Corona in Thüringen Ticker vom 12. Mai: Viele Lockerungen in Thüringen ab Mittwoch

Thüringen lockert eine Vielzahl an Corona-Beschränkungen. So sollen ab Mittwoch wieder Demonstrationen ohne Obergrenze der Teilnehmerzahl möglich sein. Auch Kindergärten öffnen früher. Alle Entwicklungen im Liveticker.

Leerer Platz in Rudolstadt
Innenstadt von Rudolstadt Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

So geht es weiter | Der Ticker von Mittwoch, 13. Mai

21:30 Uhr | Ticker-Ende

In Thüringen gilt ab Mittwoch bis zunächst 5. Juni eine neue Corona-Verordnung. Viel wurde gelockert. Unsere Zusammenfassung im Video:

21:05 Uhr | Trauerfeiern und Eheschließungen wieder erlaubt

Zu den Lockerungen ab Mittwoch zählt nicht nur, dass unter freiem Himmel wieder politische Demonstrationen ohne personelle Obergrenze möglich sind. Auch "Zusammenkünfte oder Begegnungen, die religiösen Zwecken dienen", einschließlich religiöse und nicht religiöse Trauerfeiern und Eheschließungen sind dann erlaubt.

20:45 Uhr | Singen und Musizieren - nicht im Klassenraum

Im Musikunterricht an Schulen befürchtet das Bildungsministerium eine erhöhte Infektionsgefahr. Deshalb wurden für das Fach Spezialregelungen erlassen. So darf das Singen künftig nicht im Klassenraum stattfinden und kann alternativ ins Freie verlagert werden, teilte das Land mit. Dort werde der Mindestabstand auf drei Meter erhöht und die Gruppengröße den Außenbedingungen angepasst. Musik mit Blasinstrumenten dürfe bis auf Weiteres nicht stattfinden, so das Land.

19:50 Uhr | Land erhöht Druck auf Kreis Greiz

Der Landkreis Greiz zählt zu den Corona-Brennpunkten. Bis Mittwoch fordert Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) ein Konzept zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Coronavirus. Landrätin Martina Schweinsburg wollte zuletzt in ihrem Kreis an den ab Mittwoch geltenden landesweiten Lockerungen festhalten. Zum Artikel:

19:00 Uhr | Corona-Proteste: Verbreitung vor allem in rechtsextremen Netzwerken

In mehreren Thüringer Städten haben in den vergangenen Tagen hunderte Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Viele der anonymen Protest-Aufrufe werden vor allem in rechtsextremen Netzwerken verbreitet. Zum Beitrag:

18:00 Uhr | Tiefensee fordert "zielgenaues Konjunkturprogramm" vom Bund

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat ein "zielgenaues Konjunkturprogramm" von der Bundesregierung gefordert. Das heißt, dass sich Konjunkturimpulse vor allem auf zukünftige Herausforderungen konzentrieren. Seiner Meinung nach könnten beispielsweise Investitionen in Digitalisierung, Klima- und Umweltschutz sowie Bildung und Gesundheit gezielt gefördert werden. Man müsse jetzt schnelle Anreize für die Wiederbelebung der Wirtschaft setzen.

16:50 Uhr | 21 Todesfälle im Kreis Gotha

Im Kreis Gotha ist die Zahl der Toten mit einer Corona-Infektion auf 21 gestiegen. Das teilte das Landratsamt am Dienstagnachmittag mit. Seit Montag starben demnach drei weitere Menschen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Die Zahl der Infizierten im Kreis Gotha liegt weiter bei 272. 26 Patienten werden noch im Krankenhaus behandelt, 144 gelten wieder als genesen.

16:00 Uhr | Überblick: Der Corona-Fahrplan im Mai/Juni

In Thüringen gilt ab Mittwoch, 13. Mai, eine überarbeitete Eindämmungsverordnung. Diese gilt vorerst bis zum 5. Juni. Dann wollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut abstimmen.

