Coronavirus in Thüringen Ticker vom 17. April: Thüringer Geschäfte dürfen ab 24. April öffnen

In Thüringen wurden weitere Lockerungen der Corona-Auflagen beschlossen. Kleinere Läden dürfen ab 24. April wieder öffnen, Versammlungen ab Anfang Mai wieder stattfinden. Die Entwicklungen zum Coronavirus im Ticker.

Im Schaufenster eines Modegeschäft stehen Schaufensterpuppen mit Atemmasken
Schaufensterpuppen mit Atemmasken: In Thüringen dürfen kleinere Läden ab 24. April wieder öffnen. Bildrechte: MDR /Karina Heßland

21:00 Uhr | Ticker-Ende

Wir schließen an dieser Stelle unseren Coronavirus-Ticker für Thüringen, am Sonnabend geht es mit einem neuen Ticker weiter. Hier noch einmal das wichtigste aus dem Freitagsticker:

  • Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern dürfen am 24. April statt am 27. April wieder öffnen
  • Gottesdienste sind ab 3. Mai (bis 30 Personen) und sonstige Versammlungen ab 4. Mai (unter freiem Himmel bis 50 Personen) wieder erlaubt
  • Thüringen stockt sein Bürgschaftsrahmen für die Wirtschaft um fast eine Milliarde Euro auf
  • Jena und der Kreis Nordhausen halten an der Maskenpflicht fest
  • Bildungsminister Holter ist gegen verkürzte Sommerferien in Thüringen

Zum Schluss noch ein paar Tipps fürs Wochenende gegen Langeweile:

20:50 Uhr | Kekulé: Alarmierende Infektionszahl bei Klinik-Beschäftigten

Die Reproduktionsrate liegt nun unter 1,0. Doch Professor Kekulé sagt, man solle diese Zahl nicht wie eine heilige Kuh betrachten. Wichtig sei die Zahl täglicher Neuinfektionen. Sorge mache ihm die hohe Infektions-Zahl in Kliniken. Ausführlich im täglichen Podcast:

20:35 Uhr | Einkaufsservice von Profi-Läufer gut angenommen

Der Einkaufsservice des Bad Langensalzaer Profi-Läufers Marcel Krieghoff kommt in der Stadt offenbar gut an. Bisher habe er etwa 30 Mal Lebensmittel zu älteren und kranken Menschen gebracht, damit sie beim Einkaufen nicht unnötig in Gefahr gebracht werden. Er habe gedacht, dass noch mehr Menschen von seinem Angebot Gebrauch machen, so Krieghoff. Viele Ältere hätten aber ihre Selbstständigkeit nicht aufgeben wollen.

Deshalb seien viele noch selbst einkaufen gegangen, obwohl sie zur Risikogruppe gehören. Die Dankbarkeit sei zu spüren gewesen. Marcel Krieghoff läuft in der Nationalmannschaft der Bergläufer. Wegen der Corona-Krise fallen auch zahlreiche seiner geplanten Wettkämpfe aus. Um sich fit zu halten, erledigte er die Einkäufe in einem städtischen Supermarkt und brachte sie im Laufschritt zu seinen Kunden.

20:25 Uhr | Bunte Steine gegen Trübsinn

An Wegrändern, auf Bürgersteigen oder in kleinen Parks kann man sie finden. Unter dem Hashtag THSteine bemalen gerade Kinder oder Erwachsene Steine. Dabei geht es darum, etwas Buntes in die Welt zu bringen und damit etwas Hoffnung.

20:05 Uhr | Land will ab Mai Antikörpertest-Geräte einsetzen

Für den Nachweis von Corona-Anti-Körpern will das Land Thüringen künftig Test-Geräte einsetzen. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte MDR THÜRINGEN, sie rechne damit, dass der Freistaat im Mai die ersten Geräte erhalte. Bisherige Tests könnten noch nicht mit 100-prozentiger Sicherheit nachweisen, ob ein Mensch immun gegen das Corona-Virus sei. Sie hoffe aber, dass die neuen Geräte hier eine höhere Sicherheit bieten würden.

