Tests in Mathe und Naturwissenschaften Thüringer Neuntklässler noch überdurchschnittlich

Thüringens Neuntklässler sind nach einer Studie überdurchschnittlich gut in Mathe und den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik. Das ist das Ergebnis von Kompetenztests aus dem vergangenen Jahr, die das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen ausgewertet hat. Ziel war, die erforderlichen Kenntnisse für die mittlere Reife zu testen.

Noch sind Thüringens Neuntklässler bei dem IQB-Bildungstrend in der Spitzengruppe hinter Bayern und Sachsen, aber die Ergebnisse sind schlechter als noch vor sechs Jahren. Deutschlandweit hat laut Studie etwa jeder vierte Neuntklässler nicht die erforderlichen Kenntnisse für die mittlere Reife im Fach Mathematik. In Chemie betrifft es jeden Sechsten, in Biologie und Physik fast jeden Elften. In Thüringen sank im Vergleich zu 2012 der Anteil derjenigen, die die Mindeststandards nicht erfüllten. In Mathematik waren es zum Beispiel 19,5 Prozent in Thüringen und 24,3 Prozent bundesweit.

In Thüringen haben sich vor allem die Jungen in Mathematik verschlechtert. Die Gymnasiasten blieben unter dem deutschlandweiten Schnitt. Möglicherweise erste Anzeichen des Lehrermangels.

Reaktionen auf die Bildungsstudie

Bildungsminister Helmut Holter sagte MDR THÜRINGEN, der Erfolg sei den engagierten Lehrern in Thüringen zu verdanken. Der CDU-Bildungsexperte Christian Tischner sagte, die Studie bestätige das Zurückfallen des Thüringer Bildungssystems gegenüber den anderen Bundesländern. Die Bildungsexpertin der AfD, Wiebke Muhsal, sagte, der Negativtrend sei eine Folge rot-rot-grüner Bildungsexperimente der vergangenen Jahre.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2019, 15:48 Uhr

1 Kommentar

jackblack vor 3 Wochen

Unter den Blinden ist der Einäugige König.

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