Ab 13. Mai:

  • Einrichtungen werden geöffnet und Angebote sind erlaubt, die nicht sonderlich aufgeführt sind. Beispiel: Eltern-Kind-Kureinrichtungen, Frauen- und Familienzentren, Jugendfreizeitstätten und Meeresaquarien. Hygiene- und Schutzmaßnahmen müssen eingehalten werden.
  • Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen wieder begrenzt gestattet.
  • Sportvereine dürfen wieder öffnen: Das betrifft Trainingsbetrieb im Breiten-, Gesundheits-, Reha- sowie Leistungssport einschließlich der Spezialschulen. Trainingsbetrieb bei Kampf- und Mannschaftssportarten muss kontaktfrei erfolgen. Wettkämpfe und Veranstaltungen mit Zuschauern/Publikum sind nicht gestattet.

Ab 15. Mai:

  • Gastronomie, Hotels und andere touristische Angebote dürfen wieder öffnen.

Ab 18. Mai:

  • Betrieb der Kindergärten startet wieder. Bis 15. Juni gehen sie von der erweiterten Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb über. Details bestimmen die Kommunen.

Ab 1. Juni:

  • Fitnessstudios, Schwimmbäder unter freiem Himmel und Badeseen öffnen wieder. In geschlossenen Räumen sind Vereinsangebote, Sportangebote und Freizeiteinrichtungen wieder erlaubt.

Bis mindestens 5. Juni weiter geschlossen:

  • Hallenbäder, Saunen, Thermen, Kinos, Discotheken und Bordelle. Professioneller Mannschaftssport bleibt untersagt.

15:15 Uhr | Vierter Todesfall in der Wartburgregion

In der Wartburgregion hat es einen vierten Todesfall nach einer Corona-Infektion gegeben. Nach Angaben des Landratsamtes ist ein über 70-jähriger Mann aus dem Wartburgkreis im Klinikum Eisenach verstorben. Außerdem registrierte das Gesundheitsamt seit Montag drei neue Corona-Fälle. Damit stieg die Gesamtzahl auf 74. Im Wartburgkreis wurden bisher 48 Menschen positiv auf das Virus getestet, in Eisenach 26. Als genesen gelten 48.

14:40 Uhr | Weimar: Zwiebelmarkt kleiner - aber länger

Die Stadt Weimar hält am traditionellen Zwiebelmarkt fest. Der Markt wird stattfinden, allerdings in einer sehr abgespeckten Form, teilte Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) Dienstagmittag mit. Man werde sich auf den historischen Kern des Zwiebelmarktes besinnen, sagte Kleine. Vor allem Heldrunger Zwiebelbauern sollten die Chance bekommen, ihre Waren anzubieten. Kleine erwartet 80 bis 90 Zwiebelbauern.

Für sie soll der Zwiebelmarkt 2020 sogar verlängert werden. Es gibt Pläne den Markt bereits Mittwoch, statt wie üblich Freitag, beginnen zu lassen. So könnte man den Besucherstrom etwas entzerren. Auf sonstige Attraktionen wie Riesenrad, Stadtlauf oder den Kinderzwiebelmarkt werde verzichtet. Auch Bühnen wird es nicht geben. Das Verkaufsangebot werde sich auf wenige Waren beschränken.

12.10.2018, Weimar, Thüringen: Zwiebelzöpfe hängen während des 365. Weimarer Zwiebelmarktes an einem Marktstand.
Weimar hält am Zwiebelmarkt auch in der Corona-Zeit fest. Bildrechte: dpa

14:05 Uhr | Zahl der Toten mit Corona-Infektionen steigt auf 126

In Thüringen gibt es zwei weitere Todesfälle mit einer Corona-Infektion. Wie aus der täglichen Übersicht der Landesregierung hervorgeht, stieg die Zahl der Gestorbenen im Kreis Gotha um eins auf 19. Im Wartburgkreis erhöhte sich die Zahl ebenfalls um eins auf jetzt zwei. Thüringenweit gibt es damit 126 Tote, bei denen eine Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen wurde.

14:00 Uhr | Keine Teilnehmerbegrenzung bei Versammlungen

In Thüringen sollen ab Mittwoch Demonstrationen wieder ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl möglich sein. Das sieht eine Verordnung vor, auf die sich das Kabinett geeinigt hat, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Erfurt bekannt gab. Bislang sind wegen der Corona-Pandemie Versammlungen unter freiem Himmel nur mit maximal 50 Teilnehmern erlaubt. In geschlossenen Räumen ist die Zahl auf 30 begrenzt. Weiterhin sollen aber strenge Infektionsschutzregeln gelten.

