Coronavirus in Thüringen Ticker vom 16. April: Abitur-Prüfungen in Thüringen ab 18. Mai

Die wegen des Coronavirus verlegten Abi-Prüfungen sollen ab dem 18. Mai nachgeholt werden. Das Rudolstadt-Festival wurde offiziell abgesagt. Und: Scharfe Kritik an Plan zu Corona-Lockerungen. Die Entwicklungen im Ticker.

Abiturienten während des Zentralabiturs, 2009.
Für die Abitur-Prüfungen steht ein neuer Termin. Bildrechte: IMAGO

Corona in Thüringen: So ging es am 17. April weiter

21:00 Uhr | Ticker-Ende

Thüringen will ab Ende April seine Corona-Schutz-Auflagen allmählich lockern. Zum Abschluss geben wir einen Überblick, was wann wieder erlaubt ist und was verboten bleibt. Im folgenden Zeitplan finden Sie die wichtigsten Änderungen.

Wir beenden den Ticker an dieser Stelle und sind morgen wieder für Sie da!

20:50 Uhr | Reha-Klinik in Bad Colberg schließt mehrere Wochen

Die Reha-Klinik Median Bad Colberg (Landkreis Hildburghausen) stellt für mehrere Wochen den Betrieb ein. Hintergrund dafür sei ein Nachfrage-Rückgang aufgrund der Corona-Krise, hieß es. Zum einen würden die Akutkrankenhäuser derzeit Operationen verschieben, um Platz für Corona-Patienten zu schaffen. Das wirke sich auf die eigene Belegung aus.

Außerdem bleibt laut Klinik die zunächst erwartete hohe Zahl an Corona-Patienten, die einer Nachsorge bedürfen, aus. Hier habe man mit deutlich mehr Fällen gerechnet. Am 2. Juni will die Klinik aber wieder öffnen. Auch die Thüringer Terrassentherme wird in diesem Zeitraum geschlossen bleiben.

20:30 Uhr | Fast leere Bus-Touren um Erfurt

Der öffentliche Nahverkehr in Erfurt erlebt nach dem Höhenflug im Vorjahr einen Absturz: In Bussen und Straßenbahnen bleiben die Fahrgäste in Coronazeiten aus. Eine Busfahrt kann zum entspannten Ausflug werden. Zum Video:

20:10 Uhr | Behinderten-Werkstätten vor großen Herausforderungen

Kontakteinschränkungen und die Arbeit in der Werstatt nicht möglich: Die Maßnahmen gegen das Coronavirus treffen auch Menschen mit Behinderungen. Viele verstehen von ihnen nicht, was da gerade passiert. Zum Beitrag:

19:45 Uhr | Jena seit einer Woche ohne Neuinfektionen

Seit einer Woche ist Jena ohne Corona-Neuinfektionen. Dabei war die Unistadt anfänglich ein "Hotspot" in Thüringen. Die Stadt sieht sich bestätigt: Harte Quarantäne und auch die Mundschutzpflicht zeigen nun Erfolg.

19:30 Uhr | Erster Todesfall im Kreis Nordhausen

In Nordhausen ist am Donnerstag ein Mann verstorben, bei dem das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde. Der 80-Jährige wurde seit März im Südharz-Klinikum stationär behandelt. Es handelt sich um den ersten Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 im Landkreis Nordhausen.

Außerdem wurde laut Landratsamt am Donnerstag ein Bewohner einer Pflegeeinrichtung ins Südharz-Klinikum eingeliefert, bei dem ein starker Corona-Verdacht besteht. Ein Testergebnis liege zwar noch nicht vor, das Gesundheitsamt habe aber vorsorglich erste Schritte zum Schutz des Heims eingeleitet.

19:00 Uhr | Kurzarbeit im Krankenhaus Greiz

Die Geschäftsführung des finanziell angeschlagenen Kreiskrankenhauses Greiz hat Kurzarbeit für die Belegschaft ab April angemeldet. Grund sei die Absage von verschiebbaren Operationen wegen der Pandemie, so die Geschäftsführung.

