Ein Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira landet auf dem Flughafen Köln-Bonn.
Fliegende Intensivstation: Der Airbus A310 "MedEvac" landet in Köln. Bildrechte: dpa

Überlebende zurück in Deutschland Auch Thüringer unter Überlebenden des Busunglücks auf Madeira

 Ein Airbus A310 MedEvac der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira landet auf dem Flughafen Köln-Bonn.
Fliegende Intensivstation: Der Airbus A310 "MedEvac" landet in Köln. Bildrechte: dpa

Unter den Überlebenden des Busunglücks von Madeira sind auch Reisende aus Thüringen. Das hat die Stadt Köln bekanntgegeben. Dort landete am Samstagnachmittag eine Sondermaschine der Bundeswehr mit 15 Verletzten an Bord. Damit seien die meisten Überlebenden zurück in Deutschland.

Empfang am Kölner Flughafen

Außer den Reisenden aus Thüringen waren den Angaben zufolge vor allem Urlauber aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg an Bord.

Krankentransportfahrzeuge fahren zu einem Hangar auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn.
Am Kölner Flughafen standen Rettungswagen für die Verletzten bereit. Bildrechte: dpa

Die Verletzten wurden von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im militärischen Teil des Flughafens empfangen. Laschet dankte den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung des Lazarettflugzeugs. Außerdem stand am Flughafen der Rettungsdienst für den Weitertransport der unterschiedlich schwer Verletzten bereit.

Die Verletzten sind mit dem Airbus A310 "MedEvac" - der fliegenden Intensivstation der Bundeswehr - nach Deutschland geflogen worden. Zuvor hatten am Samstagmorgen Krankenwagen die Verletzten zum Flugzeug gefahren. Sie wurden auf Tragen in den Airbus gebracht. An Bord des Airbus A310 "MedEvac" sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung und 38 weitere Liegeplätze.

Identitäten der Todesopfer noch nicht geklärt

Eine weitere Deutsche liegt offenbar noch in Funchal im Krankenhaus, weil sie noch nicht transportfähig ist, zitierten portugiesische Medien die Behörden. Sie habe "aus medizinischen Gründen" noch keine Erlaubnis für einen Heimflug. Auch der portugiesische Busfahrer und die Reiseleiterin seien noch in der Klinik.

Rettungskräfte bergen Verletzte.
Bei dem Busunglück kamen 29 Menschen ums Leben. Bildrechte: imago images / GlobalImagens

Bei dem Busunglück auf der Ferieninsel Madeira waren am Mittwoch 29 Insassen des Busses getötet worden, 27 weitere Personen wurden verletzt. Sieben Verletzte wollen nach Angaben des Reiseveranstalters mit normalen Flügen heimkehren. Die Identitäten der Todesopfer war auch am Samstag nach der Autopsie nicht abschließend geklärt.

Im Laufe des Samstags wurden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten in Deutschland bekanntgegeben werden sollen, blieb zunächst unklar.

Unfallursache weiter unklar

Auch die Unfallursache ist noch unklar. Der Reisebus war von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich an einem Abhang überschlagen und war anschließend in ein Wohnhaus gestürzt. Der Unfall passierte nur wenige Minuten nach Abfahrt vom Hotel der Touristen im Ort Caniço nahe der Inselhauptstadt Funchal. Als mögliche Auslöser der Katastrophe werden entweder ein eingeklemmtes Gaspedal oder ein Bremsversagen vermutet.

Quelle: dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 20. April 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 18:32 Uhr

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4 Kommentare

21.04.2019 18:04 Rudimeter 4

Die Frage nach dem Rechnungshof passt hier nicht ganz. Hier geht es darum schwerverletzte Menschen in die Heimat zu bringen , um sie weiter zu behandeln . Dann war das bestimmt auch noch eine Übungseinheit für das fliegende Lazarett. Und dann noch : Patienten einzeln zurück bringen ist bestimmt nicht preiswerter . Mehr kann und will ich dazu nicht schreiben. Wünsche allen noch ein schönen Rest der Ostertage und ganz wichtig : allen Opfer bei dem Busunglück gute Genesung und werden zukünftig solch schwere Unglücke seltener geschehen .

21.04.2019 10:47 martin 3

@1 rasselbock: Der Flieger ist ein Prestigeobjekt der BW. Hoffentlich auf Dauer nicht wie die Gorch Fock ....

@2 ganz: Die Reiseversicherung kann da nicht so wirklich weiterhelfen, weil die "üblichen" LearJets keine so qualifizierte Intensivversorgung während des Flugs bieten können, wie der MedEvac.

Was der Rechnungshof dazu sagt? Gute Frage. Wenn der Flieger auch als SAR Einheit dient, wird der Rechnungshof das gleiche dazu sagen, wie zu den Marine-Hubschraubern, die - wenn sie den fliegen - SAR Einsätze auf Nord- und Ostsee fliegen: gar nichts.

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