Corona in Thüringen Ticker vom 25. Mai: Ramelow setzt in Corona-Krise auf Vernunft statt auf Verbote

In Thüringen bleibt die Maskenpflicht auch nach dem 6. Juni in Bussen, Bahnen und Geschäften bestehen. Das sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montag. In Hildburghausen haben sich Krankenhaus-Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Die Autobranche erwartet Umsatzeinbrüche. Alle Corona-Entwicklungen im Ticker.

Ministerpräsident Bodo Ramelow
Angesichts verhältnismäßig geringer Infektionszahlen in Thüringen will Bodo Ramelow von strengen allgemeinen Verordnungen abrücken. Bildrechte: MDR THÜRINGEN

So ging es weiter | Corona-Ticker vom 26. Mai

Die weiteren Entwicklungen rund um das Coronavirus und Covid-19 in Thüringen können Sie im Ticker vom Dienstag, dem 26. Mai, nachverfolgen:

21:30 Uhr | Knapp drei Viertel der Corona-Infizierten genesen

Wir beenden den Corona-Ticker vom Montag mit einem Blick auf die aktuellen Zahlen - und berichten am Dienstag wieder über die Entwicklungen in Thüringen.

Die Zahl der Todesfälle mit Corona-Bezug ist im Freistaat auf 156 gestiegen. Am Montag wurde ein verstorbener Patient aus dem Landkreis Gotha gemeldet. Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter am Montag acht neue Fälle. Damit gibt es landesweit 2.894 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Knapp drei Viertel der Betroffenen (2.116) gelten als genesen. Die Zahl der noch aktiv Erkrankten sank um 35 auf 622.

Kein Thüringer Landkreis liegt aktuell über der Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Im Kreis Sonneberg sind es 40, im Kreis Greiz 29 und in der Stadt Gera 23.

20:40 Uhr | Ramelow: "Corona ist nicht harmlos geworden"

Die Abstandsregel soll auch in Thüringen beim Umgang mit dem Coronavirus weiterhin im Mittelpunkt stehen. Das sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montagabend in der Sendung "ARD extra". Beim angekündigten Corona-Kurswechsel in Thüringen gehe es darum, "aus dem Krisenmodus in den Regelmodus" überzugehen, "von Verboten zu Geboten".

Angesichts diverser Landkreise, die seit Tagen keine neuen Infektionen verzeichnen, sollten "eher die Gesundheitsämter als die Krisenstäbe gestärkt werden". Corona sei nicht harmlos geworden, sagte Ramelow. Risikogruppen müssten weiterhin geschützt werden. Zugleich sei es aber wichtig, die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung zu wahren. Allgemeine Verordnungen sollten durch spezielle Verordnungen ersetzt werden.

20:00 Uhr | Infektionen in Klinikum: Scharfe Kritik an Regiomed

Nach einem zweiten Corona-Ausbruch in einem Südthüringer Krankenhaus hat Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den Betreiber Regiomed scharf kritisiert. Wie Ramelow MDR THÜRINGEN sagte, müsse man die Frage stellen, was Regiomed eigentlich mit dem Hygienekonzept gemacht hat. Wörtlich sagte Ramelow: "Dass es jetzt zum zweiten Mal in der gleichen Klinikgruppe zu einem Ausbruch im Klinikum kommt, ist ein Hinweis darauf, dass man die eigenen Ratschläge von Professor Zastrow nicht ernst genommen hat." Klaus-Dieter Zastrow leitet das Hygiene-Institut der Regiomed-Kliniken.

