07.05.2020 Corona-Ticker: Kindergärten bleiben bis Anfang Juni weitgehend geschlossen

In Thüringen gehen die Kindergärten erst ab 2. Juni langsam in den Regelbetrieb über. Kommunen fordern mehr Soforthilfe vom Land. Mehr zur Corona-Krise im Ticker.

Blick in einen leeren Kindergarten in der Region Hannover.
Leerer Kindergarten (Symbolfoto) Bildrechte: dpa

So ging es weiter | Der Corona-Ticker vom Freitag

21:30 Uhr | Ticker-Ende

Wir schließen den Ticker für heute. Ab 13. Mai treten in Thüringen einige Corona-Lockerungen in Kraft. Was ist dann erlaubt? Was bleibt verboten? Den Überblick finden Sie hier:

21:15 Uhr | Innenminister Maier äußert sich zu Protest-Spaziergängern

Mit Protest-Spaziergängen protestieren gegenwärtig Menschen gegen die Corona-Regeln der Politik. Sie überschreiten dabei oft die Teilnehmer-Obergrenze von 50 Personen, die gegenwärtig für öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel gilt. So äußert sich Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) dazu:

20:30 Uhr | Verwirrung um Tiefensee-Aussage zu Gastronomie-Öffnungen

Die Gastronomie in Thüringen soll ab dem 15. Mai wieder Gäste empfangen dürfen. Noch am Donnerstagmorgen hatte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) MDR THÜRINGEN gesagt, dass Gaststätten, Kneipen und Hotels auch schon früher öffnen dürfen, falls die Kommunen das erlauben. Grundlage ist die neue Entscheidungsfreiheit, die das Land den Kommunen im Zuge der neuesten Lockerungen einräumt. Hören Sie hier das entsprechende Interview mit Wirtschaftsminister Tiefensee (ab Minute 4:20). Wenn Kommunen den Gaststätten und Hotels erlaubten "morgen schon zu öffnen", dann sei das in Ordnung, sagte Tiefensse.

Am Nachmittag ruderte das Wirtschaftsministerium dann zurück. Auf Twitter hieß es: "Um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen: Weitere Voraussetzung dafür ist der neue Erlass", den das Gesundheitsministerium erst noch veröffentlichen werde. Am Nachmittag teilte die Landesregierung mit, dass der Erlass am 13. Mai in Kraft treten werde. Erst dann dürften Gaststätten und Hotels öffnen, wenn die Kommunen grünes Licht geben.

Die Städte Erfurt und Jena kritisierten das Vorgehen und die Informationspolitik des Landes: Es gebe keine rechtliche Grundlage, auf der die Stadt Jena von der bislang angeordneten Schließung abweichen dürfte, hieß es von dort.

Vielmehr sei die Stadt "als Ordnungsbehörde weiter an die gültige Rechtslage gebunden, die nach dem Bußgeldkatalog des Freistaats bei einem Verstoß gegen die verordnete Schließung der gastronomischen Einrichtung ein Bußgeld von 4.000 Euro vorsieht". Und weiter: "Für den Jenaer Krisenstab ist es völlig unverständlich, warum durch irreführende Informationen des Landes hier Unsicherheit geschürt wird."

19:20 Uhr | Erfurt und Jena kritisieren Corona-Beschluss

Der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) hat den Corona-Beschluss der Thüringer Landesregierung vom Mittwoch kritisiert. Bausewein sagte, die komplette Verantwortung werde damit auf die Kommunen heruntergedrückt. Kreise und kreisfreie Städte müssten beispielsweise entscheiden, wann und unter welchen Bedingungen Sportbetriebe wieder öffnen könnten. Für Cafés, Restaurants und Hotels gebe das Land nur den 15. Mai als Termin vor. Ein Rahmen mit Vorgaben dafür fehle aber, so Bausewein. Außerdem seien die Verordnungen des Landes bisher immer sehr spät gekommen.

Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche mit Mundschutz
Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche Bildrechte: MDR/Anke Preller

Ähnlich äußerte sich der Jenaer Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP). Er sprach von einer "fast vollständigen Rücknahme klarer und verlässlicher Regeln für ganz Thüringen". Die Landesregierung dürfe nicht dem öffentlichen Ruf nach Lockerungen nur dadurch nachkommen, dass man diese Verantwortung fast vollständig auf die Landkreise und Gemeinden abwälze. Außerdem kritisierte er die Informationspolitik des Landes. Bisher gebe es keine rechtliche Grundlage, Gastronomiebetriebe schon jetzt wieder zu öffnen. Das sei erst nach dem entsprechenden Erlass des Landes möglich.

Die Landesregierung erklärte am Donnerstagnachmittag, dass der entsprechende Erlass am 13. Mai in Kraft trete.

18:20 Uhr | Thüringer Kommunen: 50 Millionen Euro Soforthilfe reichen nicht

Wegen Corona fehlen den Gemeinden, Städten und Landkreisen nach eigener Schätzung Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe. Das zugesagte Hilfspaket des Landes stellt sie nicht zufrieden. Den geschätzten Ausfällen von 500 bis 900 Millionen Euro steht eine veranschlagte Soforthilfe von 50 Millionen gegenüber. Die Kommunen fordern mehr Soforthilfen statt Kredite.

Am Freitag wird das Hilfspaket im Landtag behandelt. Erstmals seit vielen Jahren tagt das Parlament nicht im Landtagsgebäude in Erfurt. Um die Abstandsregeln für die 90 Abgeordneten einhalten zu können, wurde für die Plenarsitzung ein großer Konferenzsaal in der Multifunktionsarena in Erfurt gemietet.

17:10 Uhr | Kindergärten bleiben bis Anfang Juni geschlossen

In Thüringen sollen die Kindergärten erst Anfang Juni wieder öffnen. Wie die Landesregierung am Donnerstagnachmittag mitteilte, bleiben die Einrichtungen aufgrund der geltenden Eindämmungsverordnung weiter bis zum 2. Juni geschlossen. Es werde zunächst lediglich eine Notbetreuung im bisherigen Umfang angeboten.

Ab 18. Mai dürfen auch alle Vorschulkinder und ihre Geschwister in die Notbetreuung aufgenommen werden - auch wenn die Eltern nicht zum Kreis der Berechtigten gehören. Ab 2. Juni soll dann der schrittweise Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb erfolgen - unter Hygienebedingungen wie einer Gruppengröße von maximal zehn Kindern.

Ab 16. Juni will das Land jedem Kind die Teilnahme am eingeschränkten Regelbetrieb ermöglichen. Laut der Landesregierung bleibt der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung solange eingeschränkt, wie Eindämmungsverordnungen gelten. Einzelheiten will das Thüringer Bildungsministerium noch am Donnerstag bekanntgeben.

16:20 Uhr | Massentest im Kreis Greiz: 47 Infektionen festgestellt

Im Landkreis Greiz steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Verhältnis zur Einwohnerzahl deutschlandweit am stärksten. Nun wurden 855 Bewohner und Beschäftigte von Pflege- und Seniorenheimen auf das Virus getestet. Ergebnis: 47 Infektionen wurden festgestellt. Eine Quarantäne für den gesamten Landkreis werde es nicht geben, sagte Landrätin Martina Schweinsburg. Dafür aber wöchentliche Tests in größerem Umfang.

15:55 Uhr | Schmalkalden: Hotels können Hygiene-Paket an Touristen verteilen

Hotels und Pensionen in Thüringen dürfen ab Mitte Mai wieder Besucher empfangen. Schmalkalden hat sich etwas ausgedacht: Die Häuser können mit einem von der Stadt vergebenen Hygienesiegel werben. Die Gäste bekommen ein sogenanntes Clean-Paket - bestehend aus Einweghandschuhen, Desinfektionsmittel und Willkommens-Schreiben mit den wichtigsten Corona-Regeln.

15:15 Uhr | Polizei will Corona-Spaziergang mit Bußgeld ahnden

In Bad Salzungen haben sich am Mittwochabend knapp 200 Menschen zu einem Protest-Spaziergang getroffen. Nach Angaben von Teilnehmern ging es dabei um die Anti-Corona-Regeln der Regierungen. Sie hatten sich zuvor in sozialen Netzwerken verabredet.

