Corona in Thüringen Ticker vom 28. Mai: Drei Regionen in Thüringen Corona-frei

Bestimmte Maßnahmen sollten landesweit gelten, fordern die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte. Auch Bäckereien spüren die Folgen der Pandemie. Die Bahn fährt ab Pfingsten im Nahverkehr wieder regulär. Alle Entwicklungen zum Coronavirus in Thüringen im Ticker.

Blick über Jena im Saaletal
In Jena gibt es derzeit keine gemeldeten Corona-Infektionen mehr. Bildrechte: dpa

So ging es weiter | Corona-Ticker vom 29. Mai

Die weiteren Entwicklungen rund um das Coronavirus und Covid-19 in Thüringen können Sie im Ticker vom Freitag, dem 29. Mai, nachverfolgen.

21:30 Uhr | Ticker-Ende

Mit einem Überblick über die heutigen Corona-Entwicklungen in Thüringen verabschieden wir uns für heute und wünschen einen schönen Abend. Am morgigen Freitag halten wir Sie im Ticker wieder auf dem Laufenden.

  • Auch Jena ist neben den Kreisen Sömmerda und Weimarer Land Corona-frei
  • 20 Neuinfektionen wurden Donnerstag in Thüringen gemeldet
  • 603 Patienten sind noch aktiv infiziert, sieben mehr als am Mittwoch, aber 83 weniger als vor zwei Wochen
  • Bisher starben 161 Thüringer, die positiv auf das Virus getestet wurden
  • Die kreisfreien Städte fordern einheitliche Corona-Maßnahmen
  • Immer mehr Thüringer gehen wieder zum Arzt
  • Auch Bäckereien spüren die Folgen der Corona-Pandemie

21.00 Uhr | Wie meistern Kinder die Corona-Krise?

Laut Kanzlerin Angela Merkel steht Deutschland immer noch am Anfang der Pandemie. Wie sieht es der Virologe Professor Alexander Kekulé? Außerdem ist im Podcast ein Kita-Leiter zu Gast und beantwortet die Frage: Wie meistern die Kinder die Krise?

20:20 Uhr | Keine neuen Infektionen in Hildburghausen

Im Regiomed-Krankenhaus in Hildburghausen sind fast alle Mitarbeiter auf das Corona-Virus getestet worden. Nach Angaben des Landratsamts wurden von den 456 Beschäftigten bereits 411 getestet. Bisher seien keine weiteren Fälle nachgewiesen worden.

Damit bleibt es vorerst bei sieben infizierten Mitarbeitern. Insgesamt liegt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Landkreis Hildburghausen bei 42. Die Erkrankung überstanden haben bereits 27 Patienten.

19:40 Uhr | Das Thüringer Gastgewerbe in der Coronakrise

Hotels und Pensionen leiden stark unter der Pandemie: Sie verzeichneten im ersten Quartal einen Umsatzrückgang um gut 26 Prozent. Bei Restaurants lag das Minus bei zehn Prozent. Und das, obwohl im Monat März nur der Beginn der Corona-Krise in der Statistik zu Buche schlägt.

19:05 Uhr | Wie weit fliegen Tröpfchen aus Trompeten?

Die Musiker der Thüringen Philharmonie Gotha/Eisenach möchten gern wieder Konzerte spielen. Wissenschaftler der Bauhaus Universität Weimar untersuchen derzeit, wie weit Tröpfchen aus Flöten, Oboen und Trompeten fliegen.

18:25 Uhr | Jena ist frei von Corona-Infektionen

Auch die Stadt Jena ist frei von Corona-Infektionen. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, wurde der letzte Patient nach einem negativen Test aus der Quarantäne entlassen.

Krisenstabsleiter Benjamin Koppe sprach von einer richtigen Strategie: Die Stadt hatte vergleichsweise früh strenge Regeln beschlossen, nachdem es im März einen starken Anstieg der Fallzahlen gab. So galt in Jena bereits ab dem 6. April die Maskenpflicht in Geschäften, Bussen und Bahnen. Koppe mahnte, weiterhin vorsichtig zu sein, um keine zweite Welle zu riskieren.

In Thüringen gibt es außerdem in den Kreisen Sömmerda und Weimarer Land keine aktuellen Corona-Infektionen mehr.

