Coronavirus in Thüringen Ticker vom 14. April: Landesregierung will Sondervermögen für Hilfen auflegen

970 Millionen Euro will die Thüringer Landesregierung für Corona-Soforthilfen bereitstellen. Das Geld soll vom Bund und aus Reserven des Landes kommen. Alle Entwicklungen in Thüringen im Ticker.

Heike Taubert, 2015
Thüringens Finanzministerin Heike Taubert (SPD) Bildrechte: dpa

Corona in Thüringen: So ging es am 15. April weiter

21:45 Uhr | Ticker-Ende

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21:35 Uhr | Maskenpflicht im Kreis Nordhausen gefällt nicht Jedem

19:52 Uhr | Weiterer Todesfall in Jena

In Jena ist ein weiterer Mann mit Corona-Infektion gestorben. Wie die Stadt am Dienstagabend mitteilte, wurde der 67-Jährige mit Vorerkrankungen schon länger im Uniklinikum auf der Intensivstation behandelt. Zuletzt sei er auch beatmet worden. Der Mann ist der dritte Tote in Jena, der mit dem Virus infiziert war. Die Zahl der Corona-Infektionen ist dagegen unverändert bei 155 geblieben. Sechs Patienten liegen im Krankenhaus, zwei davon auf der Intensivstation. 90 Infizierte gelten wieder als genesen.

19:40 Uhr | Landesregierung will Sondervermögen für Corona-Hilfen auflegen

17:56 Uhr | Zwei weitere Infizierte im Altenburger Land

Im Altenburger Land sind über Ostern zwei Corona-Fälle dazugekommen. Wie das Landratsamt mitteilte, sind jetzt 36 Infektionen bestätigt worden. Bei 23 Patienten sei das Virus noch aktiv, zwei von ihnen müssen im Krankenhaus beatmet werden. 13 zuvor Infizierte sind wieder genesen.

17:40 Uhr | Ramelow für einheitliches Vorgehen der Länder

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich für ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer im weiteren Umgang mit den Beschränkungen in der Corona-Krise ausgesprochen. "Gleichwohl wird es keine einfache Rückkehr zur Situation vor der Corona-Pandemie geben, sondern wir werden uns an eine neue Normalität gewöhnen müssen", sagte er am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in Erfurt. Als Beispiele nannte Ramelow Abstandsregelungen, eine neue Rücksichtnahme, aber auch Veränderungen im sozialen Umgang etwa hinsichtlich des Händeschüttelns. Dies sei auch nötig, um wieder Demonstrationen oder Gottesdienste zulassen zu können, sagte er.

17:30 Uhr | Drei weitere Infektionsfälle im Kreis Sonneberg

Im Landkreis Sonneberg sind drei neue Corona-Infektionen bestätigt worden. Laut Landratsamt stieg die Zahl der Fälle damit auf 53. Die neuen Patienten seien Männer von Anfang 20, Mitte 50 und Anfang 80 Jahren. Auf die Einwohnerzahl gerechnet sei der Kreis Sonneberg überdurchschnittlich stark von Corona-Infektionen betroffen, so das Landratsamt weiter. Auf 100.000 Einwohner kämen 90 Fälle - landesweit seien es nur 69 Fälle.

16:50 Uhr | Unstimmigkeit bei Todesfall in Weimar

In Weimar ist der Zahl der Corona-Infizierten weiter konstant. Seit Beginn der Pandemie wurden 57 Personen positiv getestet, 31 von ihnen gelten inzwischen als genesen, wie Oberbürgermeister Peter Kleine mitteilte. Unstimmigkeiten gibt es zwischen Stadt und Land bei der Einordnung eines Todesfalls. Laut Bulletin der Landesregierung gibt es einen ersten Corona-Toten in der Klassikerstadt. Dem aber widerspricht das Weimarer Gesundheitsamt. Der Mann sei eindeutig an Lungenkrebs gestorben. Er sei zwar vor Wochen positiv auf Covid-19 getestet worden, sagte Amtsärztin Isabelle Oberbeck. Doch ein Test einige Tage vor seinem Tod sei negativ ausgefallen. Sie zähle den Verstorbenen keinesfalls als "Corona-Toten", so Oberbeck.