Regiomed-Manager Michael Musick kündigte an, dass alle Abläufe in dem Krankenhaus überprüft würden. Wie Musick MDR THÜRINGEN sagte, war eine Patientin aus einem Seniorenheim nicht wie vorgeschrieben zunächst isoliert worden. Bei der Frau sei ein Abstrich genommen worden, sie wurde aber dann aber sofort auf die Normalstation verlegt, ohne auf das Testergebnis zu warten. Bereits Anfang Mai hatten sich im Sonneberger Krankenhaus 20 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

19:10 Uhr | Bodo Ramelow um 20.15 Uhr bei "ARD extra"

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) stellt sich Montag um 20:15 Uhr bei "ARD extra" Fragen zu seinem angekündigten Corona-Lockerungskurs. Ramelows Vorschläge wurden teils scharf kritisiert, auch vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CDU), der ebenfalls in der Sendung nach der "Tagesschau" zugeschaltet ist.

18:45 Uhr | Polizei löst Party im Eichsfeld auf

In Mengelrode im Eichsfeld hat die Polizei am Wochenende eine Party aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, meldeten Zeugen die Feier mit rund 40 Personen. Vor Ort trafen die Beamten zunächst die jugendliche Bewohnerin und dann noch zehn weitere Jugendliche im Haus und Garten an. Einige Gäste sollen vorher geflüchtet sein. Die Polizei hat gegen die Partyteilnehmer Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz erstattet.

18:15 Uhr | Professor Kekulé warnt vor "gefährlichem Experiment"

Ministerpräsident Bodo Ramelow hat die Debatte um Corona-Regeln neu entfacht. Professor Alexander Kekulé sieht darin einen gefährlichen Lockerungswettbewerb und warnt davor, aus Vorschriften nur Empfehlungen zu machen.

17:45 Uhr | Viele Autozulieferer sehen Kaufprämie skeptisch

Ein großer Teil der Thüringer Autozulieferer steht einer staatlichen Auto-Kaufprämie skeptisch gegenüber. In einer Umfrage des Branchenverbandes "Automotive Thüringen" sprachen sich nur 56 Prozent der Firmen für eine Neuwagen-Förderung aus. Knapp die Hälfte hält es dagegen für sinnvoller, die Betriebe selbst mit Zuschüssen zu unterstützen. Laut der Verbandsumfrage brachen im März und April dieses Jahres die Umsätze der Thüringer Autozulieferer um über 50 Prozent ein.

17:15 Uhr | Neuinfektionsrate im Kreis Greiz stabil

Im Thüringer Landkreis mit den meisten Corona-Infektionen scheint sich die Situation zu stabilisieren: Das Landratsamt in Greiz meldete am Montag eine neue bestätigte Infektion. Hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, bedeutet das 29 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen.

Am Sonntag lag diese Kennzahl - die sogenannte Inzidenz - bei 28. Zeitweise war für den Kreis Greiz eine Inzidenz von über 90 ausgewiesen worden. Bund und Länder hatten sich verständigt, dass bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen Corona-Beschränkungen nicht gelockert oder wieder eingeführt werden sollten. Aktuell wird diskutiert, diese Grenze auf 35 zu verschärfen. Im Kreis Greiz haben sich bisher 610 Menschen nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. 45 davon sind gestorben, 293 haben die Infektion überstanden.

16:55 Uhr | Kanzlerin Merkel für "verbindliche Anordnungen"

Ungeachtet des von Thüringen geplanten Kurswechsels in der Corona-Strategie hält die Bundesregierung an verbindlichen Vorgaben fest - auch über den 5. Juni hinaus. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert plädiert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dafür, dass es zur 1,5-Meter-Abstandsregel, zu Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften weiterhin "verbindliche Anordnungen geben soll". Wenn diese Grundregeln außer Acht gelassen würden, drohten die bei der Eindämmung der Pandemie erzielten Erfolge verloren zu gehen.

16:30 Uhr | Drittligisten sollen Spielbetrieb aufnehmen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bei einem virtuellen Treffen für eine Fortsetzung der 3. Liga gestimmt. Laut DFB-Plan soll ab dem 30. Mai wieder der Ball in der 3. Liga rollen, eine eingerichtete Taskforce soll sich um die wirtschaftliche Stabilität der Liga kümmern.

