Umweltministerium Wolfsgebiet in Thüringen soll ausgedehnt werden

Das Umweltministerium will das Wolfsgebiet in Thüringen ausdehnen. Bislang ist dieses auf die Region Ohrdruf begrenzt. Ein größeres Gebiet soll die Schäfer nach Ministeriumsangaben besser vor Verlusten durch Wolfsrisse schützen. In einem offiziell deklarierten Wolfsgebiet können Landwirte für die Schäden durch Wolfsrisse entschädigt werden.

Ein Wolf steht auf einem Feld
Ein bereits als Wolf indentifiertes Jungtier steht auf einem Feld in der Nähe von Breitenhain. Bildrechte: MDR/Ronny Stoye

Anlass für die Pläne sind nach Ministeriumsangaben die mutmaßlichen Wolfsrisse in Altenberga im Saale-Holzland-Kreis. Dort wurden Ende vergangener Woche zwei Schafe totgebissen und drei verletzt. Gutachter halten einen Wolfsriss für möglich. Vergangenen Freitag war außerdem in Ostthüringen ein weiterer Wolf gesichtet worden. In der Nähe von Breitenhain hatte ein Autofahrer das Tier fotografiert, als es die Straße überquerte. Experten vom LUPUS-Büro in Dresden hatten das Tier eindeutig als Wolf identifiziert. Der NABU hatte in diesem Zusammenhang bereits vergangene Woche gefordert, ganz Thüringen als Wolfsland auszuweiten.

Weidetierhalter müssten jetzt schnell reagieren können, um ihre Herde ausreichend vor Wolfsrissen zu schützen. Seit 2015 ist das etwa 3000 Quadratkilometer große Gebiet um den Truppenübungsplatz in Ohrdruf als Wolfsland ausgewiesen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 17. April 2018 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. April 2018, 15:46 Uhr

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14 Kommentare

18.04.2018 16:36 Diana 14

@TT
Besser hätte man es nicht formulieren können! Die Menschen vergessen immer dass die Erde nicht ihnen gehört sondern allen Lebewesen!!

18.04.2018 13:44 TT 13

Bei all diesen qualifizierten Kommentaren fällt einem nur noch ein Leitspruch ein: "Niveau ist keine Hautcreme." Wie menschenzentriert hier argumentiert wird, sieht man schon an der Interpretation des Wortes "ansiedeln". Tiere siedeln sich tatsächlich selbst an, auch ohne Zutun des Menschen, der übrigens auch nur ein Tier ist, aber annimmt, sich über alle Naturgesetze hinwegsetzen zu können. Die Erde ist eben nicht des Menschen Untertan, umgekehrt wird ein Schuh draus. Für manche vielleicht traurig, aber ebenso wahr.

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