13:40 Uhr | Mehr Kinder auch in Klassenräumen

In Thüringer Schulen sollen zukünftig mehr als zehn Schüler in einem Raum unterrichtet werden können. Das teilte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) mit. Voraussetzung ist aber, dass die Räume groß genug sind und die Abstände von 1,5 Metern untereinander eingehalten werden können. In den Pausen und Bussen müssen weiterhin Masken getragen werden. Ab dem 2. Juni sollen alle Schüler in Thüringen wieder an einem Präsenzunterricht teilnehmen dürfen. Allerdings, so Holter, wird es bis Ende des Schuljahres keinen regulären Unterricht geben, sondern eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht.

13:30 Uhr | Eingeschränkter Regelbetrieb in Kindergärten ab 18. Mai

In Thüringen können alle Kinder bereits ab dem 18. Mai wieder in den Kindergarten gehen. Wie Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Dienstagmittag mitteilte, hat das Ministerium die Verantwortung darüber den Kommunen und Trägern übertragen. Sie könnten jetzt frei entscheiden, wie schnell Hygienekonzepte umgesetzt und der eingeschränkte Regelbetrieb umgesetzt werden können.

Ähnlich wie bereits in den Schulen werden nicht alle Kinder einer Gruppe wieder zusammen betreut, sondern in einer Art Schichtbetrieb in kleinere Gruppen aufgeteilt. Je nach Größe des Raumes sollen in den Kindergärten auch mehr als zehn KInder in einer Gruppe betreut werden können. Wie Holter sagte, gelte bei den Ein- bis Dreijährigen der Grundsatz sechs Quadratmeter pro Kind, bei den Vier- bis Sechsjährigen vier Quadratmeter pro Kind.

13:20 Uhr | Fitness- und Schwimmbäder ab 1. Juni geöffnet

In Thüringen dürfen ab dem 1. Juni wieder Schwimmbäder, Fitnessstudios und andere Sport- und Freizeiteinrichtungen öffnen. Bis zum 15. Juni bleiben dagegen Diskotheken, Kinos und Bordelle geschlossen.

13:10 Uhr | Bei Nichttragen der Maske droht ab 13. Mai Bußgeld

Wer künftig in Geschäften oder im Nahverkehr keine Maske trägt, muss mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen. Das hat das Thüringer Kabinett beschlossen. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) tritt die Regel am Mittwoch mit einer neuen Verordnung in Kraft. Ausnahmen soll es demnach nur für die Menschen geben, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Die Maskenpflicht gilt bereits seit mehreren Wochen. Bei Verstößen gab es aber bisher kein Bußgeld.

13:00 Uhr | Wunsch der Kommunen: Bei Entscheidungen nicht allein lassen

In Thüringen soll es nach den Willen der Kommunen und Landkreise keinen Flickenteppich bei zukünftigen Lockerungen und Einschränkungen geben. Wie Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in einer Pressekonferenz mitteilte, will man sich stattdessen auf gemeinsame Termine verständigen. So soll den jeweiligen Kreisen, Städten und Gemeinen genügend Zeit geben, Hygienekonzepte umsetzen und auch sanktionieren zu können.

12:52 Uhr | Noten, nur für das, was unterrichtet wurde

In Thüringen soll es zum Schuljahresende Noten nur für den Unterrichtsstoff geben, der auch tatsächlich in der Schule unterrichtet wurde. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" online berichtet, sind die Lehrer laut eines Sprechers des Bildungsministeriums dazu angehalten, die Besonderheit der aktuellen Situation bei der Benotung zu berücksichtigen. Fernunterricht zähle nicht dazu.

Alle Schüler und Schülerinnen sollen zudem in die nächste Klasse versetzt werden. Ausnahmen gibt es bei den 9. und 10. Klassen. Hier können Jugendliche trotzdem sitzen bleiben, da in diesen Jahrgängen "schulabschlussrelevante Entscheidungen" getroffen werden.