Laut Werner sollen die Geräte etwa in Pflege- und in medizinischen Einrichtungen eingesetzt werden. Mit Blick auf Veranstaltungen kündigte Werner an, dass die Landesregierung in der nächsten oder übernächsten Woche konkrete Regeln erlassen werde. Laut Werner ist es denkbar, dass Veranstaltungen mit 300 Menschen stattfinden können. Veranstaltungen mit 500 oder 1.000 Menschen würden aber nicht möglich sein. Mehr zum Thema:

19:40 Uhr | Bildungsminister gegen verkürzte Sommerferien

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hat sich gegen verkürzte Sommerferien im Freistaat ausgesprochen. Der Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sei "wenig zielführend", sagte Holter der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. "Wir arbeiten daraufhin, das Schuljahr bis zum 19. Juli zu beenden", so der Minister. Er betonte, dass Lehrer und Schüler bis dahin "Ungewöhnliches" unter "nie dagewesenen Bedingungen" geleistet haben werden. Nach der Erholung in den Ferien sei dann wieder Engagement und ausreichend Zeit nötig, um das nächste Schuljahr vorzubereiten.

19:20 Uhr | Thüringer Helfer zurück in Jena

Zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte sind nach einem zweiwöchigen Aufenthalt in Italien wieder zurück ans Uni-Klinikum nach Jena zurückgekehrt. In Italien haben sie die Ärzte im besonders betroffenen Neapel unterstützt. Zum Video:

18:45 Uhr | Land stockt Bürgschaftsrahmen für Wirtschaft auf

Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise will das Land seinen Bürgschaftsrahmen zur Absicherung von Krediten um 935 Millionen Euro auf knapp 1,4 Milliarden Euro erweitern. Die Vergabe von Krediten an Unternehmen durch Banken wird dadurch erleichtert. Der Landtag muss dem noch zustimmen. Finanzministerin Heike Taubert (SPD) verwies auf die starke Nachfrage von Unternehmen und Banken nach staatlichen Bürgschaften für Kredite.

Zudem schnürt das Land ein finanzielles Hilfspaket von 1,9 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Krise. "Das ist für unseren Freistaat eine enorme Summe", sagte Taubert. Mit dem Geld würden Kindergarten- und Hortbeiträge erstattet, Personal weiter bezahlt; es werde Kommunen, Vereinen und Kultureinrichtungen geholfen sowie die Wirtschaft gestützt. Dabei habe die Finanzierung der medizinischen Versorgung und der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie Priorität, fügte die Ministerin hinzu.

17:25 Uhr | Demos und Gottesdienste ab Anfang Mai erlaubt

Die Landesregierung beschloss am Freitag auch Lockerungen bei Versammlungen und Gottesdiensten. Ab 3. Mai dürfen wieder Gottesdienste stattfinden, ab 4. Mai auch wieder Versammlungen. Alle Lockerungen gelten aber unter Auflagen. In geschlossenen Räumen sind maximal 30 Menschen zugelassen, unter freiem Himmel bis zu 50 Menschen. Es müssen strenge Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden. So soll ein Abstand von mindestens 1,5 Metern gelten.

17:12 Uhr | Läden ab 24. statt 27. April wieder offen

Das Thüringer Kabinett hat weitere Lockerungen der Corona-Auflagen beschlossen. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) dürfen Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche im Freistaat wieder ab dem 24. April öffnen - drei Tage vor dem ursprünglich geplanten 27. April. Tiefensee bezeichnete dies als akzeptablen Kompromiss. In den meisten Bundesländern dürfen Geschäfte schon am 20. April wieder öffnen. Thüringen geht in dieser Frage einen Sonderweg.

17:00 Uhr | Zweiter Todesfall im Kreis Nordhausen

Im Kreis Nordhausen ist eine mit Corona infizierte Patientin gestorben. Wie das Landratsamt am Freitag mitteilte, war die 79-jährige Bewohnerin eines Pflegeheims in Bleicherode am Donnerstag ins Südharz-Klinikum eingeliefert worden, weil sie starke Symptome hatte. Dort sei sie am Freitag gestorben. Die anderen Bewohner des Pflegeheims und die Mitarbeiter würden nun auf das Corona-Virus getestet.