16:00 Uhr | Innenministerium will Corona-Krisenstab auflösen

Das Thüringer Innenministerium will den Landeskrisenstab zur Corona-Pandemie vorerst auflösen. Das will Innenminister Georg Maier (SPD) am 2. Juni im Kabinett vorschlagen. Er begründete den Plan mit den gesunkenen Infektionszahlen in Thüringen. Es sei nicht zu vertreten, den Krisenstab sieben Tage die Woche 24 Stunden im Dienst zu halten.

Allerdings könne der Krisenstab bei einem Anstieg von Infektionen innerhalb von Stunden wieder mit der Arbeit beginnen. Nach Maiers Angaben sind im Landeskrisenstab rund zehn Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen beschäftigt. Sie koordinieren alle Aktivitäten zwischen den verschiedenen Ministerien und Landesbehörden.

15:30 Uhr | Deutliche Unterschiede zwischen Covid-19 und Grippe

Innerhalb kürzester Zeit müssen Mediziner das bis vor Kurzem noch unbekannte Coronavirus verstehen lernen. Jetzt sind sie wieder einen Schritt weiter gekommen.

15:00 Uhr | Frist für Soforthilfe-Anträge läuft ab

Noch bis Ende Mai können Unternehmen Anträge auf die Corona-Soforthilfen von Bund und Land stellen. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen hin. Die Hilfen sind für Firmen und Selbstständige gedacht, die wegen der Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Die Anträge müssen online bei der Thüringer Aufbaubank (TAB) gestellt werden. Das Soforthilfeprogramm sieht Einmalzahlungen in Höhe von bis zu 30.000 Euro vor. Bisher wurden laut TAB bereits Hilfen in Höhe von mehr als 250 Millionen Euro ausgezahlt.

14:30 Uhr | Hilfe für Studierende in Schmalkalden

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Schmalkalden hat ein Nothilfeprogramm aufgelegt. Es umfasst insgesamt 10.000 Euro. Es soll Studierenden helfen, die aufgrund der Corona-Krise in existenzielle Not geraten sind, beispielsweise weil sie ihren Job verloren haben. Wie die Gesellschaft mitteilte, wird die Hilfe als einmaliger Zuschuss in Höhe von 500 Euro gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden. Anträge auf Hilfe können bis zum 19. Juni bei der Fördergesellschaft per E-Mail eingereicht werden.

13:30 Uhr | Weiter keine neuen Corona-Fälle in Sömmerda

Der Kreis Sömmerda bleibt ohne Corona-Erkrankungen. Wie das Landratsamt am Montag mitteilte, wurden auch über das lange Wochenende keine neuen Infektions-Fälle gemeldet. Von den bisher 38 positiv Getesteten im Kreis sind 37 wieder genesen, ein Patient war gestorben.

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist am Montag eine neue Corona-Infektion bekannt geworden. Wie das Landratsamt mitteilte, stieg die Zahl der bisher positiv Getesteten auf 126. 100 davon sind wieder genesen. Bei 23 ist das Virus noch aktiv, drei Menschen mit einer Corona-Infektion waren gestorben.

13:15 Uhr | Landkreis Gotha: Patient stirbt nach Corona-Infektion

Im Kreis Gotha ist ein weiterer mit Corona infizierter Patient gestorben. Wie das Landratsamt am Montagmittag mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle auf 28. Neue Infektionen kamen seit Sonntag nicht hinzu. Damit sind im Kreis Gotha bisher 284 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. 212 sind inzwischen wieder genesen.

13:00 Uhr | Ramelow: Maskenpflicht in Nahverkehr und Geschäften bleibt

In Thüringen soll es bei der Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften bleiben. Das sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow MDR THÜRINGEN. In der nächsten Kabinettssitzung am Dienstag solle aber darüber beraten werden, ob und wie die in Thüringen erlassenen Kontaktverbote gelockert werden könnten. Unterdessen werden die von Ramelow angestellten Überlegungen über die landesweiten Corona-Schutzvorschriften in Thüringen kontrovers diskutiert.