Anmerkung: Das RKI zählt als Corona-Todesfall, wer mit dem Virus infiziert war und stirbt - und das unabhängig davon, ob er direkt an Covid-19 starb oder ob er an mehreren Erkrankungen litt und der ausschlaggebende Faktor für dem Tod unklar ist.

16:30 Uhr | Zwei Todesfälle im Kreis Gotha

Im Kreis Gotha sind zwei weitere Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Damit gibt es im Kreis drei Todesfälle von Patienten, die mit dem Virus infiziert waren. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle liegt jetzt bei 80. Bei 58 Patienten ist das Virus noch aktiv, 19 sind wieder genesen.

15:42 Uhr | 14. Todesfall im Landkreis Greiz

Im Kreis Greiz gibt es den 14. Todesfall im Zusammengang mit einer Corona-Infektion. Wie das Landratsamt mitteilte, starb eine 94-Jährige aus einem Pflegeheim in Zeulenroda am Ostersonntag. In ganz Thüringen liegt die Zahl der Toten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, nun bei 33. Bis Dienstagmittag haben die Kreise und kreisfreien Städte 1.539 bestätigte Corona-Infektionen gemeldet. Die Zahl der Genesenen schätzt die Landesregierung mittlerweile auf 1.000. Da nicht gemeldet werden muss, wer wieder gesund ist, ist die genaue Zahl unklar. Die unten stehende Karte nennt die Zahl der Genesenen, die von den Landkreisen und Kreisfreien Städten gemeldet werden. Sie weicht daher von der Schätzung des Landes ab.

15:33 Uhr | In Eisenach jetzt 12 Infektionen bestätigt

In der Wartburgregion ist die Zahl der bekannten Corona-Infektionen nur leicht gestiegen. Nach Angaben des Landratsamtes des Wartburgkreises sind bis Dienstagmittag bisher insgesamt 45 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Das ist einer mehr als am Vortag. 33 Fälle kommen aus dem Wartburgkreis, zwölf aus Eisenach. Ein über 80-jähriger Mann aus Eisenach ist Ostern verstorben. Er befand sich nach Angaben des Landkreises bereits seit drei Wochen im St. Georg Klinikum. In Krankenhäusern werden derzeit vier Menschen auf der Intensivstation betreut. 14 gelten als genesen.

15:31 Uhr | Weitere Infektion in Erfurt

Die Zahl der Corona-Infizierten ist in Erfurt bis Dienstagmittag auf 114 gestiegen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, ist das Virus bei einer Frau nachgewiesen worden, deren Mann aus Namibia zurückkehrte. Die Zahl der Genesenen stieg demnach um drei auf 79. Im Krankenhaus werden weiter elf Patienten mit Corona-Infektion behandelt. 940 Erfurter sind in häuslicher Quarantäne, zwei Drittel davon sind Reiserückkehrer.

15:29 Uhr | Handwerk: Frisöre, Kosmetiker und Fußpfleger sollen wieder öffnen dürfen

Die drei Thüringer Handwerkskammern in Erfurt, Suhl und Gera empfehlen der Bundesregierung eine schnelle Wiedereröffnung von Frisören, Kosmetikern und Fußpflegern. Unter strengen Hygienevorschriften könnten diese Dienstleistungen nach dem 20. April wieder angeboten werden. So empfehlen die Kammern unter anderem Mundschutz sowohl für die Dienstleister als auch die Kunden. Außerdem sollten die Betriebe nach einem Bestellsystem bedienen. Auch Handwerksbetriebe wie Schuhmacher, Schneider, Goldschmiede und Uhrmacher müssten unter Auflagen ihre Werkstätten für Kunden wieder öffnen dürfen. Ansonsten drohe eine Insolvenzwelle mit enormem Ausmaß.

15:20 Uhr | Leopoldina-Vorschlag zu schrittweiser Schulöffnung: Reaktionen in Thüringen

14:50 Uhr | Frisör muss mit empfindlicher Strafe rechnen

Gegen die strengen Corona-Auflagen hat offenbar ein Friseursalon in Erfurt verstoßen. Zivilbeamte der Polizei hatten bemerkt, dass einem vermutlichen Kunden nach Anklopfen die verschlossene Tür geöffnet wurde. Als die Beamten dann selbst bei dem Friseur anklopften und ihnen Einlass gewährt wurde, stellten sie abgeschnittene Haare und zwei Mitarbeiter in dem Salon fest. Der Kunde war offensichtlich durch ein Fenster geflüchtet. Den Ladeninhaber erwartet nun eine empfindliche Strafe, die mehrere tausend Euro betragen kann.