Das Krankenhaus müsse Betten für potenzielle Corona-Patienten freihalten. Dadurch sei die Auslastung auf etwa zwei Drittel der Bettenkapazität gesunken, es werde weniger medizinisches und pflegerisches Personal für die Patientenbehandlung benötigt. Ohnehin sei die finanzielle Situation des Hauses angespannt. Auch für den Standort Schleiz sei Kurzarbeit beantragt worden, teilte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mit.

18:45 Uhr | Lehrerverband fordert konkrete Regeln für Unterricht

Am 27. April beginnt in Thüringen für einige Schüler wieder die Schule. MDR THÜRINGEN hat den Vorsitzenden des Lehrerverbandes gefragt, welche Herausforderungen jetzt auf die Schulen zukommen. Das Interview hier im Video:

18:30 Uhr | Landesregierung verteidigt Corona-Kurs gegen Kritiker

Staatskanzlei-Minister Benjamin Hoff hat den Thüringer Weg in der Corona-Krise verteidigt. Hoff sagte, das Virus sei noch nicht überwunden. Es gebe keinen Impfstoff, keine flächendeckenden Test und es sei unklar, ob es eine dauerhafte Immunität gebe. Deshalb habe sich die Landesregierung entschieden, maßvoll vorzugehen. Dagegen hatte es teils heftige Kritik gegeben.

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff
Benjamin-Immanuel Hoff Bildrechte: Benjamin-Immanuel Hoff

  • Mit Blick auf die Ladenöffnung erst ab 27. April sagt Hoff, damit solle den Inhabern Zeit gegeben werden, die vorgeschriebenen Hygiene-Vorgaben umzusetzen. Das Einkaufcenter von der Öffnung ausgenommen sind, begründete Hoff damit, dass es dort viel Raum zum geselligen Aufenthalt gebe. Damit würden die Kontaktbeschränkungen umgangen und es drohten neue Infektionsherde.


  • Mit dem Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August solle Theater- und Festival-Veranstaltern Planungs- und Rechtssicherheit gegeben werden, so Hoff. Allerdings definierte der Staatskanzleiminister nicht, was als Großveranstaltung gilt, sondern nannte nur als Beispiele das Rudolstadt-Festival und "SonneMondSterne".

  • Bevor Hotels und Gaststätten wieder öffnen könnten, müssten konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen, wie dort die Hygiene-Vorgaben eingehalten werden könnten. Hoff verwies auf die 14-tägige Inkubationszeit des Corona-Virus. Deshalb prüfe die Landesregierung alle zwei Wochen den Erfolg oder Misserfolg der getroffenen Regeln.

  • Das ist laut Hoff auch Grundlage für eine mögliche Öffnung der Kindergärten. Als Hausnummer sei der Wiederbetrieb ab Mai geplant, Details könnten aber noch nicht gesagt werden. Die Eltern sollten aber frühzeitig informiert werden.

17:45 Uhr | Abitur-Prüfungen in Thüringen ab 18. Mai

Die wegen der Coronavirus-Pandemie verlegten Abiturprüfungen sollen in Thüringen ab dem 18. Mai nachgeholt werden. Damit gebe es für die Schüler genügend Zeit zur Vorbereitung, sagte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke).

Am Mittwochabend hatte das Thüringer Regierungskabinett nach einer Telefonschalte der Bundesländer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) festgelegt, dass Abiturienten ab 27. April wieder zur Schule gehen können. Weitere Abschlussklassen sollen ab Anfang Mai teils wieder in den Schulen unterrichtet werden.

17:30 Uhr | Rudolstadt-Festival offiziell abgesagt

Das Rudolstadt-Festival 2020 ist wegen der Corona-Epidemie offiziell abgesagt worden. Wie Sprecherin Miriam Rossius sagte, soll das Programm soweit wie möglich ins nächste Jahr verschoben werden. An den Künstlern und auch am Länderschwerpunkt Deutschland werde festgehalten. Auch der Ruth-Preisträger, der Kölner Karnevals- und Musikverein Humba, würden beim Festival im Sommer 2021 geehrt.