12:45 Uhr | Positive Bilanz der Autokonzerte auf Erfurter Messe

Mit insgesamt mehreren Tausend Besuchern ist am Sonntagabend die Reihe der Autokino-Konzerte in Erfurt zu Ende gegangen. Nach Angaben der Mediengruppe Thüringen als Veranstalter waren fast alle der fünf Abende auf der Messe ausverkauft. Bis zu 450 Autos hatten auf dem Gelände Platz. Die Musik von der Bühne kam dabei aus dem Autoradio, den Applaus gab es per Blinker und Hupe.

Die ungewöhnliche Konzert-Atmosphäre lockte in den vergangenen Tagen auf den Messe-Parkplatz - immer mit Abstand zu den anderen Konzertbesuchern. In Corona-Zeiten war das die einzige Möglichkeit, überhaupt Konzerte zu organisieren. Max Giesinger begeisterte vor 1.200 Menschen in ihren Autos die meisten Besucher. Auch bei Revolverheld war richtig Partystimmung, bedächtiger ging es dagegen bei Heinz Rudolf Kunze zu. Auch Karat und Radio Doria freuten sich, endlich auftreten zu können - schließlich sind die meisten Konzerte in diesem Jahr abgesagt.

11:15 Uhr | CDU-Spitzenpolitiker kritisieren Ramelow-Vorschlag

Als "verheerendes Signal" werten mehrere CDU-Spitzenpolitiker in Deutschland, das Vorhaben Ramelows, die Corona-Beschränkungen in Thüringen nach dem 6. Juni aufheben zu wollen. Wie das Nachrichtenportal Spiegel berichtet, äußerten sich Mitglieder des Präsidiums, darunter der Vizevorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, der saarländischen Ministerpräsident Tobias Hans und Thüringens CDU-Chef Mike Mohring, mit scharfen Worten und großen Unverständnis. Saarlands Regierungschef Hans kritisierte Teilnehmern zufolge vor allem, dass die Ankündigungen von Ramelow auch Folgen für die Stimmung in anderen Bundesländern haben würden. Kein Ministerpräsident tue etwas ohne Auswirkung auf andere, wird der CDU-Politiker im Spiegel zitiert. Parteivize Laschet äußerte sich demnach vor allem verwundert über die Art der Kommunikation von Ramelow.

11:00 Uhr | Diskussion über Ramelow-Vorschlag zu Aufhebung der Corona-Beschränkungen

10:05 Uhr | Uneingeschränkter Regelbetrieb in Schule und Kita gefordert

Der Paritätische Landesverband und die Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen haben sich wiederholt für einen uneingeschränkten Regelbetrieb in den Kindergärten ausgesprochen. Die eingeschränkte Betreuung löse die anstehenden Probleme nicht und stoße bei Eltern, Trägern und Einrichtungen auf Unverständnis, sagte der Landesgeschäftsführer der Parität, Stefan Werner, und verwies auf die aktuelle Infektionslage. Rainer Poniewaß, Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft, sprach von "unkoordiniertem Vorgehen der Landesregierung" und von einer Zerreißprobe für die Eltern. Geht es nach den beiden Verbänden, sollen auch Schulen und die Hortbetreuung zu einem regulären Betrieb zurückkehren.

08:45 Uhr | Jena: Christopher Street Day wird verschoben

Der für Juli geplante dritte Christopher Street Day (CSD) in Jena wird verschoben. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, sagte Theresa Ertel vom Veranstalterteam. Eine solche Parade sei aber wichtig, um für Sichtbarkeit zu sorgen und sich Gehör zu verschaffen. Geplant sind neben der Demonstration auch ein Straßenfest sowie Veranstaltungen wie Diskussionen, Lesungen und Filmvorführungen. Erst im vergangenen Jahr hatte sich - nach 20 Jahren Pause - wieder ein breites Bündnis von Organisationen und Unterstützern gefunden, um einen Christopher Street Day in Jena auszurichten. Unter dem Motto "Gemeinsam für ein queeres Thüringen" war eine große Parade mit etwa 700 Menschen durch die Innenstadt gezogen.