14:38 Uhr | Tausende handschriftliche Anträge auf Soforthilfe

Bei der Thüringer Aufbaubank sind bislang mehr als 33.000 Soforthilfe-Anträge von Unternehmen eingegangen. Etwa die Hälfte wurde bereits abgearbeitet. Eine Sprecherin der Bank sagte MDR THÜRINGEN, bis Anfang nächster Woche seien alle Anträge im System erfasst. Problematisch sei, dass die Hälfte der Anträge handschriftlich ausgefüllt und viele Unternehmen ihre Anträge mehrfach gestellt haben. Die Aufbaubank bittet darum, von Nachfragen abzusehen und fehlende Unterlagen erst nach Aufforderung nachzureichen. Wegen fehlender Angaben werde kein Antrag abgelehnt. Eine Woche zuvor waren bereits 31.000 Anträge auf Corona-Hilfe gestellt worden

13:50 Uhr | Mann stirbt nach Corona-Infektion im Eichsfeld

Im Landkreis Eichsfeld ist am Ostermontag ein 85-jähriger Mann nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie eine Kreissprecherin mitteilte, sind damit nun drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt. Auch die Infektionszahlen sind weiter gestiegen: 98 Menschen sind oder waren an Covid-19 erkrankt. 39 von ihnen sind wieder gesund.

13:04 Uhr | Bürgermeister im Skiurlaub: Stadtrat fordert Konsequenzen

Der Stadtrat von Bad Lobenstein hat nach einem Skiurlaub von Bürgermeister Thomas Weigelt (pl) ein Disziplinarverfahren beantragt. Das sagte der Vorsitzende des Stadtrates, Frank Weidermann gegenüber MDR THÜRINGEN. Mit diesem Schritt reagiere der Stadtrat auf das Verhalten des Bürgermeisters nach einem Skiurlaub in Österreich in der zweiten Märzwoche: Am Tag nach der Rückkehr aus Tirol am 16. März habe sich Weigelt nicht sofort in häusliche Quarantäne begeben, kritisiert der Stadtrat. Dabei sei das Urlaubsgebiet am 15. März zum Corona-Risikogebiet erklärt worden.

Mit seinem Verhalten habe der Bürgermeister in Kauf genommen, dass zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung zwei Wochen lang nicht arbeitsfähig gewesen seien, weil auch sie in häusliche Quarantäne geschickt werden mussten. Das Verhalten sei verantwortungslos gewesen und habe täglich Nerven und Energie gekostet. Grundsätzlich wolle der Stadtrat aber weiterhin mit Bürgermeister Thomas Weigelt zusammenarbeiten.

12:33 Uhr | Landkreis Sömmerda: Sechs Tage ohne neue Fälle

Im Landkreis Sömmerda sind am sechsten Tag in Folge keine Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet worden. Wie das Gesundheitsamt mit Stand vom Montagabend mitteilt, ist seit Ausbruch der Pandemie bei 32 Menschen eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden.

11:50 Uhr | Die Wetterprognose weckt Hoffnungen

Wird es wärmer, nimmt die Zahl der Ansteckungen mit Influenzaviren regelmäßig ab. Aber wie verhält sich das bei dem neuartigen Coronavirus? Virologe Christian Drosten erwartet zumindest einen kleinen Effekt. Sicher ist: Die Wetter-Aussichten in Thüringen sind gut. Im Laufe der Woche sollen die Temperaturen wieder steigen.

11:15 Uhr | Erstkommunion in einigen Gemeinden erst im Herbst

Die Coronakrise hat auch die Termine für die Erstkommunion im Eichsfeld durcheinander gewirbelt. So wurden die für Sonntag geplanten Feiern in Leinefelde und Dingelstädt auf den September verschoben. In Heiligenstadt und Worbis gibt es noch keine Ausweichtermine. Die Pfarrämter wollen die neuen Regeln nach dem 19. April abwarten. Normalerweise wäre am kommenden Sonntag, dem Weißen Sonntag, in vielen Eichsfelder Gemeinden das Fest der Erstkommunion gefeiert worden.