Das Veranstaltungsteam bedauere sehr, dass das Festival ausfallen müsse, so die Sprecherin. Die Veranstalter würden aber die Entscheidung von Seiten der Behörden voll mittragen. Das Geld für bereits gekaufte Eintrittskarten werde erstattet. Deutschlands größtes Festival für Folk, Roots und Weltmusik sollte vom 2. bis 5. Juli zum 30. Mal stattfinden.

17:10 Uhr | Teils scharfe Kritik an Plan zu Corona-Lockerungen

Die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen der Corona-Auflagen stoßen in Thüringen auf ein teils kritisches Echo. So zeigte sich der Einzelhandelsverband enttäuscht über die Kriterien zur Geschäftsöffnung. Zur Erinnerung: Ab 27. April dürfen in Thüringen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen.

Die IHK Erfurt kritisierte, dass Gastronomie, Reisebüros und Unterkünfte von der Regelung ausgenommen würden und weiter geschlossen blieben. Auch die Oppositions-Fraktionen im Landtag übten Kritik.

Eher zustimmend auf den geplanten Unterrichtsstart an Schulen reagierte die Landeselternvertretung. Den Unterricht ab 27. April wieder starten zu lassen, sei ein notwendiger Schritt, sagte Landeselternsprecher Roul Rommeiß.

16:25 Uhr | Heim für minderjährige Flüchtlinge unter Quarantäne

Nach einem Corona-Fall ist ein Erfurter Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unter Quarantäne gestellt worden. Nach Angaben der Staatskanzlei wurde das Virus bei einer Mitarbeiterin nachgewiesen. Von der Quarantäne bis 30. April sind demnach zehn Kinder und Jugendliche betroffen. Sie würden nun auf Symptome beobachtet, zeigten bisher aber keine.

Erst nach Bekanntwerden des Infektionsfalls hat das Heim eine Schutzausrüstung bekommen. Diese war laut Staatskanzlei zwar schon vorher bestellt, allerdings noch nicht geliefert. Die Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel wurden dann über das Gesundheitsministerium und das Landesamt für Verbraucherschutz organisiert.

16:15 Uhr | Corona-Maßnahmen im Einzelhandel alternativlos?

Einzelhandel und Gastronomie leiden extrem unter den Corona-Maßnahmen. Dabei hätten auch diese Hygieneregeln und Abstandskonzepte umsetzen können, meint Jürgen Worms, der 16 Jahre lang Manager des Thüringenparks war. Hier hören Sie das komplette Interview mit ihm:

15:55 Uhr | Kostenübernahme offenbar auch für freie Schulen

Die Kosten für ausgefallene Klassenfahrten und Wandertage sollen auch für Schulen in freier Trägerschaft erstattet werden. Das hat nach Angaben der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland das Bildungsministerium zugesagt.

Vorstandsvorsitzender Marco Eberl hatte vor einigen Tagen bei MDR THÜRINGEN dem Land eine Ungleichbehandlung vorgeworfen, weil Eltern mit Kindern in freien Schulen diese Kosten selbst tragen müssten. Für Eltern mit Kindern in staatlichen Schulen würden sie dagegen vom Land erstattet. Eberl sagte, dass das Ministerium mittlerweile direkt mit den freien Trägern kommuniziere. Er freue sich, dass auch diese Bitte auf offene Ohren gestoßen sei.

15:30 Uhr | Zwei weitere Tote im Landkreis Greiz

Im Kreis Greiz sind zwei weitere mit Corona infizierte Patienten gestorben. Nach Angaben des Landratsamt starb ein 87-Jähriger aus Greiz am Donnerstag im Krankenhaus. Der zweite Tote ist demnach ein 77-Jähriger aus Auma-Weidatal, der bereits seit mehreren Tagen künstlich beatmet wurde. Damit sind jetzt 16 Menschen im Kreis Greiz gestorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren.

Der Kreis ist mit jetzt 282 Infektionen der am stärksten betroffene in ganz Thüringen. Allein seit Mittwoch kamen 30 neue Fälle dazu. Das lag laut Landratsamt aber daran, dass es nun drei Abstrichstellen im Kreis gibt und allein am Dienstag nach Ostern 170 Menschen getestet wurden. Daraus ergebe sich eine Quote von 20 bis 30 Prozent positiver Befunde. Das Gesundheitsamt ermittelte außerdem 67 Genesene durch direkte Befragung per Telefon.