17:30 Uhr | Angst vor dem Personennahverkehr

Zwar fahren Busse und Bahnen in Thüringen wieder, doch die Coronakrise hat den Verkehrsunternehmen stark zugesetzt. Mehr als 20 Prozent der Thüringer nutzen den öffentlichen Nahverkehr nicht mehr - aus Angst, sich anzustecken.

16:45 Uhr | Weitere Neuinfektionen im Kreis Sonneberg

Im Kreis Sonneberg steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter an. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, wurden drei neue Fälle bestätigt. Insgesamt wurden damit 225 Menschen im Kreis positiv auf das Virus getestet. Bei 108 Patienten ist das Virus noch aktiv, 103 sind wieder genesen. Im Kreis Sonneberg sind bislang 14 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

16:15 Uhr | Kreisfreie Städte fordern einheitliche Corona-Regeln

Die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte Thüringens fordern in der Corona-Krise einheitliche Mindest-Verhaltensregeln vom Land. Es sei richtig, auf lokale Besonderheiten einzeln einzugehen und die Grundrechte nicht länger und weiter als nötig zu beschränken, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Bestimmte Regeln müssten aber landesweit verbindlich gelten.

Die Stadtoberhäupter verweisen auf Hygiene-Grundregeln, Abstands-Regeln, Schutzmaskenpflicht, Kontaktnachverfolgung und ausreichende Testkapazitäten. Sie warnen die Landesregierung außerdem vor einem Sonderweg bei den Kontaktbeschränkungen. Es sei besser, vorbeugend aktiv zu bleiben, anstatt im Nachhinein auf neue Hotspots zu reagieren.

Die Mitteilung ist unterschrieben von den Oberbürgermeistern Andreas Bausewein (Erfurt, SPD), Katja Wolf (Eisenach, Linke), Peter Kleine (Weimar, parteilos), André Knapp (Suhl, CDU), Thomas Nitzsche (Jena, FDP) und Julian Vonarb (Gera, parteilos).

15:23 Uhr | Wie arbeitet der Wissenschaftliche Beirat?

Wer regiert, muss am Ende auch entscheiden. Um möglichst jeden Aspekt einer politischen Entscheidung zu berücksichtigen, werden Politiker vom Wissenschaftlichen Beirat beraten. Wie der arbeitet, erklärt unser Redakteur.

14:52 Uhr | Auch Bäckereien haben mit Corona-Krise zu kämpfen

Die Corona-Krise macht auch den Thüringer Bäckereien schwer zu schaffen. Mit der Großbäckerei Sternenbäck ist ein weiteres Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage geraten und hat eine so genannte Schutzschirm-Insolvenz beantragen. Zuvor hatte bereits die Erfurter Traditionsbäckerei Rüger Insolvenz anmelden müssen. Die Probleme bei Sternenbäck sind keine Überraschung, sagt Lutz Koscielsky. Nach Angaben des Innungsobermeisters des Thüringer Bäckerhandwerks sind zuletzt mit Siebrecht oder Frischback auch andere Großbäckerbetriebe in Schwierigkeiten geraten. Unter anderem auch, weil die Kunden genauer zwischen Industrie- und Handwerksbäckern unterscheiden würden.

Laut Koscielsky hat zudem die Corona-Krise dem gesamten Handwerk schwer zugesetzt. Geschlossene Cafés hätten zu großen Umsatzverlusten geführt. Der Abverkauf von Brot und Brötchen an der Theke hat nach Einschätzung der Innung dagegen sogar zugenommen. Koscielsky erwartet bei den familiengeführten Bäckereien in Thüringen keine Pleiteserie. Die Insolvenz von Rüger in Erfurt sei eher eine Ausnahme.

14:25 Uhr | Messe "Grüne Tage" in Erfurt abgesagt

Die größte Thüringer Landwirtschaftsmesse "Grüne Tage Thüringen" ist abgesagt worden. Das teilte die Messe Erfurt am Donnerstag mit. Die "Grünen Tage" sollten vom 18. bis 20. September 2020 in Erfurt stattfinden. Sie gelten als zentraler Schauplatz für die Thüringer Land- und Ernährungswirtschaft und lockt im Zwei-Jahres-Rhythmus Tausende Fachbesucher und Interessierte. Bei den "Grünen Tagen" 2018 hatten sich gut 300 Aussteller auf einer Fläche von 46.000 Quadratmetern präsentiert. Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt, sagte, man habe über Wochen mit dem Ministerium beraten. Am Ende sei die Entscheidung einstimmig gefallen.

