Coronavirus in Thüringen Ticker vom 15. April: Abiturjahrgänge sollen laut Ramelow ab 27. April in die Schule

Thüringens Ministerpräsident Ramelow hat eine Lockerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus angekündigt. Zunächst sollen Abiturjahrgänge ab Ende April wieder in die Schule. Alle Entwicklungen in Thüringen im Ticker.

Bodo Ramelow sitzt an einem Tisch.
Bildrechte: MDR THÜRINGEN

Corona in Thüringen: So ging es am 16. April weiter

21:30 Uhr | Ticker-Ende

Wir beenden diesen Ticker und wünschen Ihnen eine gute Nacht.

21:10 Uhr | Erster Todesfall im Saale-Holzland-Kreis

Im Saale-Holzland-Kreis gibt es den ersten Todesfall einer Corona-infizierten Patientin. Wie das Landratsamt am Mittwochabend mitteilte, starb eine 81-Jährige, die mit schweren Vorerkrankungen in einer Klinik behandelt wurde. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Kreis hat sich seit Tagen nicht verändert. Seit Freitag liegt sie bei 50. 102 Menschen befinden sich derzeit in Quarantäne. Für 726 weitere endete die Quarantänezeit bereits.

20:50 Uhr | Vier Infizierte in JVA Untermaßfeld

In der Justizvollzugsanstalt Untermaßfeld (Kreis Schmalkalden-Meiningen) sind die ersten Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Wie das Thüringer Justizministerium am Mittwoch mitteilte, fielen vier Tests positiv aus, davon bei drei Inhaftierten und einem Mitarbeiter. Weitere Testergebnisse stehen noch aus. Außerdem war ein externer Anstaltsarzt positiv getestet worden. Die infizierten Personen sind derzeit auf der Isolierstation der JVA untergebracht. Sie können an den üblichen Tätigkeiten innerhalb des Gefängnisses nicht teilnehmen. Die Anstaltsleitung hat zudem eine Mundschutzpflicht für alle Bediensteten des inneren Anstaltsbereiches erlassen.

20:42 Uhr | Soforthilfe auch für gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen

Gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen in Thüringen können jetzt auch Soforthilfe erhalten. Wie die Staatskanzlei mitteilte, hat die Landesregierung eine entsprechende Richtlinie erlassen. Von dem Programm sollen Träger aus den Bereichen Jugend, Soziales, Kunst und Kultur, Bildung, Sport und Medien profitieren. Sie waren von der Soforthilfe von Bund und Land bisher nicht erfasst. Wer durch die Corona-Krise in eine existenzgefährdende Wirtschaftslage gekommen sei, könne die Hilfe beantragen, hieß es weiter. Die Förderung wird demnach als Zuschuss einmalig pro Unternehmen gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden. Sie ist nach Zahl der Beschäftigten, Minijobber und Azubis gestaffelt. Sie liegt zwischen 9.000 Euro für Einrichtungen mit bis fünf Mitarbeitern und 30.000 Euro bis zu 50 Mitarbeitern. Die Anträge können ab sofort bis zum 31. Mai gestellt werden.

18:50 Uhr | Ramelow: Wiedereinstieg in Schulbetrieb ab 27. April vorbereiten

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat einen langsamen Wiedereinstieg in den Schulbetrieb in Thüringen angekündigt. Außerdem soll es in den nächsten Wochen weitere Lockerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus geben - alle aber unter der Bedingung, dass Schutzregeln gegen die Verbreitung des Virus eingehalten werden. Hier die wichtigsten Ankündigungen im Überblick:

  • Ab 27. April sollen die Abiturklassen wieder in die Schulen geholt werden, damit diese sich auf die Abiturprüfungen vorbereiten können.
  • Ab 4. Mai sollen zudem alle Klassen den Unterricht wieder aufnehmen können, die Prüfungen für die mittlere Reife oder besondere Leistungsfeststellungen absolvieren müssen.
  • Bis zum 2. Juni soll wieder der Schulbetrieb für alle Schülerinnen und Schüler vorbereitet werden.
  • Mit Kirchen und Religionsgemeinschaften sollen Gespräche über die Wiederaufnahme von Gottesdiensten geführt werden.
  • Es soll ein Regelwerk aufgestellt werden, das Versammlungen und Demonstrationen ermöglicht, um das Grundrecht der Versammlungsfreiheit wieder gewährleisten zu können.
  • Ab 27. April sollen Läden mit Verkaufsräumen bis 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Maßgabe unter anderem: Es dürfen nur soviele Kunden gleichzeitig im Geschäft sein, dass ein Schnitt von 1 Kunde je 20 qm Verkaufsfläche erreicht wird.
  • Empfehlung der Ministerpräsidenten an alle Menschen, im öffentlichen Raum, insbesondere im Einzelhandel und im ÖPNV, Mundschutz zu tragen
  • Ab Ende Mai sollen die Weichen dafür gestellt werden, dass Zoos, Botanische Gärten, Archive und Museen wieder öffnen können.
  • Ab 4. Mai sollen Frisörläden wieder öffnen dürfen. Maßgaben: Mitarbeiter und Kunden müssen Mundschutz tragen.
  • Bis 31. August wird es deutschlandweit weiterhin keine Großveranstaltungen geben.

16:57 Uhr | Bad Langensalza: Hufeland-Klinik plant keine Kurzarbeit

Mit Urlaub und Abbau von Überstunden soll an der Hufeland-Klinik in Bad Langensalza Kurzarbeit vermieden werden. Darauf haben sich die Klinik-Gesellschafter am Mittwoch mit der Geschäftsführung verständigt. In derzeit nicht ausgelasteten Bereichen sollten wenn nötig auch Minusstunden aufgebaut werden, heißt es in einer Erklärung der Gesellschafterversammlung. Insbesondere solle sichergestellt werden, dass Mitarbeiter fit bleiben und bei Bedarf wieder in ausreichender Anzahl ihren Dienst tun können. Derzeit sei das Krankenhaus voll arbeitsfähig. Alle Notfälle und dringende Fälle könnten behandelt werden. Schutzausrüstung sei ausreichend vorhanden. Corona-Patienten würden in streng abgetrennten Bereichen versorgt.

16:55 Uhr | Vierter Todesfall im Landkreis Gotha

Die Zahl der Todesfälle von Corona-Infizierten im Kreis Gotha hat sich auf vier erhöht. Das teilte das Landratsamt am Mittwochnachmittag mit. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg seit Dienstag um zwölf auch 92. Elf Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden, 25 gelten als genesen.

16:10 Uhr | Zwei weitere Todesfälle in Pflegeheim in Ettersburg

In einem vom Coronavirus betroffenen Pflegeheim in Ettersburg sind zwei weitere Bewohner gestorben. Nach Angaben des Landratsamts Weimarer Land starb ein mit dem Virus infizierter Patient im Krankenhaus und ein weiterer in dem Pflegeheim. Anfang April war bereits ein Bewohner im Pflegeheim gestorben. Damit gibt es im Weimarer Land drei Todesfälle von mit Corona infizierten Menschen. Die Zahl der Corona-Fälle im Kreis hat sich seit Dienstag nicht verändert. 59 Infektionen wurden bisher bestätigt, davon gelten 18 als überstanden. Sieben Infizierte, darunter fünf aus dem Ettersburger Heim, werden in Krankenhäusern behandelt.

16:01 Uhr | Staatskanzlei: Lockerung von Maßnahmen wäre nicht sogleich umsetzbar

14:45 Uhr | Infektiologe: Masken ersetzen nicht den Abstand

Gegen Covid-19 sei es besser, eine Maske zu tragen als keine, sagt der Infektiologe Mathias Pletz von der Uniklinik Jena. Doch er warnt: Falsch getragene Masken könnten das Risiko einer Infektion sogar erhöhen.

14:35 Uhr | Angehende Ärzte in Thüringen legen Prüfungen ab

52 angehende Ärzte in Thüringen legen ab Mittwoch in der Weimarhalle trotz Corona-Krise ihr Zweites Staatsexamen ab. Wie eine Sprecherin mitteilte, gibt es dafür besondere Auflagen. Entsprechende Hygiene-Regeln wurden mit der Stadt abgestimmt. So stehen unter anderem die Stühle zwei mal zweieinhalb Meter voneinander entfernt. Das Bundesgesundheitsministerium hatte angesichts der Corona-Pandemie eine Verordnung erlassen, nach der die Länder selbst bestimmen können, ob sie das Zweite Staatsexamen um ein Jahr auf April 2021 verschieben oder nicht.