14:35 Uhr | Alu-Deckel für Beatmungsgeräte - made in Thüringen

Eine Firma aus Südthüringen bearbeitet wichtige Bestandteile von Beatmungsgeräten, die in der Corona-Krise in den USA benötigt werden. 120 Deckel gingen von Aurolia in Meiningen gerade noch rechtzeitig auf Reisen.

13:50 Uhr | Jedes zweite Intensivbett in Thüringen belegt

In Thüringen werden derzeit 267 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt. 48 von ihnen sind nach Angaben der Landesregierung schwer erkrankt und müssen intensiv behandelt werden. Allein im Kreis Greiz sind zwölf Patienten davon betroffen. Laut DIVI IntensivRegister stehen Thüringen derzeit 931 Intensivbetten zur Verfügung, von denen knapp die Hälfte belegt ist, hauptsächlich von Patienten mit anderen Erkrankungen als Covid-19. Das DIVI IntensivRegister erfasst täglich bundesweit die Zahl freier Intensivbetten.

Eine Krankenpflegerin in Schutzkleidung.
Die Zahl der Intensivbetten ist in den vergangenen Wochen in Thüringen aufgestockt worden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

13:34 Uhr | Einzelhandelsverband kritisiert Corona-Entscheidungen

Die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen der Corona-Auflagen stoßen in Thüringen auf ein geteiltes Echo. Knut Bernsen vom Einzelhandelsverband sagte MDR THÜRINGEN, nur Geschäften mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter die Öffnung zu erlauben, sei sachlich nicht begründbar. Die entscheidenden Kriterien seien vielmehr, ob in den Geschäften die Abstände und die Hygieneregeln eingehalten würden. Zudem sei das geplante Datum für die Wiedereröffnung nicht nachvollziehbar, so Bernsen. Laut Landesregierung sollen die Läden in Thüringen ab dem 27. April wieder aufmachen dürfen. Bund und Länder hatten eigentlich den 20. April anvisiert.

Der Verband der Wirtschaft Thüringens reagierte dagegen eher positiv. Verbandssprecherin Ute Zacharias sagte, die schrittweise Lockerung der Auflagen sei begrüßenswert. Eher zustimmend auf geplanten Corona-Lockerungen reagierte auch die Landeselternvertretung. Den Unterricht ab 27. April wieder starten zu lassen, sei ein notwendiger Schritt, sagte Landeselternsprecher Sprecher Roul Rommeiß. Ziel müsse sein, dass die Schüler anstehende Abschlussprüfungen ablegen könnten.

13:05 Uhr | Neue Herausforderungen für Forscher aus Gera

Gegen das Coronavirus gibt es derzeit keinen Impfstoff - und gegen Covid-19 keine Medikamente. Doch die Forschung daran läuft weltweit. Mögliche Bestandteile dafür kommen von einer Firma aus Gera.

12:35 Uhr | 20 Corona-Infizierte im Unstrut-Hainich-Kreis genesen

Im Unstrut-Hainich-Kreis gelten mittlerweile 20 Corona-Infizierte als genesen. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, gibt es insgesamt 57 Corona-Fälle. Sieben Infizierte werden im Krankenhaus behandelt. 29 Infizierte sind in häuslicher Quarantäne. Ein 70-jähriger Mann aus Bad Langensalza, der mit dem Virus infiziert war, war am Dienstag verstorben.

11:40 Uhr | Gesucht: Termin für Abiturprüfungen in Thüringen

In Thüringen gibt es nach wie vor keinen Termin für die diesjährigen Abiturprüfungen. Wie ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte, gelte weiterhin die Aussage von Bildungsminister Helmut Holter (Linke), dass den Prüflingen drei bis vier Wochen an Vorbereitungszeit zugesichert wird. Seit Mittwoch steht fest, dass die Abiturienten im Freistaat ab dem 27. April wieder in die Schule gehen sollen. Derzeit werde geplant, wann sie ihre schriftlichen und mündlichen Prüfungen ablegen können. Ob die Termine für die Haupt- und Realschulabschluss-Prüfungen gehalten werden können, wird ebenfalls geprüft. Auch hier sollen die Schüler ausreichend Vorbereitungszeit erhalten.

