Mit Verspätung Thüringer Freibäder starten in die Badesaison

Ab Pfingstmontag dürfen in Thüringen die Freibäder öffnen. Damit beginnt die Badesaison in diesem Jahr Corona bedingt rund einen Monat später als sonst. Für die Bäder gelten strenge Hygiene-Auflagen.

Trennung der Badegäste nach Alter

Auf Liegewiesen, Wegen und beim Duschen gilt eine Abstandsregel zwischen den einzelnen Familien und Gruppen. Die Badegäste werden nach Alter getrennt. Familien bekommen den meisten Schatten, Rentner eher einen Platz an der Bank und die Jugend ihren Bereich auf der Wiese. Wenn der Bereich voll ist, soll es einen Einlassstopp geben.

Insgesamt gibt es in Thüringen rund 170 Freibäder. Am Pfingstmontag öffnen unter anderem die Bäder in Bad Blankenburg, Erfurt, Bad Sulza und Meiningen. Auch die Freibäder in Hundeshagen, Sondershausen, Schmölln, Tabarz und das Südbad in Jena haben geöffnet.

Schmölln und Vollmershain: Freier Eintritt für Kinder

Das Freibad Tatami in Schmölln im Altenburger Land öffnet ab Pfingstmontag wieder. Zum Start gibt es zum Kindertag freien Eintritt für Mädchen und Jungen bis 15 Jahre. Aufgrund des aktuellen Hygienekonzeptes dürfen sich allerdings nur 350 Besucher gleichzeitig im Freibad aufhalten, so die Stadtverwaltung Schmölln. Das Freibad hat ein Sport- und Kinderbecken und eine Rutsche. Geöffnet ist ab Montag auch das Freibad im benachbarten Vollmershain, ebenfalls mit freiem Eintritt für Kinder zum Kindertag.

Freibad Tatami in Schmölln
Im Schmöllner Freibad Tatami gibt es am Pfingstmontag freien Eintritt für Kinder. Bildrechte: MDR/Stadtwerke Schmölln GmbH

Weimarer Land: Freibäder in Ottmanshausen und Bad Sulza öffnen

Als erste Freibäder im Weimarer Land starten am 1. Juni Ottmannshausen und Bad Sulza in die Saison. Allerdings gilt auch dort ein strenges Hygienekonzept. In Bad Sulza sind nur 900 Badegäste erlaubt, wie Bauamtsleiter Jörg Hammer mitteilte. An guten Tagen zähle man sonst bis zu 1.600 Gäste.

Zudem ist eine Reinigungsfirma engagiert, die Extraschichten einlegt. Die Umkleideräume und Spinde im Gebäude sind geschlossen. Es gibt einen Eingangs- und einen Ausgangsbereich, der Besucher per Drehkreuz zählt, so Hammer.

Im 6.000 Quadratmeter großen Freibad in Ottmannhausen sind maximal 400 Gäste zugelassen. Dort hätten an guten Tagen dreimal so viele Platz, teilte Schwimmmeister Thomas Sachse mit. Gezählt werde per Handklickgerät.

Südthüringen: Nicht alle Freibäder geöffnet

In Südthüringen starten am Montag nur vereinzelt Freibäder in die Saison. In Meiningen öffnet das Freizeitzentrum Rohrer Stirn den Außenbereich. Das Hallenbad und die Sauna bleiben weiterhin wegen der Corona-Verbote geschlossen. Unter anderem in Schönbrunn, Themar und Schwarza soll die Saison später starten. Das Land hatte die Öffnung der Freibäder ab dem 1. Juni genehmigt.

Ein Mann springt am 05.06.2015 im Nordbad in Erfurt (Thüringen) vom Drei-Meter-Turm ins Wasser. Foto: Sebastian Kahnert/ZB
Nicht alle Thüringer Freibäder öffnen am 1 Juni. Einige starten später in die Saison. Bildrechte: dpa

Nordthüringen: Freibadsaison beginnt teilweise

In Nordthüringen öffnen am Pfingstmontag zahlreiche Freibäder. Im Landkreis Nordhausen dürfen laut Landratsamt zunächst die drei Bäder der Gemeinde Harztor und das Bielener Kiesgewässer in Nordhausen testweise wieder Gäste empfangen. Ab 5. Juni sollen dann schrittweise auch alle anderen Freibäder im Kreis öffnen dürfen.