Die Polizei war mit rund 20 Beamten vor Ort und forderte die Teilnehmer auf, die Versammlung auf dem Markt aufzulösen. Dennoch zogen die Demonstranten gemeinsam eine Runde um den Burgsee. Die Polizei schritt nicht ein. Der Einsatzleiter sagte, dass die Teilnehmer gefilmt wurden und anschließend Bußgeldbescheide zugestellt bekommen. Zum Video:

14:10 Uhr | In diese Bundesländer darf gereist werden

Darf ich meine Eltern zum Muttertag in Sachsen besuchen? Können wir über Pfingsten an der Ostsee Urlaub machen? Weil jedes Bundesland andere Regeln hat, ist es schwer, den Überblick zu behalten. Wir zeigen, welche Regeln wo gelten.

14:00 Uhr | Kulturarena Jena fällt aus

Die diesjährige Kulturarena Jena ist offiziell abgesagt worden. Sie findet damit erstmals in ihrer 29-jährigen Geschichte nicht statt, wie der Veranstalter JenaKultur am Donnerstag mitteilte. So gebe es zum einen das generelle Verbot von Großveranstaltungen, aber auch bei kleineren Events ließen sich Abstandsregeln kaum einhalten. Zudem machten die Reisebeschränkungen für ausländische Künstler sowie die Quarantäne-Vorgaben große Sommerfestivals unmöglich. Betroffen von der Kulturarena-Absage sind auch die Arena-Ouvertüre sowie die Theater- und Film-Arena. Bereits gekaufte Tickets können ab Ende Mai in der Tourist-Information zurückgegeben werden.

13:45 Uhr | Corona-Lage in Erfurt, Heiligenstadt und Meiningen stabil

Die Corona-Lage in Erfurt bleibt stabil. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist seit Mittwoch ein weiterer Mann positiv auf das Virus getestet worden. Er habe einen Nebenwohnsitz in Berlin. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten in Erfurt auf 135. Von ihnen sind 129 wieder genesen. Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gab es drei Neuinfektionen. Damit steigt laut Landratsamt die Gesamtzahl auf 106. Zwei bisher Infizierte gelten als geheilt. Damit sind 69 Patienten wieder genesen. Im Eichsfeld sind noch 33 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In den vergangenen 24 Stunden seien acht weitere Patienten wieder gesund geworden, teilte das Landratsamt mit. Damit steigt die Gesamtzahl der Genesenen auf 101. In dem Landkreis hatten sich bisher 138 Menschen mit dem Virus infiziert.

13:30 Uhr | GEW: Bedingungen für Kindergarten-Regelbetrieb zügig klären

Ein Kind isst ein warmes Essen in der Kita
Die Landkreise und Städte sollen dafür sorgen, dass in Kindergärten wieder der reguläre Betrieb anläuft. Bildrechte: imago/biky

Die Thüringer Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, die Bedingungen für einen Regelbetrieb in den Kindergärten rasch zu klären. "Ich hoffe, dass die Einrichtungen zügig wissen, wie die Hygienepläne aussehen und wie groß die Gruppen sein sollen, damit sie sich darauf vorbereiten können", sagte die GEW-Landesvorsitzende Kathrin Vitzthum am Donnerstag in Erfurt. Bei den Schulen seien diese Informationen vom Land zu kurzfristig gekommen. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf einen Vier-Stufen-Plan zur Öffnung von Kindergärten geeinigt. In Thüringen sind die ersten beiden Stufen teilweise bereits umgesetzt. Die dritte Stufe sieht vor, dass jedes Thüringer Kind in einem flexiblen Modell wieder einen Kindergarten besuchen kann. Zuständig für die Umsetzung sind die Kommunen.

13:10 Uhr | Diffuse Protestbewegung in Thüringen

Deutschlandweit formiert sich unter dem Namen "Widerstand2020" eine Protestbewegung. Sie mobilisiert Kritiker der Einschränkungen, die zum Schutz vor dem Coronavirus verordnet wurden. Aufrufe zu Demonstrationen verbreiten sich in sozialen Netzwerken. Die Corona-Krise sei zwar der Auslöser für die Gründung der Bewegung, aber ihre Ziele reichten weiter, wie Politikwissenschaftler sagen.