Das Land plant den Angaben zufolge aktuell mit einem Mix aus Präsenz- und Distanzunterricht. Geprüft werde auch, die Schüler tage- oder schichtweise zu unterrichten.

10:55 Uhr | Zahl der Corona-Fälle in Südthüringen leicht gestiegen

In Südthüringen ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus leicht gestiegen. Im Landkreis Hildburghausen werden seit Mittwochnachmittag 16 Fälle gezählt. Neu infiziert hat sich nach Angaben des Landratsamtes eine Person aus dem Schleusinger Raum. Im Landkreis Sonneberg wurden insgesamt 54 Menschen positiv getestet. Im Kreis Schmalkalden-Meiningen sind es 66. In der Stadt Suhl elf.

10:10 Uhr | Fokus liegt auf Ausbau der Kinder-Notbetreuung

In Thüringen ist noch völlig unklar, wie im Mai Kindergärten schrittweise geöffnet werden sollen. Erst in den kommenden Tagen sollen genaue Details festgelegt werden. Die stellvertretende Regierungssprecherin Marion Wermann geht vorerst davon aus, dass ab Mai lediglich die Notbetreuung für Kinder in den Einrichtungen ausgebaut wird.

Bisher gilt die Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen wie in der Medizin oder bei der Polizei arbeiten. Derzeit werden in Thüringen etwa 4.800 Kinder notbetreut. Das geht aus Zahlen hervor, die die Staatskanzlei am Dienstag veröffentlicht hat.

09:52 Uhr | K+S bittet zur Online-Hauptversammlung

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie hat der Kalikonzern K+S zur virtuellen Hauptversammlung eingeladen. Nach Angaben des Konzerns ist für den 10. Juni eine Online-Hauptversammlung geplant. Sie wird für alle angemeldeten Aktionäre im Internet übertragen. Die Aktionäre sollen unter anderem der Ausschüttung einer Dividende von 0,15 Euro je Aktie zustimmen, teilte das Unternehmen mit. Ursprünglich war die Hauptversammlung für den 12. Mai vorgesehen. Nach fristgerechter Anmeldung können Aktionäre ihr Stimmrecht per Briefwahl oder per Vollmacht ausüben.

Der Monte Kali an der
Der "Monte Kali" im Werra-Kalirevier an der hessisch-thüringischen Grenze. Bildrechte: MDR/Andreas Metzmacher

09:20 Uhr | Soforthilfe-Seiten der Aufbaubank wieder erreichbar

Das Soforthilfe-Portal der Aufbaubank ist seit Donnerstagvormittag wieder erreichbar. Wie die Aufbaubank über Twitter mitteilte, konnten seit Mittwochnachmittag wegen Wartungsarbeiten keine Anträge auf Soforthilfe gestellt werden. Seit Donnerstagmorgen funktioniert die Seite den Angaben nach wieder.

Bis Mittwoch hatte die Thüringer Aufbaubank rund 76 Millionen Euro Soforthilfe für Unternehmen bewilligt. Insgesamt seien bis dahin über 33.000 Anträge eingegangen und 16.500 bearbeitet worden. 1.000 Anträge wurden laut Aufbaubank zufolge endgültig abgelehnt. Seit Mittwoch können auch gemeinnützige Organisationen aus den Bereichen Soziales, Sport oder Kultur Corona-Soforthilfen beantragen.

08:35 Uhr | Theaterhaus Jena hilft in der Corona-Krise

Schauspielerin Pina Bergemann und Produktionsleiter Roland Hille können am Theaterhaus Jena gerade nicht arbeiten. Also packen sie an und verteilen Lebensmittel an die, die sie dringend benötigen. In der Theater-Schneiderei entstehen Mundschutzmasken.

