Neu- und Umbauprojekte Thüringen investiert mehr Geld in Wohnungsbau als geplant

Die Nachfrage nach Förderung für den Wohnungsbau in Thüringen hat 2019 deutlich zugenommen. Etliche Programme wurden deswegen aufgestockt.

Ein fertiges und ein entstehendes Wohnhaus an einer Baustelle in Erfurt.
Für den Bau von Mietwohnungen in den Innenstädten wurde 2019 fast doppelt so viel Geld ausgezahlt als ursprünglich veranschlagt. Bildrechte: MDR/Jonathan Rupp

Thüringen hat in diesem Jahr mehr Geld als geplant in den Wohnungsbau investiert. Vor allem die Nachfrage nach Zuschüssen für den barrierereduzierten Umbau war laut Infrastrukturministerium groß. Dort flossen insgesamt 13,5 statt der geplanten fünf Millionen Euro. Damit würden laut Infrastrukturministerium 112 Vorhaben in gut 1700 Wohnungen umgesetzt.

Auch für den Bau von Mietwohnungen in den Innenstädten wurde fast doppelt soviel ausgezahlt als ursprünglich veranschlagt. Statt 26 Millionen Euro Fördermitteln wurden 47 Millionen Euro ausgezahlt. Gerade der Neubau von Mietwohnungen sei wichtig, um die Wohnungsmärkte für die Mieter zu entlasten, konstatierte der amtierende Bauminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke).

Unterstützung bietet das Land auch für die Modernisierung von Eigenheimen über einen Sanierungsbonus und das Familienbaudarlehen. 2019 seien darüber 331 Vorhaben unterstützt und das Fördervolumen von vier auf sieben Millionen Euro erhöht worden, hieß es. Für sozialen Wohnungsbau standen mehr als 70 Millionen Euro zur Verfügung. "Alle Programme laufen gut", sagte Hoff. "Lediglich das Modernisierungsprogramm für Mietwohnungen wird bisher nicht gut angenommen." 2020 sollen die Erfahrungen neu bewertet und nach Verbesserungen gesucht werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

2 Kommentare

part vor 42 Wochen

Ich denke da immer noch an die unzähligen Wohnungen in Neubaublocks, die mit öffentlichen Geldern dem Baustoffrecycling zugeführt wurden um den Spekulanten am Wohnungsmarkt beste Marktbedingungen zu bieten anstatt leergezogene Blocks zu sichern und steuerfrei zu stellen für spätere Bedarfe und Umbauten. Hinzu kam die Verschacherung öffentlichen Wohneigentums, das im Nachhinein öffentlich gefördert aufwendig modernisiert wurde um Höchstrenditen zu erzielen für die neuen Eigner. Man hätte sehr viel Geld sparen können ohne Lobbypolitik und mit weitsichtiger Gesetzgebung. Heute ist kein Ende abzusehen bei den Mietsteigerungen, wobei sich die Frage stellt, was macht Vermietung so teuer, wenn man die Bausubstanz geschenkt bekam oder geerbt hat?

Immen weiter verdrehen bis es passt vor 42 Wochen

Wenn, und es kommt zu 100%, das die Blase platzt, dann kommt der Tag der Abrechnung.
Thüringens Bevölkerung schrumpft und mit den Migranten ist ohne staatliche Hilfe kein Blumentopf zu gewinnen, wer bezahlt denn den Miet und Lohnzuschüsse für Wohnen, der Steuerzahler.
Wie lange so das gut gehen?

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