12:55 Uhr | Kommunen reagieren skeptisch auf Thüringer Corona-Taktik

Die Thüringer Kommunen haben mit Skepsis auf die vom Land beschlossenen Corona-Lockerungen reagiert. Ralf Rusch vom Gemeinde- und Städtebund sagte, es sei zwar grundsätzlich gut, den Kommunen mehr Freiheiten zu geben, wenn Bädern, Kinos oder Fitnessstudios geöffnet werden sollen. Wie genau das geregelt werden solle, sei aber noch unklar.

Rusch warnte zudem vor einem Flickenteppich - etwa wenn eine Kommune ihr Freibad geschlossen hält und fünf Kilometer weiter gebadet werden darf. Gemeinden und Kreise sollten sich abzustimmen. Rusch forderte außerdem mehr Geld: Die Landesregierung dürfe Kommunen in Corona-Krise nicht allein lassen.

12:40 Uhr | Kfz-Hauptuntersuchung später möglich

Thüringer Fahrzeughalter haben wegen der Corona-Krise mehr Zeit, ihre Tüv-Plakette zu verlängern. Das Infrastrukturministerium teilte mit, dass die Hauptuntersuchung innerhalb von vier Monaten nachgeholt werden kann. Bislang betrug die Frist nach Ablauf der Tüv-Plakette zwei Monate. Das Ministerium reagiert damit auf die besonderen Herausforderungen durch die Corona-Krise. Allerdings gilt die Regel nur, wenn es wegen der Corona-Krise bei den Werkstätten und Prüfstellen an Personal beziehungsweise Terminen mangelt.

12:00 Uhr | Zwei Klinikärzte in Sonneberg infiziert

Zwei Ärzte des Klinikums Sonneberg haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie Regiomed-Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke mitteilte, gibt es zudem bei einem weiteren Arzt den Verdacht einer Ansteckung. Die Ärzte arbeiten demnach auf der Gefäßchirurgie-Station und sind derzeit in häuslicher Quarantäne. Alle anderen Stationsmitarbeiter sind laut Schmidtke ohne Krankheitszeichen. Die Labor-Ergebnisse der am Montag angekündigten Abstrichaktion bei 150 Ärzten, Schwestern, Pflegern und Reinigungsmitarbeitern liegen noch nicht vor. Sie werden im Laufe des Donnerstags erwartet. Im Klinikum Sonneberg werden derzeit 18 Corona-Patienten behandelt.

11:40 Uhr | Politiker fordern: Sport in geschlossenen Räumen bald wieder möglich machen

Tausenden Freizeitsportlern in Thüringen juckt es in den Fingern - und in den Füßen: endlich wieder trainieren! Sportarten an der frischen Luft wie Leichtathletik, Tennis, Golf und Reiten sind unter Hygieneauflagen schon möglich. Sportpolitiker fordern nun die Öffnung von Sporthallen, Freibädern und geschlossenen Trainingsräumen ab Ende Mai.

11:00 Uhr | Kommunen dürfen Restaurants und Hotels früher öffnen

Gastronomen aus Thüringen stehen vor der Staatskanzlei in Erfurt neben leeren Stühlen
Mit Aktionen wie den "Leeren Stühlen" hatten Betreiber von Restaurants und Hotels bundesweit gegen die wochenlangen Schließungen in der Corona-Krise protestiert. Bildrechte: MDR/Ludwig Kendzia

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen dürfen selbst entscheiden, ob sie Gaststätten und Hotels schon vor dem 15. Mai öffnen. Das sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) MDR THÜRINGEN. Der 15. Mai war der vom Land vorgegebene Termin. Voraussetzung für einen früheren Neustart sei aber, dass die erarbeiteten Hygienekonzepte umgesetzt werden. So müssen zum Beispiel die Tische mit einem Abstand von 1,50 Metern aufgestellt werden. Es gebe keine Einschränkung bezüglich der Besucher- und Tischzahlen in Gasträumen, wenn die Abstände eingehalten würden, so Tiefensee. Auch Hotels dürften mit voller Zimmerkapazität öffnen.

10:15 Uhr | Warum hat Greiz so viele Coronavirus-Fälle?