08:00 Uhr | Ramelow: Auch größere Geschäfte könnten öffnen

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat erneut um Verständnis für die weiterhin strengen Corona-Maßnahmen geworben. Er sagte am Donnerstagmorgen dem MDR, Kitas und Schulen seien geschlossen worden, um die Gesundheit von Familien zu schützen. Man stehe immer noch am Anfang der Pandemie. Daher müssten sich alle an die Regeln halten. Ramelow rief die Menschen auf, in Bus und Bahn sowie beim Einkaufen Mundschutz zu tragen. Inhaber von größeren Geschäften wies er darauf hin, dass sie ihre Verkaufsfläche auch auf unter 800 Quadratmeter reduzieren könnten. Mit den nötigen Abstandsregeln könnten dann auch diese Läden öffnen.

Frau mit Mundschutz
Vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen wird das Tragen eines Mundschutzes nahegelegt - um andere Menschen zu schützen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

07:30 Uhr | Kindergärten schrittweise wieder öffnen

Die Thüringer Landesregierung will die Kindertagesbetreuung ab Mai schrittweise wieder öffnen. Das geht aus dem Beschluss hervor, der am Mittwoch nach der Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten getroffen wurde. "Der Gesundheitsschutz für Kinder, Eltern und Erzieherinnen und Erzieher prägt dabei die Vorgehensweise", heißt es darin. Details zum Vorgehen werden im Beschluss nicht genannt.

07:10 Uhr | Reha-Klinik in Masserberg nimmt Betrieb wieder auf

Die Reha-Klinik in Masserberg nimmt am Donnerstag teilweise ihren Betrieb wieder auf. Zunächst sollen 20 Betten mit Patienten in der Kurzzeitpflege belegt werden, sagte Alexander Schmidtke, Hauptgeschäftsführer des thüringisch-bayerischen Klinikverbundes Regiomed. Ab Dienstag soll auch der Reha-Betrieb wieder aufgenommen werden, allerdings mit reduzierter Patientenzahl. 70 Betten sollen vorerst als Reserve frei bleiben.

In der Klinik gelten verschärfte Hygieneregeln. Die Patientenzahl bei der Gruppentherapie wird reduziert. Die Tischabstände im Speisesaal werden vergrößert. Außerdem sollen alle Patienten beim Reha-Antritt auf das Coronavirus getestet werden. Die Reha wird von allen 120 Patienten gemeinsam begonnen und zum gleichen Zeitpunkt abgeschlossen. Die Klinik war Mitte März vom Gesundheitsamt geschlossen worden, weil sich ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatte.

07:00 | Seit einer Woche keine Neu-Infektionen in Jena

Seit einer Woche sind in Jena keine neuen Corona-Infektionen bestätigt worden. Wie die Stadt mitteilte, ist die Zahl seit sieben Tagen bei 155 Fällen stabil. Zwei Drittel der Infizierten - 103 - gelten demnach wieder als genesen. Zwei Patienten werden im Krankenhaus behandelt, einer davon auf der Intensivstation.

06:55 Uhr | Corona-Lockerungen ab Ende April geplant

In Thüringen sollen ab Ende April die Corona-Schutz-Auflagen allmählich gelockert werden. Das kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Mittwochabend nach einer Schaltkonferenz von Bund und Ländern an. Was bedeutet das - etwa für Schulen, Geschäfte und Veranstaltungen? Hier gibt es den Überblick.

06:55 Uhr | Thüringer Corona-Ticker am Donnerstag

Guten Morgen! Auch heute berichten wir über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus und Covid-19 in Thüringen. Antworten auf wichtige Fragen finden Sie auch hier und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Liveticker vom Mittwoch zum Nachlesen

  • Ramelow kündigt allmähliche Wiederaufnahme des Schulbetriebs ab 27. April an
  • Weitere Todesfälle nach Coronavirus-Infektionen in Thüringen
  • Aufbaubank hat bisher 76 Millionen Euro Soforthilfe bewilligt
  • Thüringer Jugendherbergen ohne Gäste
  • Dehoga fürchtet um Existenz von Gaststätten in Thüringen

Mehr Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm/sar

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 16. April 2020 | 19:00 Uhr

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