Frieren Zehn Tipps gegen kalte Hände und Füße

Frieren an Händen und Füßen ist unangenehm. Wenn ernsthafte Ursachen dafür ausgeschlossen werden können, lässt sich selbser einiges tun, um die Durchblutung in den Extremitäten anzukurbeln. Wir zeigen, was hilft.

von Jana Olsen

Die in dicken Wollsocken steckenden Füße einer im Bett liegenden Frau, schauen unter der Bettdecke hervor.
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Ansteigendes Fußbad

Ein Klassiker gegen kalte Füße. Man stellt die Füße am besten in eine bequeme Fußbadewanne und beginnt bei einer Wassertemperatur von etwa 35 Grad. Gießen Sie dann langsam wärmeres Wasser nach, bis Sie innerhalb von 15 Minuten etwa 40 Grad erreicht haben. Dann Füße gut abtrocknen, warme Socken anziehen und am besten noch eine halbe Stunde nachruhen. Natürlich funktioniert das ansteigende Temperaturbad auch mit den Händen.

Bürstenmassage

Massagen mit Noppenhandschuhen, Schwämmen oder Bürsten erweitern die Gefäße und verbessern die Durchblutung. Nehmen Sie sich etwas Zeit und bürsten Sie mit kreisenden Bewegungen Füße und Hände ab.

Massageöl mit Rosmarin

Rosmarin
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Rosmarin fördert die Durchblutung und bringt den Kreislauf in Schwung. Er eignet sich daher gut als Zusatz für Massageöle gegen kalte Hände und Füße. Sie brauchen: Mandelöl und ätherisches Rosmarinöl. Verrühren Sie beides etwa im Verhältnis 10:1. Für eine Fuß- oder Handmassage reichen 20 Milliliter Mandelöl und zwei Tropfen ätherisches Öl. Erwärmen Sie die Mischung leicht im Wasserbad. Starten Sie die Massage an den Waden beziehungsweise den Unterarmen. Das stimuliert die Muskulatur und den Wärmetransport bis in die Finger und Zehenspitzen. Streichen Sie mehrmals auf und ab und massieren Sie Finger und Zehen mit kreisenden Bewegungen.

Gymnastik für die Füße

Bewegung bringt den Kreislauf und die Durchblutung in Schwung. Sie sorgt dafür, dass die Wärme bis in die Zehen transportiert wird. Laufen Sie öfter mal in der Wohnung auf Zehenspitzen oder den Fersen. Wer mag, kann auch eine Runde auf den Außen- und Innenkanten der Füße gehen. Fußgymnastik geht auch ohne große Anstrengung: Rollen Sie im Stehen oder Sitzen mit den Füßen ein paar Minuten über einen Igelball. Die kleinen Noppen regen die Durchblutung an, das wärmt die Füße.

Gymnastik für die Hände

Hand mit Handtrainer
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Einfache Übungen mit den Fingern sind nicht so wirksam wie eine Fußgymnastik, da bei den Händen das Körpergewicht als Widerstand fehlt. Nutzen Sie für Fingerübungen also Handtrainer, ein Theraband oder ein warmes Kirschkernkissen. Erst das Training gegen den Widerstand bringt die Wärme in die Hand. Was auch hilft: starkes Rubbeln der Handflächen aneinander. Dazu müssen Sie aber mindestens eine Minute lang die Hände aufeinander reiben, um einen Effekt zu spüren.

Pulswärmer und Fausthandschuhe

Eine Frau mit Pulswärmern und einer Tasse Tee
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Omas Müffchen sind eine praktische Erfindung. Denn die Pulswärmer halten die Handgelenke warm. Dann werden auch die Hände nicht so schnell kalt. Fausthandschuhe halten in der Regel wärmer als Fingerhandschuhe. Das Material entscheidet über die Isolierung. Leder ist dabei windabweisender und wärmer als Wolle.

 Ergonomische Handauflagen

Wer am Computer oft kalte Hände bekommt, dem helfen vielleicht ergonomische Handgelenksstützen oder Gelauflagen. Denn beim Schreiben auf der Tastatur kommt es häufig zu einem Abknicken der Handgelenke, was kalte Hände fördert. Eine Option für frierende Büromenschen sind auch beheizbare Tastaturen oder Computermäuse.

Die richtigen Schuhe

Wer zu enge Schuhe trägt, bekommt schneller kalte Füße. Wichtig ist, dass der Fuß genug Platz im Schuh hat, damit die Zehen auch mal bewegt werden können. Eine dicke Sohle verhindert, dass die Kälte von unten in die Füße kriecht. In Kunststoffschuhen schwitzen die Füße schneller und werden so auch schneller kalt.

Beheizbare Sohlen

Mittlerweile gibt es etliche Anbieter für wärmende Einlegesohlen. Diese funktionieren zum Beispiel über Akku oder Eisenpulver und Aktivkohle. Diabetiker mit Sensibilitätsstörungen in den Füßen sollten hiermit jedoch vorsichtig sein. Denn manchmal können die Sohlen sogar zu heiß werden.

Von "innen" heizen

Scharfmacher wie Pfeffer, Chili und Ingwer regen nicht nur die Durchblutung im Mund, sondern auch im Verdauungstrakt und im Rest des Körpers an. Essen Sie also ruhig scharf oder gönnen Sie sich einen wärmenden Gewürztee.

Ratgeber

Bergung im Sturm auf dem Brocken Verirrter 5 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 09. Januar 2020 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Januar 2020, 13:20 Uhr