07:45 Uhr | Ministerpräsident Ramelow will Corona-Krisenmanagement umbauen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow plädiert dafür, das Krisenmanagement umzustellen und die Gesundheitsämter im Freistaat zu stärken. Der Linke-Politiker sagte dem MDR am Montagmorgen, bei dem derzeit geringen Infektionsgeschehen müssten nicht rund um die Uhr in den Landkreisen Krisenstäbe vorgehalten werden. Sollte aber auch nur eine kleine Infektionssituation eintreten, gebe es sofort massive Unterstützung, versprach der Regierungschef.

07:27 Uhr | Hildburghausen: Mitarbeiter im Krankenhaus mit Coronavirus infiziert

Sechs Mitarbeiter des Regiomed-Krankenhauses in Hildburghausen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie Landrat Thomas Müller (CDU) MDR THÜRINGEN sagte, handelt es sich um Pfleger und Krankenschwestern.

07:25 Uhr | Saale-Orla-Kreis: Kindergärten öffnen wieder

Im Saale-Orla-Kreis können wieder alle Kinder in den Kindergärten betreut werden. Wie das Landratsamt mitteilte, beginnt am Montag in den 59 Kindertagesstätten der sogenannte eingeschränkte Regelbetrieb. Demnach haben sich darauf der Landkreis, die freien Träger, die Kommunen und die Elternsprecher verständigt. Die Einrichtungen öffnen für maximal neun Stunden am Tag. Laut Landratsamt sollen die Kindergärten selbst entscheiden, wie die Richtlinien zum Infektionsschutz umgesetzt werden können. Über passgenaue Öffnungszeiten und das Aufteilen der Kinder in einzelne Gruppen werde in jeder Einrichtung separat entschieden, heißt es. Völlige Normalität sei aber noch nicht möglich.

07:10 Uhr | Thüringer Autozulieferer schwer von Corona-Krise getroffen

Die Corona-Pandemie hat die Thüringer Autozulieferer in eine schwere Krise gestürzt. Aus einer Umfrage des Branchenverbandes "Automotive Thüringen" geht hervor, dass die Betriebe in diesem Jahr mit einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von 30 Prozent rechnen. Drei von vier Unternehmen gehen davon aus, dass sie im Jahr 2020 Personal abbauen müssen. Zudem hat laut Umfrage zurzeit so gut wie jeder Betrieb zumindest einen Teil seiner Belegschaft in die Kurzarbeit geschickt. Demnach ist insgesamt knapp die Hälfte des Personals von Kurzarbeit betroffen. Fast jeder zweite Betrieb sieht auf sich eine wirtschaftliche Notlage zukommen.

Wegen der Corona-Krise mussten die Autohersteller über Wochen die Produktion stoppen, und das auch zum Nachteil der Zulieferer. In der Thüringer Zulieferindustrie arbeiten insgesamt rund 55.000 Menschen. Weitere Einzelheiten aus der Umfrage will der Branchenverband Montagmittag vorstellen.

07:00 Uhr | Ticker zum Coronavirus am 25. Mai

Guten Morgen an diesem doch eher grauen Montag. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Woche. Auch heute halten wir Sie wieder über das aktuelle Geschehen rund um das Coronavirus sowie Covid-19 in Thüringen auf dem Laufenden. Alle bisherigen Artikel, wichtige Hotlines und weitere Informationen finden Sie auch auf unser Übersichtsseite und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Der Ticker vom Sonntag zum Nachlesen

Weitere Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml/mm, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGEN JOURNAL | 25. Mai 2020 | 19:00 Uhr

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