Dürre 2019 Thüringer Moore leiden unter Trockenheit

Die Hochmoore im Thüringer Wald sind wegen der Trockenheit in akuter Gefahr. So breitet sich im Schützenbergmoor bei Oberhof die Heidepflanze Besenheide seit zwei Jahren explosionsartig aus. Wie der stellvertretende Forstamtsleiter Udo Häger MDR THÜRINGEN sagte, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass der Moorkörper austrocknet.

Heidekraut
Die Besenheide breitet sich aus - ein Zeichen für Trockenheit. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Alle 350 Hochmoore im Thüringer Wald litten unter der Trockenheit, sagte Häger. Da die Moore keine Zu- oder Abflüsse haben, sind sie auf Niederschläge angewiesen. Fehlt der Regen, sind Biotope mit hochspezialisierten Pflanzen wie Wollgras, Sonnentau und Moorbeere bedroht. Der Moorkörper wird durch wurzellose Moose gebildet. Diese wachsen extrem langsam unter Wasser.

Gleichzeitig vermodert ein Teil der Pflanze unter Wasser und bildet Torf. Pro Jahr wächst der Moorkörper etwa einen Millimeter. Bei diesem Prozess wird Kohlendioxid gespeichert. Wissenschaftler gehen davon aus, dass kein Ökosystem mehr Kohlendioxid speichert als Moore.

Moorlandschaft
Besonders viele Moore gibt es im Thüringer Wald, wie hier bei Oberhof. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR THÜRINGEN/dvs

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 23. August 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 19:00 Uhr

2 Kommentare

Eulenspiegel vor 3 Wochen

Hallo Kalkbrenner
Da haben sie sicherlich im vielen Recht.Aber darum geht es hier ja gar nicht. Hier geht es darum das hier Veränderungen stattfinden und zwar in einem geradezu Rasanten Geschwindigkeit. Diese Moore, die ja nicht von Heute auf Morgen entstanden sind verschwinden einfach. Sie haben viele Jahrhunderte dort bestanden und die ganzen Klimaschwankungen in der Zeit haben ihnen nichts anhaben können. Dies zeugt von einer Klimaveränderung von einer geradezu geradezu atemberaubenden Geschwindigkeit.

Kalkbrenner vor 3 Wochen

Ich finde es immer wieder erstaunlich, welchen guten Ruf die Förster bei den hiesigen Journalisten genießen. Sicher haben sie einen akademischen Abschluss. Jedoch im Bereich des Forstes! Da werden Moore nur gestreift & Förster waren es, die über Jahrhunderte in Wäldern Moore trockengelegt haben, um dort Bäume zu pflanzen um so am Ende der Natur mehr finanziellen Gewinn abzutrotzen. Genauso ist es bei der Jagd. Förster haben die gleiche jagdliche Ausbildung wie jeder ehrenamtliche Jäger und jeder Berufsjäger. Die staatlichen Prüfungen sind für alle gleich. Trotzdem werden irrigerweise immer noch die Förster als höchste jagdliche Instanz angesehen. Was Unsinn ist. Obwohl viele von ihnen mit dem "Argument" Wald vor Wild alles totschießen wollen, was vier Hufe hat und keinen Rucksack trägt. Hege? Habitatsverbesserung für das Wild um Schäl- und Verbissschäden zu minimieren? Fehlanzeige! Aber die Bäume gerade wachsen und viel Geld einbringen. Dabei ist ein verbissener Baum artenreicher.

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