Nach dem schweren Gewitter am Sonntag in Plaue im Ilm-Kreis dauern die Aufräumarbeiten an. In Plaue pumpen Feuerleute auch am Montagmorgen noch vollgelaufene Keller aus. Mindestens 24 Keller sind überflutet worden. Die Wassermassen haben unter anderem auch den Bahnhofstunnel über- und unterspült. Am Bahnhof können deshalb nur die Züge von Arnstadt Richtung Meiningen halten.
Jetzt müssen die Schäden, die Tief "Axel" angerichtet hat, noch beseitigt werden. Bildrechte: MDR/Martin Wichmann

Unwettertief Wetterlage in Thüringen entspannt sich langsam

Die Hochwasserlage in Thüringen normalisiert sich langsam. Der meiste Regen fiel laut Deutschem Wetterdienst seit Montag in Birx mit 100 Liter Regen je Quadratmeter. Den wenigsten Regen bekam das Altenburger Land ab. Leitstellen und Feuerwehren sind dennoch bis Mittwoch weiter in Alarmbereitschaft.

Nach dem schweren Gewitter am Sonntag in Plaue im Ilm-Kreis dauern die Aufräumarbeiten an. In Plaue pumpen Feuerleute auch am Montagmorgen noch vollgelaufene Keller aus. Mindestens 24 Keller sind überflutet worden. Die Wassermassen haben unter anderem auch den Bahnhofstunnel über- und unterspült. Am Bahnhof können deshalb nur die Züge von Arnstadt Richtung Meiningen halten.
Jetzt müssen die Schäden, die Tief "Axel" angerichtet hat, noch beseitigt werden. Bildrechte: MDR/Martin Wichmann

Die Hochwasserlage in Thüringen normalisiert sich langsam. Bereits seit Montag hatten teils starke Regenfälle und Gewitter in Teilen Thüringens Straßen überflutet, Schlamm auf Fahrbahnen gespült und für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren gesorgt. Besonders betroffen waren der Südwesten des Landes mit der Rhön.

Große Unterschiede bei Regenmengen

Der meiste Regen fiel laut Deutschem Wetterdienst seit Montag in Birx (Kreis Schmalkalden-Meiningen) mit 100 Liter Regen je Quadratmeter. In Geisa fielen 91 Liter, in Moorgrund (beide Wartburgkreis) 73 Liter, wie ein Sprecher sagte. Dagegen kam Erfurt, wo zunächst vor Überschwemmungen gewarnt worden war, mit 17 Litern glimpflich davon. Den wenigsten Regen bekam das Altenburger Land ab. In Altenburg-Nobitz seien lediglich 0,9 Liter pro Quadratmeter gefallen.

Wasserstände sinken wieder

Den Schwerpunkt der Regenfälle hatten laut Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz seit Montag die Einzugsgebiete der Gera, der Werra im Wartburgkreis, der Ulster und Felda gebildet. Am Dienstagmorgen galt an drei Thüringer Flusspegeln zunächst die Hochwasseralarmstufe 1. Betroffen waren die Gera-Pegel in Arnstadt und Erfurt-Möbisburg und Teutleben an der Hörsel.

Schon im Laufe des Vormittags sanken die Pegelstände aber wieder. Dafür stieg der Pegelstand an der Ulster in Unterbreizbach (Wartburgkreis) auf 2,28 Meter, was Alarmstufe 2 entsprach. Auch dort sinkt der Wasserstand mittlerweile wieder.

Feuerwehr war überall im Einsatz

In Eisenach hatte Starkregen nach Angaben der Stadtverwaltung bereits am frühen Montagabend eine Bahnunterführung geflutet. Das Wasser habe dort 50 Zentimeter hoch gestanden. Die Sperrung wurde aber schon nach knapp zwei Stunden wieder aufgehoben, nachdem die Feuerwehr das Wasser abgepumpt hatte.

Auf die Bundesstraße 19 zwischen Wilhelmsthal und Eisenach spülte der Regen in der Nacht Laub und Schlamm. Auch in Dietlas im Wartburgkreis spülte Schlamm von einem Hang auf eine Straße. Im Wartburgkreis waren die Feuerwehren seit Montagabend zu rund 60 Einsätzen unterwegs.

Ilm-Kreis bleibt in Bereitschaft

Im Ilm-Kreis, wo die Feuerwehren bereits am Sonntag und Montag vollgelaufene Keller leerpumpen musste, meldete das Landratsamt am Dienstag Entspannung. Die befürchteten besonders schweren Regengüsse in der Nacht zum Dienstag seien ausgeblieben. Leitstelle und Feuerwehren sind laut Kreisverwaltung bis Mittwoch aber weiter in Alarmbereitschaft.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. Mai 2019 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2019, 20:19 Uhr

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