12:45 Uhr | Handwerkskammer: Personal fehlt, weil Kinder zuhause betreut werden

Zahlreiche Handwerksbetriebe in Ostthüringen sehen durch die fehlende Kinderbetreuung für ihre Mitarbeiter zunehmend ihre Existenz gefährdet. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Handwerkskammer für Ostthüringen hervor. Demnach fällt in jedem dritten der 300 befragten Handwerksunternehmen Personal aus, da es seine Kinder zu Hause betreuen muss. Der Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen, Klaus Nützel, sagte, die Branche sei bereits schwer getroffen durch geschlossene Betriebe und stornierte Aufträge. Doch auch mit den jetzt begonnenen Lockerungen bleibe weiter das große Problem der fehlenden Kinderbetreuung. Die Landespolitik müsse hier schnellstmöglich gegensteuern, so Nützel.

12:30 Uhr | Gesundheitsministerin informiert über neue Verordnung

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) wird in einer Pressekonferenz über die ab 13. Mai geltende Verordnung in Thüringen informieren. MDR THÜRINGEN überträgt die Konferenz ab 13 Uhr im Livestream:

11:33 Uhr | Corona-Massentest in Sonneberg gestartet

Im Sonneberger Gesundheitscampus ist der angekündigte Corona-Massentest gestartet. Wie ein Sprecher im Landratsamt sagte, wurden bereits bei 180 Beschäftigten am Klinikum Abstriche genommen. Insgesamt sollen rund 600 Mitarbeiter der Arztpraxen, des Dialysezentrums und eines Seniorenheimes auf das Coronavirus getestet werden. In zwei Tagen wird mit den ersten Ergebnissen gerechnet. Der Landkreis Sonneberg ist deutschlandweit ein Brennpunkt in der Corona-Pandemie. Die Infektionsrate liegt bei 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

10:51 Uhr | Erfurt: Abiturienten feiern letzten Schultag

Luftballons und Mundschutz statt Party und "verwüstetes" Schulhaus: Am Erfurter Heinrich-Hertz-Gymnasium haben am Dienstagvormittag 66 Abiturienten ihren letzten Schultag gefeiert und dazu eine Menschenkette mit Mundschutz und Abstand gebildet. Da sie in Corona-Zeiten auf die üblichen Scherze verzichten müssen, hätten sie auf diese Weise ihre Schulzeit beendet, sagte Schulleiterin Bettina Pfeil MDR THÜRINGEN. Dutzende Lufballons mit Wünschen an die Zukunft wurden in den Himmel geschickt.

Abiturienten an einem Gymnasium in Erfurt lassen Luftballons in den Himmel steigen.
Abiturienten in Erfurt lassen Luftballons mit Wünschen für die Zukunft in den Himmel steigen. Bildrechte: MDR/Franziska Grewe

10:25 Uhr | Regelbetrieb in Kindergärten womöglich bereits ab 18. Mai

In Thüringen sollen Kinder bereits ab dem 18. Mai wieder regelmäßig, wenn auch eingeschränkt, in die Kindergarten gehen dürfen. Bildungsminister Helmut Holter (Linke) will heute im Kabinett dafür die Möglichkeit schaffen und die Verantwortung darüber den Landkreisen, kreisfreien Städten und Kommunen übertragen. Heißt konkret: Jede Kommune, jede Stadt kann selbst darüber entscheiden, ab wann der Kindergartenbetrieb auch für Kinder, die keinen Anspruch auf Notbetreuung haben, wieder los geht. Für alle soll der eingeschränkte Regelbetrieb aber bereits ab dem 18. Mai möglich sein. Auch bei der Gruppengröße von zehn Kindern pro Gruppe wollen die Mitglieder des Thüringer Landtags nachjustieren und sich im Kabinett darüber beraten.

09:14 Uhr | Bären aus schlechter Haltung können wegen Coronakrise nicht gerettet werden

Die in Worbis ansässige Stiftung für Bären kann vorerst keine Tiere aus schlechter Haltung retten. Wie Geschäftsführer Bernd Nonnenmacher MDR THÜRINGEN sagte, fällt die Bilanz durch die Corona-Schließung erschreckend aus. Die Verluste wegen fehlender Einnahmen seien enorm. Dank unverzüglicher Sparmaßnahmen und vieler Spender konnten die Folgen eingedämmt werden; das Minus betrage trotzdem rund 120.000 Euro pro Monat. Nach 50 Tagen ohne Einnahmen und laufender Ausgaben für Futter, Tierpfleger und Medikamente sowie weiterer Fixkosten liege der wirtschaftliche Verlust mittlerweile insgesamt weit über 200.000 Euro, so Nonnenmacher.

