Thüringens SPD-Landesvorsitzenden Wolfgang Tiefensee und den Ost-Beauftragten der Bundesregierung Christian Hirte ( CDU ) in einem Bild.
Thüringens SPD-Landesvorsitzender Wolfgang Tiefensee (links) und der Ost-Beauftragte der Bundesregierung Christian Hirte (CDU). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Koalition Tiefensee kritisiert Ostbeauftragten Hirte

Wolfgang Tiefensee (SPD) kritisiert den "Frontalangriff" des Ostbeauftragten Christian Hirte (CDU) scharf. Hirte hatte der SPD Versagen bei der Entwicklung Ostdeutschlands vorgeworfen.

Thüringens SPD-Landesvorsitzenden Wolfgang Tiefensee und den Ost-Beauftragten der Bundesregierung Christian Hirte ( CDU ) in einem Bild.
Thüringens SPD-Landesvorsitzender Wolfgang Tiefensee (links) und der Ost-Beauftragte der Bundesregierung Christian Hirte (CDU). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Thüringens SPD-Landesvorsitzender sieht die große Koalition durch die Kritik des Ost-Beauftragten der Bundesregierung belastet. Wolfgang Tiefensee kritisiert dessen "Frontalangriff" auf das Rentenkonzept von Hubertus Heil und die Vorhaben der Ost-SPD am Samstag scharf.

Damit, so Tiefensee laut Mitteilung von Samstag, stelle Hirte die Zusammenarbeit mit der SPD prinzipiell infrage. Er reagierte damit auf Aussagen des Ost-Beauftragten der Bundesregierung Christian Hirte (CDU) in der Samstagsausgabe der "Thüringer Allgemeinen". Der Thüringer Hirte hatte den Koalitionspartner SPD scharf angegriffen und ihm Versagen bei der Entwicklung Ostdeutschlands vorgeworfen.

Es hilft nicht, nur herumzujammern, dass die Ostdeutschen zu kurz gekommen sind und deshalb mehr Geld verteilt werden muss.

Christian Hirte (CDU) Ost-Beauftragter der Bundesregierung

Weiter erklärte der Staatssekretär, der SPD sei die Lebenswirklichkeit der Ostdeutschen fremd. Es gehe vor allem darum, Zukunftsfelder zu besetzen, etwa in der digitalen Wirtschaft und in der Forschung. Hirte forderte zudem mehr Ostdeutsche in Führungspositionen. Hintergrund der Äußerungen waren das Ost-Papier der Sozialdemokraten und die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine Grundrente von 900 Euro. Tiefensee warf dem Ostbeauftragten dagegen vor, das politische Klima zu vergiften.

Mit seiner Polemik kündigt Hirte die Zusammenarbeit auf und disqualifiziert sich als Anwalt für Ostdeutschland.

Wolfgang Tiefensee SPD-Landesvorsitzender Thüringen

Christian Hirte ist Vizevorsitzender der CDU in Thüringen. Hier wird im Herbst ein neuer Landtag gewählt. Die CDU möchte die von den Linken geführte rot-rot-grüne Landesregierung kippen. Tiefensee ist aktuell auch Wirtschaftsminister des Freistaats.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. Februar 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2019, 17:13 Uhr

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44 Kommentare

11.02.2019 08:30 Ichich 44

Vielleicht schaut man sich einmal die Arbeitslosezahlen von Dresden und Jena und vergleicht sie mit denen der Stadt Offenach, mit Dortmund oder Duisburg. Der neue "Hätschelkurs" der SPD gegenüber den Ostdeutschen hat nichts mit einer "Erkenntis" über "Benachteiligungen zu tun, sondern soll den Totalabsturz der Partei bei den nächsten Wahlen (in Ostdeutschland) verhindern.

11.02.2019 06:04 CDU Wählerin 43

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