13:50 Uhr | Zahl der Todesfälle in Thüringen steigt auf 43

In Thüringen ist die Zahl der Toten mit Coronavirus-Bezug auf 43 gestiegen. Im Unstrut-Hainich-Kreis verstarb am Mittwoch der erste Corona-Patient: Nach Informationen des Landratsamtes handelt es sich um einen 70-Jährigen aus Bad Langensalza, der im Krankenhaus starb. Drei weitere Todesfälle mit nachgewiesener Corona-Infektion gab es im Saale-Orla-Kreis. Offenbar handelt es sich um Bewohner eines Altenheims in Triptis. Nach Angaben des Landratsamtes verstarben die Betroffenen bereits über Ostern. Zudem wurden am Mittwoch Verstorbene aus Erfurt, Suhl und Gera gemeldet, bei denen das Virus festgestellt worden war.

13:45 Uhr | Bund will Öffnung mancher Geschäfte ermöglichen

Der Bund will die Öffnung von Geschäften bis zu einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder ermöglichen. Das sieht eine Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten vor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch Thüringen plädiert für eine Lockerung der aktuell geltenden Maßnahmen im Einzelhandel - unter Auflagen.

Ein Zettel klebt an einer Tür
An zahlreichen Geschäften weisen Schilder auf die Ladenschließungen hin. Bildrechte: MDR/Jan Schmieg

13:25 Uhr | 76 Millionen Euro Soforthilfe in Thüringen bewilligt

Die Thüringer Aufbaubank hat bisher rund 76 Millionen Euro Soforthilfe für Unternehmen bewilligt. Bis Dienstag seien 10.600 Anträge positiv entschieden worden, teilte eine Sprecherin mit. Insgesamt seien bis dahin über 33.000 Anträge eingegangen und 16.500 bearbeitet worden. 1.000 Anträge wurden der Sprecherin zufolge endgültig abgelehnt.

13:05 Uhr | Zwischenprüfungen im Thüringer Handwerk entfallen

Die Zwischenprüfungen für Auszubildende im Thüringer Handwerk entfallen ersatzlos. Darauf haben sich die Handwerkskammern im Freistaat aufgrund der aktuellen Corona-Situation verständigt. Die Prüfungen seien unter derzeitigen Voraussetzungen und Auflagen nicht möglich, teilte die Handwerkskammer Südthüringen mit. Betroffen seien die Zwischenprüfungen, die bis einschließlich 24. April geplant waren und damit die Zwischenprüfungen aller Abschluss- und Gesellenprüfungen. Die "Teil-1-Prüfungen" sollen nachgeholt werden.

12:20 Uhr | Suhl meldet zweiten Corona-Todesfall

In der Stadt Suhl gibt es einen zweiten Corona-Todesfall. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, ist der Patient auf der Intensivstation an der Corona-Erkrankung gestorben. Der Mann galt als Risikopatient. Insgesamt gibt es derzeit elf Corona-Fälle in der Stadt Suhl.

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12:05 Uhr | Corona-Regeln: Thüringen plädiert für Lockerungen

Die Thüringer Landesregierung will in der heutigen Schaltkonferenz von Bund und Ländern eine Lockerung der Corona-Auflagen vorschlagen. Das geht aus einem Positionspapier der Staatskanzlei hervor, das MDR THÜRINGEN vorliegt. Demnach plädiert der Freistaat dafür, etwa für Gaststätten, Einzelhandel und Dienstleister wie Friseurläden eine Öffnung unter Auflagen zu prüfen und zu erlauben.

11:40 Uhr | Grippewelle beendet: Acht Todesfälle in Thüringen

Die diesjährige Grippewelle gilt laut Robert-Koch-Institut als beendet. In Thüringen ist die Zahl der neuen Influenza-Infektionen auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Grippesaison, die jährlich im Oktober beginnt und Mitte Mai endet. Das Thüringer Gesundheitsministerium bestätigte zuletzt 31 Fälle in der ersten Aprilwoche. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit Mitte März kontinuierlich gesunken.

