SPD-Spitzenkandidatin Taubert legt zu

Bei der Beurteilung der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten verschiedener Parteien hat Heike Taubert von der SPD im Vergleich zur Umfrage im Mai dieses Jahres deutlich an Zustimmung gewonnen. In der aktuellen Umfrage gaben 41 Prozent der Teilnehmer an, mit der politischen Arbeit von Taubert zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Im Mai waren es noch 37 Prozent gewesen. Die Zufriedenheit der Befragten mit der Arbeit von Ministerpräsidentin und CDU-Spitzenkandidatin Christine Lieberknecht sank von Mai bis Juli von 52 auf 51 Prozent, während Linke-Spitzenkandidat Bodo Ramelow unverändert 43 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden- oder sehr zufriedenstellt. Lieberknecht bleibt damit aber die beliebteste Spitzenpolitikerin im Land.

Vor die Wahl gestellt, Lieberknecht, Ramelow oder Taubert direkt zum Ministerpräsidenten zu wählen, entschieden sich 37 Prozent der Befragten für Lieberknecht, 24 % für Ramelow und 17 % für Taubert.

Auffällige Veränderungen gab es in der aktuellen Umfrage bei einigen Kompetenzen, die den einzelnen Parteien zugeschrieben werden. So bescheinigten 26 Prozent der Befragten der CDU die größte Kompetenz, eine gute Schul- und Bildungspolitik zu betreiben. Damit liegen die Christdemokraten zwar weiterhin hinter der SPD, der 28 Prozent der Befragten in diesem Feld die größte Kompetenz zuschreiben. Gegenüber der Mai-Umfrage legte die CDU hier aber um vier Prozentpunkte zu. Eine mögliche Erklärung sind die Attacken des CDU-Landtagsfraktionschefs Mike Mohring in den vergangenen Wochen gegen die Bildungspolitik der SPD.

Für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, trauen die Befragten am ehesten der SPD zu: Mit 32 Prozent lagen die Sozialdemokraten vor der Linkspartei (29 %) und der CDU (19 %). Damit wird hier den Thüringer Sozialdemokraten erstmals mehr Kompetenz zugeschrieben als der Linkspartei. Hintergrund könnte der von der schwarz-roten Koalition auf Bundesebene durchgesetzte flächendeckende Mindestlohn sein. Für dies Interpretation spricht auch der Umstand, dass die Werte der Thüringer CDU bei der sozialen Kompetenz im Vergleich zur Mai-Umfrage gestiegen sind.

Statistische Daten zur Umfrage Die Befragung wurde von infratest dimap im Auftrag des MDR im Zeitraum vom 9. bis 13. Juli 2014 vorgenommen. Befragt wurde eine repräsentative Gruppe von 1.000 Personen.

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2014, 22:08 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

16 Kommentare

17.07.2014 14:33 to-bi 16

Es geht scheinbar einigen Thüringern zu gut, dass sie unbedingt Rot-Rot-Grün wollen. Und die SPD treibt sich mit ihrer Offenheit für einen linken MP selbst in eine unumkehrbare Sackgasse und in die Bedeutungslosigkeit. Herr Dewes lässt grüßen. Er hat die SPD in Thüringen doch 1999 erst richtig klein und unbedeutend gemacht. Und Frau Taubert hat auch nichts Besseres zu tun, weil sie selbst so blass ist und gerade als Sozialministerin keinerlei Konturen zeigt.

15.07.2014 17:54 Konstantin 15

@ "Sozialdemokratin": laut MDR Hörfunk wollen 2 von 3 SPD-Wählern eine Koalition mit der CDU. Daher muss wohl Ihre SPD darauf achten, wegen ihrer rot-roten Pläne im September nich ausgewechselt zu werden! ;-) Die CDU hat gute Arbeit geleistet, sogar mit der SPD...