Der Krisenstab und das Gesundheitsamt im Kreis Nordhausen stufen die Lage auch wegen der Todesfälle als deutlich verschärft ein. Da es in den Nachbarkreisen Eichsfeld und Harz viel höhere Fallzahlen gebe, werde zu Vorsicht und unbedingter Kontaktvermeidung geraten.

16:12 Uhr | Erfurter Jugendamt: Gewalt an Kindern nicht gestiegen

Befürchtungen, dass die Gewalt in den Familien in der derzeitigen Lage steigt, sind laut Erfurter Jugendamt bisher nicht eingetreten. Zumindest sind der Behörde nicht mehr Fälle bekannt. Seit der aktuellen Kontaktbeschränkung habe das Jugendamt der Landeshauptstadt acht Kinder und Jugendliche in Obhut genommen, teilte die Stadt am Freitag mit. Sie seien durch ihre Eltern bedroht, misshandelt oder vernachlässigt worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 14 Inobhutnahmen.

Das Jugendamt führt dies auch auf dessen kreative Angebote und die der 93 freien Träger in der Stadt zurück. Alle hätten sehr flexibel, kreativ und schöpferisch auf die Lage reagiert. Weitere Erklärungen könnten laut Erfurter Jugendamt sein, dass die Familien durch die Entschleunigung des Alltags, fehlenden Druck durch Schulnoten oder Termine besser als gedacht miteinander ausgekommen. Ebenso hilfreich sei die Notbetreuung in Schulen und Kitas.

15:48 Uhr | Gericht erlaubt Seelsorger-Besuch in Pflegeheim

Das Amtsgericht Altenburg hat einem evangelischen Theologen den Zugang zu einem Pflegeheim in Jena verschafft. Gegen Androhung einer Strafe von maximal 250.000 Euro haben die Richter den privaten Träger verpflichtet, dem Seelsorger die Besuche bei einer 89-Jährigen zu gewähren. Die schwer Erkrankte hatte sich den Beistand des Theologen ausdrücklich gewünscht. Sie ist seit Mitte März in Palliativ-Behandlung.

Nach der Entscheidung des Gerichts muss dem Theologen der Zugang zu jeder Zeit ermöglicht werden, unter Berücksichtigung des Corona-Schutzes. Das Heim hatte dem Theologen mit Verweis auf die Corona-Schutzauflagen der Stadt Jena bereits seit Anfang April eine Begegnung mit der Frau verwehrt. In Aussicht gestellt wurde ihm lediglich ein Besuchsrecht von maximal sechs bis zehn Stunden für den Sterbeprozess.

14:59 Uhr | Gera bietet Unternehmen Steuer-Stundungen an

Die Stadt Gera bietet Unternehmern Stundungen für die Gewerbesteuer an. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, können Gewerbesteuerpflichtige, die "nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich von der Coronavirus-Krise betroffen sind", Anträge auf zinslose Stundung stellen. Diese werde bis spätestens 31. Dezember 2020 gewährt, heißt es. Ein Antragsformular soll auf der Internetseite der Stadt bereitgestellt werden.

14:25 Uhr | Jena hält an Maskenpflicht fest

Die Stadt Jena will - wie auch Nordhausen - vorläufig am Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Raum festhalten. Das teilte ein Stadtsprecher MDR THÜRINGEN mit. Demnach soll die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske weiterhin in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr, in öffentlichen Gebäuden und an Orten zur Ausgabe von Nahrungsmitteln wie etwa Bratwurstständen gelten. Seit dem 6. April ist in Jena das Tragen von Mundschutzmasken Pflicht.

13:50 Uhr | Lungenfunktion genauer prüfen - im Altenburger Land

Das Klinikum Altenburger Land kann die Lungenfunktion von Patienten künftig genauer prüfen. Wie das Klinikum mitteilte, ersetzt eine rund 40.000 Euro neue Glaskammer ein 15 Jahre altes Gerät. Der sogenannte Bodyplethysmograph helfe Ärzten, auch bei Patienten mit einer hochgradigen Einschränkung der Lungenfunktion genauere Aussagen zum Gas-Austausch zu bekommen, sagte Chefarzt Thomas Blankenburg.