14:15 Uhr | Gastronom in Stadtroda will auf Schadensersatz klagen

Der Einzelhandel, Friseure, Tattoostudios, Gastronomen – sie alle haben viel Geld verloren. Ein Gastronom aus Stadtroda will das nicht einfach so hinnehmen.

13:14 Uhr | Suche nach Handwerkernachwuchs schwierig

In Ostthüringen hat die Coronakrise die Suche nach Nachwuchs für Handwerksberufe weiter verschärft. Laut einem Sprecher der Handwerkskammer Ostthüringen wurden bisher nur 200 Ausbildungsverträge für das neue Ausbildungsjahr ab August unterzeichnet. Das sei im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 25 Prozent. Eine Ursache dafür sind aus Sicht der Handwerkskammer die Kontaktbeschränkungen. Deshalb hätten Bewerbungsgespräche häufig nicht stattgefunden.

Außerdem habe die Krise die Betriebe und die Bewerber verunsichert. Zurzeit gibt es laut Kammer für das neue Lehrjahr noch rund 300 freie Ausbildungsplätze im Handwerk. Gesucht würden Lehrlinge in allen Bereichen. Um den Bedarf an Fachkräften zu sichern, würden pro Ausbildungsjahr rund 1.000 Lehrlinge gebraucht. Vor allem Handwerksbetriebe auf dem Land wären sonst von der Schließung bedroht. Um Nachwuchs auch in der Coronakrise zu gewinnen, hat die Kammer eine digitale Elternsprechstunde per Chat und Videotelefonie gestartet.

12:25 Uhr | Infektionszentrum in Sömmerda schließt

Landrat Harald Henning hat den Kreistag Sömmerda am Mittwoch umfassend über die Corona-Situation im Landkreis informiert. Da es seit drei Wochen keine neuen Fälle gibt, wird Ende der Woche das Infektionszentrum im Bürgerhaus "Bertha von Suttner" geschlossen. Außerdem wird der "Corona-Krankentransportwagen (KTW)" eingestellt. Der war wegen des erhöhten Desinfektionsaufwands extra für Verdachtsfälle bereitgestellt worden.

Wieviel von den monatlichen Kosten von 11.800 Euro die Krankenkassen übernehmen, ist noch nicht klar. Schulen und Kitas sind in den vergangenen Tagen umfassend beraten und mit Schutzausrüstung ausgestattet worden. Wegen der Corona-Verordnung hatte der Kreistag am Mittwochabend in der Unstrut-Halle getagt. Im Kreis Sömmerda gibt es seit 18. Mai keinen aktiven Corona-Fall mehr. Insgesamt waren 38 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, ein Infizierter war gestorben.

Stühle stehen in einer Turnhalle nebeneinander.
Der Kreistag von Sömmerda tagte am Mittwoch in der Unstrut-Halle. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

12:20 Uhr | Suhl: Grundschulkind positiv auf Corona getestet

In einer Suhler Grundschule ist ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Oberbürgermeister André Knapp (CDU) am Donnerstag sagte, hat das Gesundheitsamt bereits alle Kontaktpersonen identifiziert. Darunter sind 17 Kinder, zwei Erzieherinnen und eine Lehrerin. Sie sollen noch am Donnerstag getestet werden. Dem Mädchen geht es laut Knapp gut, es ist in häuslicher Quarantäne. Es war in der Notbetreuung. Wo es sich angesteckt hat, ist unklar. Insgesamt gibt es in Suhl bislang 19 nachgewiesene Coronainfektionen. Zwölf Patienten haben die Erkrankung überstanden und sind wieder gesund.

11:50 Uhr | Corona-Krise sorgte für Umbruch im Gastgewerbe

Die Corona-Krise hat das Thüringer Gastgewerbe innerhalb weniger Tage wirtschaftlich abstürzen lassen. Im März sank der Umsatz in Hotels und Pensionen sowie Restaurants und Kneipen real um 51,5 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Der Rückgang fiel dramatisch aus, obwohl die Einschränkungen in der Gastronomie erst in der zweiten Märzhälfte zum Tragen kamen, sagte der Präsident des Landesamtes, Holger Poppenhäger.