Das Ministerium vermutet einen Zusammenhang mit geschlossenen Kindergärten und Schulen: Es sind hauptsächlich Kinder zwischen einem und neun Jahren, die an Influenza erkranken. Insgesamt wurden in Thüringen seit Oktober 9.400 Influenza Fälle gemeldet, 7.500 konnten im Labor bestätigt werden. Die hohe Zahl der bestätigten Fälle wird auch mit dem Corona-Virus in Verbindung gebracht. Demnach suchten mehr Menschen aus Angst vor einer Covid-19-Infektion Arztpraxen auf. Acht Thüringer starben in dieser Saison an Influenza.

11:35 Uhr | Klinikbeschäftigte fordern mehr Geld

Klinikbeschäftigte aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben einen gemeinsamen Forderungskatalog an Gesundheitsminister Jens Spahn gesendet. In einem offenen Brief fordern die Gewerkschafter unter anderem, die Quarantäne auch für infizierte Klinikmitarbeiter gelten zu lassen. Neben ausreichend Schutzmaterial für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen verlangen sie eine steuerfreie Zulage von 500 Euro im Monat. Mit Blick auf die Zukunft plädieren die Arbeitnehmervertreter unter anderem für gesetzlich verbindliche, bedarfsgerechte Personalschlüssel. Unterzeichnet haben den Brief an Spahn und die Ländergesundheitsminister unter anderem Mitarbeiter von Kliniken in Jena, Mühlhausen, Weimar, Bad Berka, Schmalkalden und Waltershausen.

11:20 Uhr | Dehoga fürchtet um Existenz von Thüringer Gaststätten

Für Restaurants, Gaststätten und Hotels in Thüringen ist die Schließung ihrer Betriebe wirtschaftlich wohl nicht mehr lange tragbar. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hofft auf eine klare Ansage, wie es weitergehen soll - und schlägt Möglichkeiten vor.

11:10 Uhr | Jeder Zweite für Lockerung der Corona-Maßnahmen

Eine große Mehrheit der mehr als 15.500 Befragten in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt erkennt die Wirksamkeit der teils drastischen Corona-Maßnahmen an - wie Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen. Dennoch ist fast jeder Zweite dafür, dass sich die Politik für Lockerungen entscheidet. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage des MDR-Meinungsbarometers "mdrFRAGT".

10:23 Uhr | Gutschein-Aktion für Gastronomen in Bad Liebenstein

Bad Liebenstein will die Gastronomen in der Corona-Krise mit einer Gutschein-Aktion unterstützen. Nach Gesprächen mit den Betroffenen schlägt Bürgermeister Michael Brodführer (CDU) vor, dafür bis zu 100.000 Euro bereitzustellen. Für diese Summe soll die Stadt den Gaststätten und Cafés Gutscheine abkaufen und über die Tourist-Information weiterverkaufen. Das sei nachhaltiger, so Brodführer, weil die Unternehmen jetzt sofort Geld bekämen - und Bürger oder Firmen die Gutscheine später erwerben könnten. Im Gegenzug wollen die Gastwirte auf den Gutscheinwert einen Bonus von 20 Prozent geben. Der Finanzausschuss des Stadtrats entscheidet am 23. April über die Pläne.

10:04 Uhr | Nordhausen hinter der Schutzmaske

Jena hat Anfang April als erste Stadt in Deutschland eine Maskenpflicht eingeführt. Nun gilt diese auch im Landkreis Nordhausen. Dort gibt es bislang nur geringe Fallzahlen – mithilfe der Schutzmasken soll das so bleiben. Die Meinungen dazu gehen auseinander.

09:39 Uhr | Bewerbungsphase an Hochschule Nordhausen beginnt

Trotz Coronakrise können sich Studieninteressierte in Nordhausen für das nächste Semester einschreiben. Eine Hochschulsprecherin teilte mit, dass die Bewerbungsphase für alle Studiengänge ohne Numerus Clausus diesen Mittwoch startet. Dazu gehören zum Beispiel Maschinenbau, Informatik, BWL und Sozialmanagement. Viele Schüler würden wegen der Krise ihre Abiturprüfungen zwar später als gewöhnlich ablegen. Wer bereits über einen Abschluss verfügt, solle aber schon jetzt die Möglichkeit haben, sich zu bewerben, heißt es von der Hochschule.

08:42 Uhr | Corona-Maßnahmen: Ramelow heute im Livestream

Wann und in welchem Umfang sollen und können die Einschränkungen in der Corona-Krise wieder gelockert werden? Auch über dieser Frage wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder Mittwochnachmittag sprechen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will sich anschließend zu den Inhalten des Gesprächs äußern: Ab etwa 18 Uhr im Livestream bei MDR THÜRINGEN.

