Neonazis demonstrieren vor Karl-Marx-Denkmal
Neonazis demonstrieren im August vor Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz (Archiv-Bild). Bildrechte: xcitePRESS

Thüringer Innenministerium 115 Thüringer Rechtsextreme bei Ausschreitungen in Chemnitz

Ausschreitungen in Chemnitz: 115 der Rechtsextremisten sind im August aus Thüringen angereist. Das ergab eine Anfrage im Thüringer Innenministerium.

Neonazis demonstrieren vor Karl-Marx-Denkmal
Neonazis demonstrieren im August vor Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz (Archiv-Bild). Bildrechte: xcitePRESS

Bei den teils gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz Ende August sind mindestens 115 Teilnehmer aus der rechtsextremen Szene in Thüringen vor Ort gewesen. Das geht aus einer Antwort des Thüringer Innenministeriums auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Raimond Walk hervor. Ein Teil der Thüringer Rechtsextremisten lässt sich demnach dem "Bündnis Zukunft Hildburghausen" und der rechten Partei "Der III. Weg" zuordnen.

Abgeordneter Walk: Thüringen hat großes Potenzial für rechtes Gedankengut

Einen Tag vor den Ausschreitungen hatte es eine Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Ausländern gegeben, bei der ein 35 Jahre alter Deutscher starb. Zahlreiche Demonstranten waren daraufhin durch die Stadt gezogen und hatten gegen Ausländer gehetzt. Dass eine dreistellige Zahl bekannter Rechtsextreme an den Demonstrationen teilgenommen habe, zeige einmal mehr, dass in Thüringen nach wie vor ein großes Potenzial für rechtes Gedankengut existiere, so der Abgeordnete Walk.

Quelle: dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Dezember 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2018, 14:14 Uhr

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