Tarifkonflikt Thüringer Gebäudereiniger streiken

Einen Rahmentarifvertrag, der Urlaub und Lohnzuschläge für Überstunden und Sonntagsdienste für Gebäudereiniger regeln soll, fordert die Gewerkschaft IG BAU. Etwa 50 Beschäftigte sind am Donnerstag in einen Warnstreik getreten.

Im Tarifkonflikt der Gebäudereiniger sind am Donnerstagmorgen auch Thüringer Gebäudereiniger in den Warnstreik getreten. Aufgerufen dazu hat die Gewerkschaft IG BAU.

Wie Einsatzleiter Martin Kröber MDR THÜRINGEN sagte, befinden sich rund 50 Beschäftigte im Ausstand. Sie seien vor allem für den Branchenriesen Piepenbrock tätig und reinigten unter anderem Industriegebäude in Erfurt, in Großheringen (Kreis Weimarer Land) und in Bad Langensalza.

Ruf nach einheitlichen Regeln zu Urlaub und Zuschlägen

Mit dem Warnstreik wollen die Reinigungskräfte den Druck auf die Arbeitgeber im festgefahrenen Tarifstreit erhöhen. Die IG BAU fordert bundesweit einheitliche Regeln zu Urlaub und Lohnzuschlägen. Informationen der Gewerkschaft zufolge nutzen immer mehr Reinigungsfirmen den derzeitigen tariflosen Zustand aus, "um ihren Beschäftigten geänderte Arbeitsverträge zu schlechteren Konditionen vorzulegen".

Demnach gehe es um Zuschläge für Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, "die eingekürzt oder ganz gestrichen werden". Der Urlaub sei teils von 30 Tagen auf das gesetzliche Minimum von 20 Tagen reduziert worden, sagte Mirko Hawighorst, Regionalleiter der IG BAU Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Erforderlich sei ein Rahmentarifvertrag, "der die wichtigen Sachen - von Lohnzuschlägen bis zum Urlaub - für alle verbindlich regelt".

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. Oktober 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2019, 08:23 Uhr

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