Der Einbruch im April werde damit noch deutlicher erwartet. Das Landesamt legte erstmals eine Datenauswertung zur Corona-Krise vor, der weitere folgen sollen. Insgesamt verbuchte Thüringens Gastgewerbe, das Arbeitgeber für einige zehntausend Menschen ist, im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 16,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Davon waren Hoteliers noch stärker betroffen als Gastronomen.

Eine junge Frau serviert im Restaurant Kaffee
In Thüringen dürfen seit Mitte Mai wieder Restaurants, Bars und Kneipen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Bildrechte: dpa

11:40 Uhr | Arztpraxen füllen sich wieder

Immer mehr Thüringer suchen wieder Arztpraxen auf. Wie der Vorsitzende des Thüringer Hausärzteverbandes Ulf Zitterbart sagte, hat seit der zweiten Aprilhälfte die Patientenzahl deutlich zugenommen. Mit einem Normalbetrieb rechnet Zitterbart dennoch erst in drei bis vier Wochen. Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus hatte in Praxen Ende März und Anfang April oft gähnende Leere geherrscht. Dennoch sind geschlossenen Praxen und Kurzarbeit die Ausnahme geblieben, wie der Thüringer Hausärzteverband und die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen bestätigten. So konnten nach Angaben von Zitterbart etwa Patienten mit chronischen oder akuten Beschwerden weiter behandelt werden. Ausgefallen sind demnach vor allem Routinekontrollen.

11:10 Uhr | Regulärer Bahn-Fahrplan im Nahverkehr ab Pfingsten

Ab dem Pfingstwochenende fährt die Deutsche Bahn ihr Angebot im Thüringer Nahverkehr wieder auf das volle Angebot hoch. Ab 2. Juni gelte der reguläre Fahrplan, teile das Unternehmen mit. Mehr Kapazität schaffe Platz für Abstand und sicheres Reisen. Zusätzlich will die Bahn mehr Personal einsetzen und Züge wie auch Bahnhöfe häufiger reinigen. Dabei werte vor allem Wert gelegt auf sogenannte Kontaktflächen wie Türgriffe und Haltestangen. Kunden sollten Fahrkarten möglichst online kaufen, diese könnten in den Zügen dann kontaktlos kontrolliert werden.

9:30 Uhr | Frankische Landräte appellieren an Thüringer Regierung

Landräte aus Nordbayern und Südthüringen haben sich mit einem Schreiben an den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) und die rot-rot-grüne Landesregierung gewandt. Anlass sind die Pläne, die Corona-Beschränkungen teilweise aufzuheben. Das halten die Unterzeichner für "fatal", es werde ein "trügerisches Zeichen" ausgesendet. In der Region pendelten alleine aus beruflichen Gründen täglich Tausende Menschen über die Kreis- beziehungsweise Landesgrenzen.

Man freue sich zwar über das Zusammenwachsen Frankens, stehe aber auch in der Verantwortung, die Menschen zu schützen, heißt es. Die Unterzeichner befürchten, dass das Infektionsgeschehen deutlich ansteigen könnte. Unterschrieben wurde der Brief von den Landräten der Landkreise Coburg, Lichtenfels, Kronach, Sonneberg und Hildburghausen, den (Ober-)Bürgermeistern der Städte Coburg, Neustadt bei Coburg und Sonneberg sowie vom Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetages.

8:30 Uhr | Thüringer Amateur-Fußball verlängert Saison

Die Saison im Thüringer Amateur-Fußball wird verlängert. Das entschied der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) am Mittwochabend auf einem Treffen in der Sportschule Bad Blankenburg. Der Verband hält damit an seiner Entscheidung von Anfang Mai fest, den Spielbetrieb im Männer- und im Nachwuchsbereich und bei den Frauen ab September fortzusetzen. Die Saison soll jetzt bis zum Frühjahr 2021 verlängert werden. Der Vorschlag, sie abzubrechen, wurde abgelehnt. Auch ein Antrag, einen außerordentlichen Verbandstag einzuberufen, fand keine Mehrheit. Das Gleiche gilt für den Vorschlag, die Saison im Nachwuchsbereich abzubrechen. Das forderte eine Online-Petition mit mehr als 2.200 Unterstützern.