Im Bodyplethysmograph sitzt der Patient in einer gläsernen Kammer, deren Volumen bekannt ist. Über einen Schlauch werden verschiedene Atemtests durchgeführt. Die Atembewegungen des Patienten führen zu Druckveränderungen in der Kammer, die über einen Sensor gemessen werden. Aus den erfassten Werten können die Pneumologen unterschiedliche Lungenerkrankungen erkennen.

13:00 Uhr | Zu Besuch in einer Corona-Teststation in Erfurt

In den kommenden Wochen soll mehr und zielgerichteter auf das Coronavirus getestet werden. Die Kapazität wurde deutschlandweit inzwischen auf 650.000 Tests pro Woche hochgefahren. Deutlich mehr als noch vor ein paar Wochen. MDR THÜRINGEN-Reporterin Stefanie Benke wollte wissen, wie so ein Test abläuft.

12:50 Uhr | Wirbel um geplante Kurzarbeit im Krankenhaus Schleiz

Das Krankenhaus Schleiz will seine Mitarbeiter ohne die Zustimmung des Betriebsrates in Kurzarbeit schicken. Die Klinikleitung soll einen entsprechenden Antrag bei der Arbeitsagentur in Gera eingereicht haben, teilte der Betriebsrat mit. Der Betriebsrat befürchtet, dass die Klinik die Mitarbeiter nur in Kurzarbeit schicken will, um im Zuge der Sanierung Kosten zu sparen. Die Klinikleitung hat sich auf eine Anfrage von MDR THÜRINGEN bislang nicht geäußert.

Das Treffen zwischen Betriebsrat und Klinikleitung war nach Angaben des Betriebsrates am Donnerstag von der Polizei unterbrochen worden. Grund war der mutmaßliche Verstoß gegen das aktuelle Versammlungsverbot. Aus Sicht des Landratsamt Saale-Orla war die Mitarbeiterversammlung im Schleizer Krankenhauses rechtens.

12:35 Uhr | Opel will Produktion in Eisenach wieder aufnehmen

Der Autobauer Opel bereitet die Wiederaufnahme der Produktion im Werk Eisenach vor. Einen genauen Zeitplan gibt es allerdings noch nicht. Eine Betriebsvereinbarung für die drei deutschen Werke soll die Mitarbeiter durch eine Vielzahl von Gesundheits- und Hygienemaßnahmen schützen. So sollen täglich Schutzmasken ausgegeben werden. Markierungen auf dem Boden sollen für den notwendigen Abstand auch in Pausenbereichen sorgen. Der Schichtwechsel soll so gestaltet werden, dass sich die Mitarbeiter nicht direkt begegnen.

12:15 Uhr | Thüringer Kabinett berät neue Corona-Verordnung

Das Thüringer Kabinett beschäftigt sich Freitagnachmittag in einer Schaltkonferenz mit einer neuen Corona-Verordnung. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wann die Geschäfte im Freistaat wieder öffnen dürfen. Der dafür vom Land anvisierte 27. April stößt bei den Einzelhändlern auf Kritik - sie würden gerne früher öffnen.

In der Sitzung wird es auch um die Frage gehen, wie die Schulen wieder schrittweise geöffnet und der Schülerverkehr neu gestartet werden können. Zudem muss das Kabinett festlegen, unter welchen Auflagen Geschäfte, Museen oder Friseursalons in den kommenden Wochen wieder arbeiten können. Die neue Rechtsverordnung soll am Wochenende veröffentlicht werden.

11:40 Uhr | Lehrerverband gegen kürzere Sommerferien

Der Thüringer Lehrerverband lehnt kürzere Sommerferien ab. Der Verbandsvorsitzende Rolf Busch sagte MDR THÜRINGEN, Kinder und Eltern bräuchten eine Zeit des Durchatmens. Der Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, die Sommerferien zu verkürzen, sei verfrüht.