Im Landkreis Greiz steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Verhältnis zur Einwohnerzahl deutschlandweit am stärksten. Er soll allerdings nicht unter Quarantäne gestellt werden, wie Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Mittwoch sagte. Quarantäne bei Bedarf für einzelne Einrichtungen - so lautet der Plan. Voraussetzung dafür ist laut Gesundheitsministerium, dass das Infektionsgeschehen eingrenzbar ist. Das Ministerium kündigte außerdem an, dass im Landkreis Greiz die Zahl der Corona-Tests ausgeweitet wird. Am Donnerstag werden die Ergebnisse des Corona-Massentests vom vergangenen Wochenende erwartet. 855 Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen waren auf das Virus getestet worden.

09:50 Uhr | Bald wieder Besuche in Gefängnissen möglich

In den Thüringer Gefängnissen werden die Corona-Bestimmungen ab der kommenden Woche wieder gelockert. Spätestens Ende Mai sollen Besuche möglich sein, wie das Justizministerium am Donnerstag informierte. Noch in dieser Woche ende der letzte vorsorgliche Quarantänefall. Angesichts der Infektionsgefahr hatten die Gefängnisse die Hygiene- und Abstandsregeln deutlich verschärft - und den Besucherverkehr grundsätzlich verboten. Auch Ausgänge wurden nur noch in notwendigen Fällen genehmigt. Ersatzfreiheitsstrafen und Strafantritte wurden verschoben.

08:50 Uhr | Mehr Kinder gehen wieder zur Schule

Für bestimmte Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf hat der Schulunterricht am Donnerstag wieder begonnen. Familien, wo zum Beispiel Internetanschluss und Ausstattung für digitale Bildungsangebote fehlen, sollen so stärker unterstützt werden. Die Schüler besuchen auf Einladung wieder den Unterricht. Ab der kommenden Wochen gehen dann die Viertklässler wieder zur Schule, danach folgen die anderen Grundschüler. Unterrichtet wird mit Wechselmodellen, da sich nur höchstens zehn Kinder in einem Raum aufhalten dürfen. Masken sind auf den Fluren und in den Pausen Pflicht. Eine Hortbetreuung ist bisher nicht vorgesehen - Ausnahme bilden die Kinder in der Notbetreuung.

08:30 Uhr | Meeresaquarium bittet um Hilfe

Das Meeresaquarium in Zella-Mehlis hat einen Spendenaufruf gestartet. Die wirtschaftliche Situation sei besorgniserregend, teilten die Betreiber mit. Seit Mitte März ist die Anlage wegen der Corona-Krise geschlossen. Die Einnahmen seien komplett weggefallen, die Kosten für Strom, Wasser und das Futter für die Tiere liefen aber weiter, heißt es auf der Onlineseite. Wann das Meeresaquarium wieder öffnen darf, ist noch unklar. Die Anlage gehört zu den größten Touristenattraktionen in Südthüringen.

Der Osten, entdecke wo du lebst Meeresaquarium Zella-Mehlis: Unter Haien im Thüringer Wald

Das Meeresaquarium in Zella-Mehlis ist das persönliche Lebenswerk von Anke und Maik Landeck und das Ergebnis einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. 60 Aquarien warten täglich auf staunende Besucher.