Das habe gravierende Folgen: Tierärztliche Eingriffe müssen verschoben werden, wichtige Rettungsaktionen können vorerst nicht stattfinden. Auch die Erweiterung des Worbiser Bärenparks musste auf das nächste Jahr verschoben werden. Im Unterschied zu kommunalen Zoos und Tierparks bekomme eine gemeinnützigen Tierschutzeinrichtungen keine staatlichen Zuschüsse, erklärt Nonnenmacher. Er sei daher auf Spenden und auf Eintrittsgelder angewiesen. Die Stiftung für Bären betreibt zwei alternative Bärenparks in Worbis und im Schwarzwald, die schon viele Bären und Wölfe aus schlechter Haltung gerettet haben.

08:38 Uhr | Tafel in Hildburghausen gibt wieder Essen aus

Bei der Tafel in Hildburghausen gibt es seit Montag wieder Lebensmittel. Die Einrichtung war seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie geschlossen und hatte Bedürftige in dieser Zeit per Lieferdienst versorgt. Wie eine Tafelsprecherin sagte, soll es den Service auch weiterhin geben. Dieser sei sehr gut angenommen worden und nur durch viele ehrenamtliche Helfer und zahlreiche Spenden möglich.

08:30 Uhr | In Thüringer Kurorten brechen Gästezahlen weg

Trotz Lockerungen befürchten die Betreiber vieler Kureinrichtungen, dass die Gäste ausbleiben. Denn viele von ihnen gehören in der Corona-Pandemie zu Risikogruppen. Millionen-Einnahmen durch Kurtaxe und Gewerbesteuern gehen den Kurorten verloren.

07:03 Uhr | Essen aus dem Kindergarten für Zuhause

In der Kita "Spatzennest" in Bad Langensalza wird in der kommenden Woche wieder für alle Kinder gekocht. "Wir wollen Eltern entlasten und in Verbindung bleiben", sagt AWO-Sprecherin Katja Glybowskaja MDR THÜRINGEN. Ab Montag können sich die Familien aus ihrer Kita täglich eine warme Mahlzeit holen. Die Testwoche starte auch in Weimar und Jena. Zu den gewohnten Preisen will der AWO-Regionalverband Mitte-West-Thüringen allen Kindern etwas Gutes tun, die zu Hause bleiben müssen.

Neben Elterbriefen und Videobotschaften soll das Kita-Essen ein weiterer Gruß aus dem Kindergarten sein. Das Angebot gelte für alle Kinder. Derzeit sind bei den Awo-Einrichtungen drei von vier Kindern zu Hause.

06:55 Uhr | Hygienespaziergänge in Nord- und Mühlhausen

Mit Spaziergängen ist am Montagabend in Mühlhausen und Nordhausen gegen die Auswirkungen der Corona-Krise protestiert worden. In Mühlhausen hatten sich rund 40 Menschen zu einem "Hygienespaziergang" verabredet, die wortlos je eine Runde durch die Ober- und Unterstadt liefen. Eine Teilnehmerin betonte den "meditativen" Charakter der Aktion. Sie soll an Meinungsfreiheit und Grundrechte in der Corona-Krise erinnern. In Nordhausen waren 30 Menschen bei einem "Anti-Corona-Spaziergang" dabei.

06:45 Uhr | Ticker zum Coronavirus am 12. Mai

Guten Morgen und einen guten Start in den vielerorts sonnigen, aber kalten Dienstag. Auch heute berichten wir wieder über die Entwickungen zum Coronavirus in Thüringen. Alle bisherigen Artikel, wichtige Hotlines und weitere Informationen finden Sie auch auf unser Übersichtsseite und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Der Ticker vom Montag zum Nachlesen

Weitere Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml/

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 12. Mai 2020 | 19:00 Uhr

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