Mit Sorge blickt Busch auf einen geordneten Schulstart nach den verlängerten Osterferien. Er hoffe, dass es den zuständigen Ministerien und der Regierung gelingt, bis Dienstag einheitliche Regeln für den Schulbetrieb zu schaffen. Thüringen hatte festgelegt, dass Abiturienten ab dem 27. April wieder zur Schule gehen können. Die weiteren Jahrgänge sollen bis Anfang Juni folgen.

11:00 Uhr | Kein Krämerbrückenfest - Domstufen-Festspiele unklar

In Erfurt ist das Krämerbrückenfest für dieses Jahr abgesagt worden. Die geforderten Sicherheitsabstände können nach Angaben der Stadt auch in der abgespeckten Variante eines Straßenfestes nicht eingehalten werden. Laut Kulturdezernent Tobias Knoblich werden alle Veranstaltungen geprüft.

Zugleich werden vom Land nähere Vorgaben erwartet, ob die Auflagen für alle Open-Air-Veranstaltungen gelten - etwa für die Domstufen-Festspiele. Das Theater Erfurt überlegt in Abstimmung mit der Stadt, unter welchen Bedingungen die Festspiele stattfinden könnten. Da es sich um ein geschlossenes Areal mit Sitzplätzen handelt, sei etwa der geforderte Abstand zwischen den Besuchern besser zu steuern als beim Krämerbrückenfest, teilte Knoblich mit. Mit einer Entscheidung zu den Domstufenfestspielen rechne er bis Ende Mai.

10:30 Uhr | Mehrere Corona-Fälle auf einer Arbeitsstelle in Erfurt

Der gestrige Anstieg der Corona-Infektionen in Erfurt ist offenbar auf die gleiche Arbeitsstelle zurückzuführen. Nach Angaben der Stadtverwaltung gehören die drei neuen Fälle zum Umfeld von Infizierten, die sich über ihre Arbeitsstelle angesteckt hatten. Laut "Thüringer Allgemeine" sind zehn Personen aus einem Bekanntenkreis infiziert - fünf von ihnen sind Kollegen.

Insgesamt sind 120 Infektionen in Erfurt bestätigt. 91 Personen gelten als genesen. Nach wie vor werden fünf Patienten im Krankenhaus behandelt. Knapp 980 Erfurter sind in häuslicher Quarantäne.

10:00 Uhr | Mehr als 1.680 bestätigte Corona-Fälle in Thüringen

In Thüringen ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Toten auf 50 gestiegen. Im Kreis Nordhausen starb am Donnerstag ein Patient, im Kreis Greiz zwei Patienten, die mit dem Virus infiziert waren. Insgesamt liegt die Zahl der registrierten Corona-Fälle in Thüringen derzeit bei 1.683.

Nach den Angaben der Kommunen gelten 692 zuvor Infizierte wieder als gesund. Da es keine Meldepflicht gibt, schätzt die Landesregierung diese Zahl sogar auf 1.080. In den Thüringer Krankenhäusern werden 267 Corona-Patienten behandelt. 48 davon müssen nach Angaben der Landesregierung intensiv behandelt werden.

09:45 Uhr | "Party.San"-Festival abgesagt - Planung für 2021 läuft

Das "Party.San Metal Open Air" im Unstrut-Hainich-Kreis ist für dieses Jahr abgesagt. "Wir unterstützen natürlich die Entscheidung von Bund und Ländern zum Schutz von Besuchern und Mitarbeitern auf Festivals voll und ganz", teilten die Veranstalter aus Weimar mit. Über einen Termin für 2021 und über Fragen zu bereits gekauften Tickets wollen sie in den kommenden Tagen informieren.

Das "Party.San" gilt als eines der größten Musikfestivals für extreme Metal-Spielarten in Europa. In den vergangenen Jahren reisten stets 8.000 bis 10.000 Besucher aus dem In- und Ausland zum Flugplatz Obermehler-Schlotheim. Bis 2010 wurde das Festival in Tiefengruben bei Bad Berka gefeiert.

08:50 Uhr | Angebot im Nahverkehr wird weiter ausgedünnt

Die Fahrgastzahlen im Thüringer Regionalverkehr sind stark eingebrochen - bis zu 90 Prozent. Dabei hatte der Bahnverkehr zum Jahresbeginn einen Lauf. Doch dann kam die Corona-Pandemie.

