Ein vierstöckiges Industriegebäude mit großen Fenstern
In Apolda konnten Besucher den "Eiermannbau" besichtigen. Bildrechte: IBA Thüringen/Thomas Müller

Bilanz Tag des offenen Denkmals 2019 in Thüringen

Hunderte Denkmale, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, waren am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals in Thüringen geöffnet. Im Bauhaus-Jahr ging es um Umbrüche in Kunst und Architektur. Es gab Führungen, Vorträge und Ausstellungen in rund 570 Obkjekten.

Ein vierstöckiges Industriegebäude mit großen Fenstern
In Apolda konnten Besucher den "Eiermannbau" besichtigen. Bildrechte: IBA Thüringen/Thomas Müller

Bauhaus-Villen, Industriedenkmäler oder Kapellen: Der Tag des offenen Denkmals hat am Sonntag zahlreiche Thüringer zu historischen Gebäuden gezogen. Rund 570 Denkmale in der Hand von Kommunen, Privatleuten oder Vereinen waren geöffnet, wie eine Sprecherin des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie sagte. Viele der Gebäude waren nur an diesem Tag zu besichtigen. Es gab Führungen, Vorträge und Ausstellungen.

Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur

Walter Gropius Bau Haus Auerbach in Jena, Innen wie Außen
Das Haus Auerbach in Jena wurde vom Bauhaus-Begründer Walter Gropius erbaut. Bildrechte: Michaela Reith

Der Tag stand unter dem bundesweiten Motto "Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur". Quer durch den Freistaat waren Gebäude zu sehen, die zu ihrer Zeit neue, moderne Baustile verkörperten. Das Bauhaus-Land Thüringen hatte da viel zu bieten. In Jena konnten Besucher etwa Villen im Bauhaus-Stil besichtigen. Der Bauhaus-Begründer Walter Gropius (1883-1969) ließ in der Stadt zwei private Wohnhäuser bauen, Haus Auerbach und Haus Zuckerkandl.

Cyriakkapelle in Erfurt, Eiermannbau in Apolda

In Erfurt war unter anderem die Cyriakkapelle zu besichtigen, die 1950 nach Entwürfen von Otto Bartning gebaut wurde. Bartning hatte mit Walter Gropius die Grundzüge des pädagogischen Programms des Staatlichen Bauhaus entwickelt. In Apolda konnten Besucher den "Eiermannbau" besichtigen, ein 1938/39 errichtetes Industriegebäude. Egon Eiermann gilt als einer der wichtigsten Baumeister der Nachkriegsmoderne.

St. Pauli Kirche in Ascherode

Besucher betrachten Brandgemälde in der St. Pauli Kirche Ascherode
Kirchenführer Werner Seiffarth zeigt den Besuchern die 21 Brandgemälde, die das Leben von Jesus Christus darstellen. Bildrechte: MDR/Gregor Mühlhaus

Die St. Pauli Kirche in Ascherode wurde im Jahr 1616 von Tobias von Salza erbaut und scheint auf den ersten Blick nicht zum Oberthema "Umbrüche in der Architektur" zu passen. Neben den 21 Gemälden, die mit glühendem Eisen in die Leinwand gebrannt wurden, enthält sie aber auch eine "Winterkirche" die in den 80er Jahren in das Bauwerk integriert wurde. So spiegeln sich architektonische "Umbrüche" in dem Gotteshaus wider.

Eine Übersicht der geöffneten Denkmale und Informationen, was dort geboten wird, finden Sie auch in der App zum Tag des offenen Denkmals von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Stiftung organisiert und koordiniert den Tag des offenen Denkmals seit 1993. Ziel ist es, Menschen für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.

Schöne Ausflugsziele: Denkmale in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 08. September 2019 | 19:00 Uhr

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