Vertrocknete Maispflanzen auf einem Feld.
Die Trockenheit wird sich natürlich auf die Ernte auswirken. Bei Mais rechnen die Bauern mit Erträgen im unteren Durchschnitt. Bildrechte: imago/Christian Ohde

Trockenheit in Thüringen Bauernverband: Kaum Entwarnung nach dem Regen

Nach dem Regen am Wochenende haben Landwirte und Forstämter in Thüringen nur leichte Entwarnung gegeben. Vom Landesbauernverband hieß es, besonders für Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln sei der Regen dringend nötig gewesen. Bisher hat es thüringenweit im Juli nur halb so viel geregnet wie sonst üblich.

Vertrocknete Maispflanzen auf einem Feld.
Die Trockenheit wird sich natürlich auf die Ernte auswirken. Bei Mais rechnen die Bauern mit Erträgen im unteren Durchschnitt. Bildrechte: imago/Christian Ohde

Landwirte können nicht aufatmen

Besonders viel Regen ist am Wochenende im Saale-Orla-Kreis gefallen. In Remptendorf waren es laut dem Deutschen Wetterdienst rund 85 Liter pro Quadratmeter. Allerdings genügt das laut Bauernverband nicht. Die Landwirte würden immer noch mit den Folgen der massiven Trockenheit vom letzten Jahr kämpfen - vor allem im Norden des Landes. Die Situation bei den Futter-Anbauflächen sei nach wie vor mau. Die Ernteerträge werden laut dem Verband im unteren Durchschnitt liegen.

Situation in Wäldern weiter angespannt

Auch aus Sicht der Landesforstanstalt hat sich die Lage nur leicht entspannt. Die Waldbrandgefahr sei zwar vielerorts zurückgegangen, der Regen aber nicht tief genug in die Böden eingesickert, so Horst Sproßmann von "ThüringenForst". In einer Tiefe von 20-25 Zentimetern sei es nach wie vor staubtrocken.

Flusspegel immer noch zu niedrig

Ein Blick auf die Pegelstände der Flüsse zeigt: nur an manchen Stellen der Werra, Ilm und an der Pleiße ist das Wasser gestiegen. Sonst bleibt es vielerorts beim Niedrigwasser. Das hat es laut den Experten des Landesamt für Umwelt und Naturschutz so das letzte Mal vor über 100 Jahren gegeben.

Wochenlanger Regen nötig

Um die Lage nachhaltig zu entspannen, braucht es laut den Landwirten und Waldexperten wochenlange, gleichmäßige Regenfälle. Sonst würde der Effekt schnell wieder verpuffen. Bisher hat es thüringenweit im Juli nur halb so viel geregnet wie sonst üblich.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Juli 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2019, 19:53 Uhr

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7 Kommentare

16.07.2019 14:58 Sylter 7

@16.07.2019 14:32 Gerd Müller
"Die Felder die ich sehe, sehen gut aus, ob Mais, Weizen oder Kartoffeln."
Darf ich ganz bescheiden nach Ihrer Qualifikation fragen, um das beurteilen zu können ?

16.07.2019 14:54 Sylter 6

@16.07.2019 13:43 Holger
Ja, haben sie:
"Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) erzeugen die Vulkane weltweit an Land und unter Wasser jährlich etwa 200 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2), während unsere Automobil- und Industrieaktivitäten jedes Jahr weltweit rund 24 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen verursachen ."

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