10:55 Uhr | Zu Besuch beim Krisenstab in Sonneberg

Lange bevor sich der erste Einwohner im Landkreis Sonneberg mit dem Coronavirus ansteckte, rief Vizelandrat Jürgen Köpper zusammen mit Kreisbrandinspektor Mathias Nüchterlein den Corona-Krisenstab ins Leben. Schließlich hat der Landkreis durchaus Erfahrung mit einem Virusausbruch - aus dem Sommer 2018.

10:32 Uhr | Nordhausens OB findet Maskenpflicht "übertrieben"

Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann (pl) hat den Landkreis wegen der Maskenpflicht scharf kritisiert. Die Art und Weise der Krisenkommunikation sei chaotisch. Da in Nordhausen mit vergleichsweise wenig Infizierten kein Katastrophenfall vorliege, seien die massiven Einschränkungen für die Bürger übertrieben.

Seit Dienstag gilt eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Einkaufsmärkten, Bussen, Straßenbahnen und Taxis. Getragen werden können laut Verordnung auch selbst genähte Masken, Schals und Tücher, die Mund und Nase gleichzeitig bedecken. Laut Buchmann ist die Stadt nicht eingebunden worden und habe keinerlei Vorbereitungszeit gehabt. Er fordert landesweite gültige Regeln. Wenn jeder sein eigenes Süppchen koche, sei das kontraproduktiv.

10:26 Uhr | Nach der Quarantäne: So geht es Neustadt am Rennsteig

Seit einer Woche ist die Quarantäne in Neustadt am Rennsteig vorbei. Bewohner können sich wieder freier bewegen, die Ortsgrenze darf passiert werden. Doch Normalität ist noch lange nicht in Sicht.

10:00 Uhr | Kein Engpass bei Kondomen aus Thüringen

In Erfurt läuft die Produktion von Kondomen auch in der Corona-Krise uneingeschränkt weiter. Das Unternehmen habe noch für bis zu drei Monate Latex in Europa bevorratet, sagte der Geschäftsführer der CPR GmbH, Michael Kesselring.

09:31 Uhr | Nordhäuser Tafel öffnet wieder

Nach zweiwöchiger Schließzeit öffnet am Dienstag die Nordhäuser Tafel wieder. Sie war wegen der Coronakrise geschlossen worden, weil aufgrund des großen Andrangs die Ansteckungsgefahr als zu groß eingeschätzt wurde. Jetzt hat die Tafel 1.000 Einwegmasken vom Landkreis sowie zusätzlich 200 genähte Mund- und Nasen-Schutze erhalten. Die Nordhäuser Tafel versorgt vor allem Familien, Alleinstehende und Senioren.

08:51 Uhr | Ramelow lehnt Nachtragshaushalt ab

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lehnt einen Nachtragshaushalt zur Bewältigung der Corona-Krise ab. Man müsse jetzt nicht in einen Wettbewerb eintreten, wer mehr und schneller Schulden mache, sagte er. Ramelow plädierte dafür, die Rücklagen des Landes zu nutzen, um die Folgen der Pandemie für Bürger und Wirtschaft zu mildern. Seinen Angaben nach will das Kabinett am Dienstag darüber beraten. Das letzte Wort habe dann der Landtag.

08:38 Uhr | Ungewöhnliche Ostertage in Jena und Erfurt

In Jena mussten die Ordnungshüter am Osterwochenende keine Bußgelder kassieren. Hier und da mussten größere Gruppen ermahnt und an die geltenden Kontaktbeschränkungen erinnert werden. Nähe trotz Distanz stellte ein Pfarrer in Erfurt her: Senioren verfolgten einen Gottesdienst vom Balkon aus.

08:29 Uhr | Thüringer Bachwochen abends auf Youtube

Nach den abgesagten Thüringer Bachwochen gibt es ab jetzt Klavierklänge zur Nacht im Internet. Profilierte Künstlerinnen und Künstler spielen auf Einladung der Thüringer Bachwochen allabendlich ein Stück der "Goldberg- Variationen" , wie der Verein mitteilte. Die Klavierstücke sollen in der Corona-Zeit für musikalische Orientierung sorgen. 32 Klavierstücke bilden einen der bekanntesten Zyklen der Musikgeschichte: Bachs berühmte "Goldberg-Variationen“. Die abendliche Klaviermusik erklingt nach Angaben des Bachfestivals täglich ab 21 Uhr auf dem Youtube-Kanal "Thueringer Bachwochen".