In Sondershausen öffnet das Bergbad "Sonnenblick" zwei Wochen verspätet. Dort dürfen maximal 300 Gäste gleichzeitig auf das Freibadgelände. Im Solewasser-Vitalpark in Bad Frankenhausen liegt die Begrenzung bei 250 Besuchern.

Das Soleschwimmbad in Artern öffnet mit gesperrtem Kinderbecken und Volleyballplatz. Auch das Waldbad in Hundeshagen im Landkreis Eichsfeld darf wieder Besucher empfangen. Statt wie sonst rund 300 Gäste dürfen zunächst maximal 100 kommen.

Im Kyffhäuserkreis starten einige Bäder eine Woche später, unter anderem in Ebeleben und Greußen. Das Bad in Roßleben wird voraussichtlich am 13. Juni wieder öffnen.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. Juni 2020 | 09:00 Uhr

6 Kommentare

mattotaupa vor 4 Wochen

"350 Besucher pro Bad" ist ihre behauptung, steht so nicht im artikel. sie dürfen vor dem kommentieren ruhig bis zum ende lesen. die genannte zahl gilt für schmölln, für andere bäder gibt es im artikel andere zahlen, eine pauschale grenze für alle gibt es nicht. "Was ist, wenn die Enkel mit Oma und Opa ins Schwimmbad wollen?" wird sich ne lösung finden lassen. die trennungspläne sind vom bürotisch aus gemacht und eher wenig realitätsbezogen. ist wie bei jedem plan, der bis zur aktivierung toll aussieht und der realität nicht standhält. es wird sicher nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. vermutlich soll nur die kontrolle des abstandgebotes ermöglicht werden. "das ist Diskriminierung pur, das ist Entmündigung" ach wie süß ... zwingt sie keiner hinzugehen. die anderen regeln des schwimmbades "entmündigen" sie auch. da wird z.b. duschen vor und nach beckengang vorgeschrieben, der ort der notdurft wird fremdbestimmt, ort der müllentsorgung wird vorgegeben ...

Lyn vor 4 Wochen

An einigen Stränden am Mittelmeer sollen zeitliche Begrenzungen gelten.

1., 09-13:00, dann Liegen desinfizieren, 2., 14-18:00.

Anmeldung vorab, Kontrolle erfolgt am Zugang.

Alles, um jedem den Spaß zu ermöglichen und gleichzeitig es nicht zu voll werden zu lassen.

Es ist irrelevant, ob einem das gefällt oder nicht. Es hat Gründe.

Mir persönlich ist es lieber, wenn der Strand nicht so voll ist dass man nur mit Mühe einen Weg durch die Massen findet. Ein Horror, hat m.E. mit Urlaub nichts mehr zu tun.

sorglos vor 4 Wochen

Trennung nach Alter... das ist Diskriminierung pur, das ist Entmündigung! Was machen die Behörden eigentlich mit uns? Ist das Ganze noch Badespaß? Was ist, wenn die Enkel mit Oma und Opa ins Schwimmbad wollen? Familien mehr Schatten, die Alten auf die Bank in die Sonne? Der Ganze Corona Wahn treibt Blüten, die Menschen nicht in die Bäder treiben werden. WER soll sich im Freibad auf einer Wiese anstecken? 350 Besucher pro Bad - wenn die aber den ganzen Tag drin bleiben wollen - was dann? Es wird Zeit, dass hier die Reußleine gezogen wird! Schluß mit den Kontaktbeschränkungen, Schluß mit den "strengen Hygieneauflagen". Sauberkeit in Duschen und Toiletten setze ich voraus. WANN sind wir wieder mündige Menschen? In Berlin geht es um Wiederaufbaubonds und wir haben noch immer kein normales Leben, dürfen Pfingsten nicht mal zelten. Wir sind weder zu zweit in einer Toilettenzelle noch unter einer Dusche.
Ich bin 59 und werde mir keinen Platz im Bad anweisen lassen!

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