Ein Gebäude von außen
Das Meeresaquarium in Zella-Mehlis Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Ein Gebäude von außen
Das Meeresaquarium in Zella-Mehlis Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Haifischwelt im Thüringer Wald
Anke und Maik Landeck, die Gründer und Betreiber des Meeresaquariums Zella-Mehlis. Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Haifischwelt im Thüringer Wald
Sandtigerhai im Eine-Million-Liter-Becken Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Fische im Aquarium
Farbenreiche Korallenwelt im Meeresaquarium Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Ein kleiner Aligator
Immer auf der Lauer - ein Brillenkaiman Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Ein Feuerfisch im Aquarium
Giftig und wunderschön - der Rotfeuerfisch Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Ein Krokodil wird mit einem Fisch gefüttert.
Fütterung in der Krokodilanlage Bildrechte: MDR/Klaus Gralow
Fische im Aquarium
Das Piranha-Becken Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Haifischwelt im Thüringer Wald
Tierarztbesuch in Meeresaquarium - Dr. Dieter Göbel bei der Behandlung von Schildkröten Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Zwei Männer halten unter einem Handtuch ein Krokodil fest
Maik Landeck und Sohn Marcel fangen einen Kaiman für eine medizinische Untersuchung. Bildrechte: MDR/Klaus Gralow
Männer fangen ein Krokodil
Sonografie im Krokodilhaus - Tierarzt Dr. Göbel untersucht einen Kaiman Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Haifischwelt im Thüringer Wald
Dr. Falk Dathe vom Berliner Tierpark war ein wertvoller Ratgeber in den Gründungsjahren des Meeresaquariums in Zella-Mehlis. Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
Der Osten 19.02.2019 Haifischwelt
Sängerin Karin Roth besucht das Meeresaquarium in Zella-Mehlis. In dem ehemaligen Kulturhaus wurde früher der "Oberhofer Bauernmarkt" aufgezeichnet. Bildrechte: MDR/Rolf Sakulowski
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Der Osten - Entdecke, wo Du lebst | 21. April 2020 | 21:00 Uhr

08:00 Uhr | Jena baut Extra-Sandkästen auf

Sandkasten
Die Stadt Jena zeigt Herz: Für die Kleinsten werden in der Corona-Krise neue Sandkästen aufgebaut, um Gedränge zu vermeiden. Bildrechte: IMAGO

Die Stadt Jena will Gedränge auf den Spielplätzen vermeiden - und baut kurzfristig 13 neue Sandkästen. Bis Freitag sollen die meisten der vier mal vier Meter messenden Anlagen fertig sein, wie die Stadt auf ihrer Internetseite informiert. Das Holz dafür soll aus dem Jenaer Forst kommen. Wo genau die neuen Sandkästen errichtet werden, soll noch in dieser Woche bekannt gegeben werden. Die vorhandenen Spielplätze werden den Angaben zufolge sehr rege genutzt. Das liege daran, dass viele andere öffentliche Angebote noch nicht verfügbar sind.

07:40 Uhr | Bezahlen in Bussen im Weimarer Land wieder möglich

In den Bussen im Weimarer Land können die Fahrgäste ab sofort direkt beim Fahrer bezahlen. Auch der Einstieg ist wieder vorne möglich, wie die Personenverkehrsgesellschaft (PVG) auf ihrer Internetseite mitteilte. Die Lockerungen der Corona-Beschränkungen machten das möglich. In den vergangenen Wochen war der vordere Busbereich für Fahrgäste abgesperrt, Fahrscheine mussten schon vor dem Einsteigen gekauft werden.

07:15 Uhr | Politiker: Land soll Kommunen mit Verantwortung nicht allein lassen

Die Entscheidung der Thüringer Landesregierung, den Kommunen viel Verantwortung bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen zu geben, hat Skepsis ausgelöst. Wichtig sei, dass das Land weiterhin verbindliche Rahmenbedingungen setze, sagte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Mario Voigt. Ähnlich äußerte sich die Vize-Landesvorsitzende der SPD, Diana Lehmann: Das Land könne die Kommunen mit diesen Entscheidungen nicht allein lassen. Ein Flickenteppich von Corona-Regeln sei nicht zielführend bei der Eindämmung des Virus. CDU-Politiker Voigt hält mehr Verantwortung für die Kommunen grundsätzlich für richtig. Aber: "Das Land muss klare Regeln aufstellen." Viele der bisherigen Erlasse und Verordnungen müssten nachgebessert werden - als Beispiel nannte er die zur Kinderbetreuung.

07:00 Uhr | Ticker zum Coronavirus am 7. Mai

Guten Morgen! In diesem Ticker berichten wir über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus, Covid-19, Maßnahmen und Folgen in Thüringen. Alle Artikel, Hotlines und Informationen seitens des Robert Koch-Instituts finden Sie auch auf unser Übersichtsseite und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Der Ticker vom Mittwoch zum Nachlesen

Alle Entwicklungen des vergangenen Tages können Sie im Corona-Ticker vom Mittwoch nachlesen.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/uka/sar

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 07. Mai 2020 | 19:00 Uhr

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