08:05 Uhr | Stundenlanges Warten auf Taxi-Kunden

Das öffentliche Leben steht zu großen Teilen still. Auch Taxi-Unternehmen haben mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Seit Wochen bleiben die Kunden aus und die Kassen leer.

07:41 Uhr | Verstöße gegen Corona-Verordnung in Weimar

In Weimar hat es am Osterwochenende wenige Verstöße gegen das Kontaktverbot gegeben. Wie die Stadt mitteilte, musste das Ordnungsamt nur kleinere Menschenansammlungen auflösen. So hatten sich neun Personen am Obelisk auf dem Ettersberg getroffen, fünf Jugendliche wurden vor einem Einkaufsmarkt in Weimar-Nord angetroffen. In der Asbachstraße beendeten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes eine Grillparty mit sechs Personen - und auf dem Gelände eines Freizeitunternehmens in der Marcel-Paul-Straße spielten und tranken zehn Personen gemeinsam an einem Tisch. Alle Beteiligten wurden belehrt und ihre Daten aufgenommen. Das Ordnungsamt kontrollierte unter anderem Spielplätze, Parks und Bereiche der Innenstadt. Auch die Polizei war im Einsatz.

07:03 Uhr | Verschärfte Mundschutz-Regeln in Jena und Nordhausen

In Jena und im Landkreis Nordhausen gelten ab Dienstag verschärfte Regeln für das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. In Jena ist das Tragen nun auch am Arbeitsplatz Pflicht, wenn der Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Im Landkreis Nordhausen war ein Mundschutz vergangene Woche noch freiwillig, nun muss er verpflichtend getragen werden - in Einkaufsmärkten, Bussen, Straßenbahnen und im Taxi.

In der Landkreisverwaltung hoffe man, dass die Masken dazu beitragen, dass bald wieder mehr Geschäfte öffnen können, sagte eine Sprecherin. Getragen werden können laut Verordnung neben medizinischen auch selbst genähte Masken, Schals, Tücher oder Schlauchtücher, die Mund und Nase gleichzeitig bedecken. 40 Menschen haben sich im Landkreis Nordhausen bis Ostermontag mit dem Corona-Virus infiziert. Sechs Corona-Patienten werden laut Landratsamt stationär behandelt, davon zeigten drei einen schweren Krankheitsverlauf.

06:57 Uhr | Experten für schrittweise Öffnung der Schulen

Wie geht es in den Schulen nach den Osterferien weiter? Pädagogen und Wissenschaftler in Thüringen sprechen sich für einen schrittweisen Start in den Schulalltag aus. So plädiert etwa die Vertretung der Gymnasiallehrer, dass zuerst Schüler aus Abschlussjahrgängen mit dem Unterricht beginnen sollten. Der Thüringer Philologenverband und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft fordern den Schutz besonderer Risikogruppen und das Einhalten von Hygienevorschriften.

Nach Ansicht von Kathrin Vitzthum, Chefin der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft in Thüringen trägt es wenig zur Eindämmung des Coronavirus bei, wenn Kinder in Schulbussen und in der Schule eng zusammensitzen. Wissenschaftler raten, dass sich Lehrer mit den Schülern besprechen, wie weit sie mit dem Stoff gekommen sind, um Wissenslücken auszuschließen. Das Bildungsministerium äußerte sich bisher nicht zu Szenarien für einen Wiedereinstieg.

06:50 Uhr | Thüringer Corona-Ticker am Dienstag

Guten Morgen - und einen schönen Dienstag. Auch heute berichten wir über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus und Covid-19 in Thüringen. Antworten auf wichtige Fragen finden Sie hier und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Liveticker vom Ostermontag zum Nachlesen

  • Polizei zieht positive Bilanz des Osterwochenendes
  • Thüringer Heilbäder-Verband fordert Hilfe vom Land
  • Zahl der Corona-Toten in Thüringen auf 30 gestiegen
  • Freie Schulen fühlen sich benachteiligt
  • Bauindustrie boomt auch in Corona-Zeiten

Mehr Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm/dr, epd

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 14. April 2020 | 19:00 Uhr

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