Initiator Andreas Ludwig sprach von einem schwarzen Tag für den Thüringer Nachwuchsfußball. Die Jugend verliere seiner Ansicht nach ein komplettes Jahr, weil die Mannschaften zu wenig Spiele bis zum Frühjahr hätten. Thüringen folgt damit den Vorbild Bayerns. Die meisten anderen Landesverbände haben ihre Saison dagegen bereits abgebrochen oder sich dafür ausgesprochen.

08:05 Uhr | Abiturjahrgang 2020: Ausgebremst, zumindest voerst

Keine Abschlussfahrt, keine letzten gemeinsamen Projektwochen, kein Abschlussball - alles das, worauf sich Jugendliche nach zwölf Jahren Schule freuen, fällt 2020 weg. Und auch der Blick in die Zukunft ist für viele ein ungewisser.

07:15 Uhr | Suhl: Gespräche zur Situation in Erstaufnahmeeinrichtung

Zur Situation in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl soll es künftig regelmäßig Gespräche geben. Neben der Polizei sollen daran auch Stadträte sowie Vertreter der Stadtverwaltung teilnehmen können, wie der Leiter der Einrichtung, Michael Hasenbeck, am Mittwochabend dem Stadtrat versicherte. Die Unterkunft befindet sich laut Hasenbeck wegen der Corona-Pandemie weiter im Krisenmodus. Seit Anfang des Jahres hatte es immer wieder Auseinandersetzungen gegeben. Die Zahl der Bewohner wird seitdem auf 300 begrenzt.

07:05 Uhr | Sömmerda: Außerplanmäßige Geldausgaben möglich

Landrat Harald Henning (CDU) kann künftig im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bis zu 100.000 Euro außerplanmäßig ausgeben. Das hat der Kreistag Sömmerda in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen. Laut Haushaltssatzung muss eigentlich der Kreisausschuss über außerplanmäßige Ausgaben von mehr als 12.5000 bis 35.000 Euro entscheiden. Bei höheren Summen entscheidet der Kreistag. Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Pandemie sieht sich Landrat Henning aber ohne diese Ermächtigung nicht handlungsfähig. Die AfD-Fraktion stimmte gegen den Beschluss. Sie bezeichnet ihn als "Selbstentmachtung des Kreistags" und "Freifahrtschein" für den Landrat. Durch so viel Macht für eine Person sei die Demokratie gefährdet, sagte Fraktionschef Stefan Schröder.

07:00 Uhr | Unstrut-Hainich-Kreis bereitet Massentests vor

Im Unstrut-Hainich-Kreis haben die Vorbereitungen für mögliche Corona-Massentests begonnen. Landrat Harald Zanker (SPD) sagte MDR THÜRINGEN, er wolle auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Wenn das Land nach Pfingsten solche Tests anordne oder empfehle, müsse der Landkreis sofort reagieren können. Deshalb würden seit Mittwoch geeignete Räume reserviert, Fahrzeuge und Personal geplant. Im Unstrut-Hainich-Kreis sind aktuell drei Menschen mit Corona infiziert, positiv getestet wurden bisher 78.

06:50 Uhr | Ticker zum Coronavirus am 28. Mai

Guten Morgen! Wir hoffen, Sie haben gut geschlafen, und wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag. Auch heute halten wir Sie über das aktuelle Geschehen rund um das Coronavirus sowie Covid-19 in Thüringen auf dem Laufenden. Alle bisherigen Artikel, wichtige Hotlines und weitere Informationen finden Sie auch auf unser Übersichtsseite und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Der Ticker vom Mittwoch zum Nachlesen

  • Flixbus fährt ab Donnerstag auch wieder in Thüringen
  • Landkreis Sonneberg orientiert sich an Bayern
  • AfD-Politiker ohne Maske: Eklat im Stadtrat Steinach
  • Jena beginnt Freibadsaison am Pfingstmontag

Weitere Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml/mm, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 28. Mai 2020 | 19:00 Uhr

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