Bodo Ramelow neben der Flagge Thüringens
Ministerpräsident Bodo Ramelow hat vor dem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Erwartung geäußert, dass der Einzelhandel unter Vorgaben schrittweise wieder öffnen könnte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

08:15 Uhr | Personalnot im Hopfen-Garten

In Stobra bei Apolda wird zwar Hopfen geerntet, doch auch hier hinterlässt die Corona-Krise ihre Spuren. Derzeit stellen sich viele Fragen zu Ernte und Gastarbeit. Klaus Wagner vom Thüringer Bauernverband gibt Antworten.

07:28 Uhr | Künstliche Intelligenz in Jena erkennt Covid-19

Das Universitätsklinikum Jena setzt beim Verdacht auf Covid-19 auf künstliche Intelligenz (KI). Sie könne in Sekundenschnelle automatisch verdächtige Areale in Computertomographie-Bildern erkennen und so die radiologische Diagnostik unterstützen, sagte Felix Gütter vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Die Künstliche Intelligenz wird in der Notaufnahme eingesetzt, um Risiken schneller einschätzen zu können. Für die Radiologen sei es eine Herausforderung, anhand von CT-Bildern eine Covid-19-Lungenentzündung von einer klassischen Lungenentzündung zu unterscheiden. Die KI wurde darauf trainiert, Krankheitszeichen in den CT-Bildern zu erkennen. Eigenen Angaben zufolge ist das Universitätsklinikum Jena das erste Krankenhaus in Deutschland, das dieses Verfahren einsetzt.

07:13 Uhr | Wirtschaftsverbände für allmähliche Lockerung

Die Wirtschaftsverbände in Thüringen fordern eine allmähliche Lockerung der Corona-Auflagen. Ute Zacharias vom Verband der Wirtschaft sagte, es sei sinnvoll, über ein Ausstiegsszenario nachzudenken. Entscheidend sei, wie sich die Zahl der Corona-Infektionen entwickle. Die Gesundheit der Menschen habe Priorität, doch die Wirtschaft müsse im Blick behalten werden. Wenn es einen Ausstieg geben sollte, dann müssten die Bundesländer dafür einen abgestimmten Fahrplan vorlegen.

Auch die IHK Erfurt fordert Strategien, wie die Wirtschaft wieder anfahren kann. Laut Kammer-Präsident Dieter Bauhaus drohen massenhaft Insolvenzen, wenn die strengen Regeln über den 20. April hinaus anhalten. Ähnliche Warnungen kommen vom Hotel- und Gaststättenverband und von den Einzelhändlern. Mittwochnachmittag wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen Krise beraten.

07:00 | Erster Corona-Todesfall in Gera

In Gera ist der erste Todesfall mit Corona-Bezug gemeldet worden. Wie die Stadt Gera MDR THÜRINGEN mitteilte, handelt es sich dabei um einen 86-jährigen Mann. Er wurde im SRH Wald-Klinikum behandelt. Insgesamt stieg die Zahl der Infizierten bis zum Dienstagabend auf 68 Personen. (Anmerkung der Redaktion: Zunächst hieß es, eine 86-jährige Frau sei verstorben.)

06:55 Uhr | Bedrohte Idylle: Jugendherbergen ohne Gäste

In Thüringen gibt es insgesamt 21 Jugendherbergen - und alle Herbergseltern vermissen ihre Gäste, die Häuser stehen leer, das Geld wird knapp.

06:50 Uhr | Thüringer Corona-Ticker am Mittwoch

Guten Morgen! Auch heute berichten wir über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus und Covid-19 in Thüringen. Antworten auf wichtige Fragen finden Sie hier und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Liveticker vom Dienstag zum Nachlesen

  • Landesregierung will 970 Mio. Euro für Corona-Hilfen bereitstellen
  • Weitere Todesfälle nach Coronavirus-Infektionen in Thüringen
  • Leopoldina-Vorschlag zur langsamen Wiederaufnahme von Schulunterricht stößt auf geteiltes Echo
  • Nordhausens OB findet Maskenpflicht im Landkreis übertrieben

Mehr Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 15. April 2020 | 19:00 Uhr

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