08:30 Uhr | Was wird erlaubt, was bleibt verboten? - Ein Überblick

In den kommenden Wochen sollen die Corona-Schutzmaßnahmen in Thüringen schrittweise gelockert werden - in einigen Bereichen. Um Hygieneauflagen zu erfüllen, muss einiges vorbereitet werden. Und manches bleibt weiterhin untersagt. In diesem Zeitplan finden Sie die wichtigsten Änderungen.

07:55 Uhr | Nach Absage: Sting kommt nächstes Jahr nach Erfurt

Für das aufgrund der Corona-Pandemie abgesagte Konzert von Sting in der Erfurter Messehalle gibt es einen neuen Termin. Wie der Veranstalter mitteilte, soll das Konzert genau ein Jahr nach dem ursprünglich geplanten Termin nachgeholt werden: am 16. Juni 2021. Die Tickets bleiben gültig. Das in Erfurt geplante Konzert von Stings "My Songs"-Tour war zum Zeitpunkt der Absage ausverkauft.

07:30 Uhr | Erfurter Flughafen wird zum Airbus-Parkplatz

Der Flughafen Erfurt-Weimar soll in der Corona-Krise zum Parkplatz für fabrikneue Airbus-Flugzeuge werden. Wie der Flughafen auf seiner Facebook-Seite mitteilte, benötigt der Flugzeughersteller Stellflächen für neu produzierte Flugzeuge. Das erste Flugzeug vom Typ A321 Neo sei am Donnerstagnachmittag gelandet.

In den nächsten Wochen sollen bis zu 16 neue Maschinen in Erfurt geparkt und gewartet werden - da es im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder an Platz mangelt. Aufgrund der Corona-Krise starten und landen in Erfurt derzeit keine Passagierflüge. Geschäftsführer Uwe Kotzan sagte MDR THÜRINGEN, in diesem Jahr gehe er nur noch von etwa 70.000 Passagieren aus, 130.000 weniger als geplant.

07:15 Uhr | Maskenpflicht in Nordhausen bleibt vorerst bestehen

Im Landkreis Nordhausen bleibt die Maskenpflicht vorerst noch eine Woche bestehen. Eine Kreissprecherin sagte, der Kreis erarbeite dafür eine neue Allgemeinverfügung. Die Pflicht war ursprünglich bis Ende dieser Woche vorgesehen. Die neue Verfügung soll sich an den Vorgaben des Landes orientieren. Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte angekündigt, ab dem 27. April landesweit Masken empfehlen zu wollen, sie aber nicht zur Pflicht zu machen. Im Kreis Nordhausen und in Jena muss ein einfacher Mund-Nasen-Schutz etwa im Bus und in Geschäften getragen werden.

07:05 Uhr | Überlegung: Rotationsunterricht in Schulen

Die Schulen in Thüringen müssen sich nach Angaben von Bildungsminister Helmut Holter (Linke) auf Schicht - und Rotationsunterricht einstellen. Holter sagt im Interview mit MDR THÜRINGEN, es sei klar, dass es in den Klassen weniger Schüler geben muss. Wie viele Schüler konkret gemeinsam unterrichtet werden sollen, sagte er nicht. Holter kündigte für kommenden Dienstag konkrete Vorgaben für die Schulen an.

Dabei werde es auch um Schutzausrüstung gehen. "Wir werden auch über Risikogruppe reden müssen", sagte Holter. "Wer dann im Unterricht sein darf und wer nicht - das sind alles Fragen, die über das Wochenende entschieden werden. Vor Lehrerinnen und Lehrern, vor uns allen, stehen große Herausforderungen, die wir bisher nicht gekannt haben."

06:55 Uhr | Thüringer Corona-Ticker am Freitag

Guten Morgen - und einen schönen Start in den sonnigen Freitag! Auch heute berichten wir über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus und Covid-19 in Thüringen. Antworten auf wichtige Fragen finden Sie auch hier und in unserem Corona-Ratgeber.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/mm/sar

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 17. April 2020 | 19:00 Uhr

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