeistern. Dann wird sich auch die wirtschaftliche Lage schrittweise verbessern, aber das braucht Zeit", so Mau.

In der abgelaufenen Saison kamen zu den Heimspielen des VfB im Schnitt 1.000 Zuschauer. Der Spielplan verspricht aber, dass in der kommenden Saison noch ein paar mehr Fans den Weg in die Halle finden. Mit Schwerin und Dresden kommen zum Auftakt gleich zwei echte Kracher in die Wolfsgrube. Und das Derby gegen Erfurt steigt passender Weise am Wochenende vor Weihnachten. Als Saisonziel hat Geschäftsführer Stefan Mau einen Platz in den Play-Offs ausgegeben. In der letzten Saison hatten die Suhlerinnen die Meisterrunde knapp verpasst. Das soll in der neuen Saison anders werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2019, 07:11 Uhr

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