Nach dem schweren Gewitter am Sonntag in Plaue im Ilm-Kreis dauern die Aufräumarbeiten an. In Plaue pumpen Feuerleute auch am Montagmorgen noch vollgelaufene Keller aus. Mindestens 24 Keller sind überflutet worden. Die Wassermassen haben unter anderem auch den Bahnhofstunnel über- und unterspült. Am Bahnhof können deshalb nur die Züge von Arnstadt Richtung Meiningen halten.
Bildrechte: MDR/Martin Wichmann

Ticker Unwetter über Thüringen

In Thüringen drohen am Montag in den Regionen zwischen Werra und Südharz Hochwasser und Überschwemmungen. Dauerregen wird die Pegelstände der Flüsse voraussichtlich vom Montagabend an schnell ansteigen lassen.

Nach dem schweren Gewitter am Sonntag in Plaue im Ilm-Kreis dauern die Aufräumarbeiten an. In Plaue pumpen Feuerleute auch am Montagmorgen noch vollgelaufene Keller aus. Mindestens 24 Keller sind überflutet worden. Die Wassermassen haben unter anderem auch den Bahnhofstunnel über- und unterspült. Am Bahnhof können deshalb nur die Züge von Arnstadt Richtung Meiningen halten.
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07:00 Uhr | 21.05.2019

Wir beenden diesen Ticker.

19:45 Uhr | Leichte Entwarnung für Erfurt

Die Feuerwehr Erfurt hat leichte Entwarnung beim drohenden Hochwasser gegeben. Nach den Meldungen der Hochwassernachrichtenzentrale Thüringen sollte in der Nacht zum Dienstag der Pegel der Gera in Möbisburg extrem ansteigen. Avisiert waren Werte, die sogar das Jahrhunderthochwasser von 1994 mehr als verdoppelt hätten.

Die Stadt Erfurt hatte daraufhin nach eigenen Angaben organisatorisch, logistisch und personell Vorsorge getroffen, einen Stab vorbereitet, ihre Lager und Bestände überprüft, Sandlieferungen und Bagger standen auf Abruf bereit. Bei einer Lagebesprechung gab die Feuerwehr dann am frühen Montagabend leichte Entwarnung. Die vorbereitete Personalverstärkung konnte somit weitestgehend in die Rufbereitschaft entlassen werden.

18:45 Uhr | Schlammlawine in Bad Salzungen

In Eisenach sind seit dem frühen Montagabend mehrere Feuerwehren im Einsatz, um gegen Überflutungen im Stadtgebiet zu kämpfen. In Bad Salzungen ging eine Schlammlawine ab und in Vacha brannte eine Gartenhütte nieder. Verletzte gab es bisher nicht.

18:30 Uhr | Hochwasserwände in Eisfeld aufgestellt

Im Ilm-Kreis liefen mehrere Keller, Turnhallen und ein Jugendklub voll. Die Kreisverwaltung erwartet stark ansteigende Pegelstände an den Flüssen Wipfra und Ilm - bis auf ein Niveau der höchsten Warnstufe 3, wie eine Sprecherin sagte. In Plaue wurden am Montag wieder Sandsäcke befüllt, nachdem dort bereits am Sonntag starker Regen für überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller gesorgt hatte. Nach Angaben der Sprecherin wurde in Marlishausen - einem Stadtteil von Arnstadt - eine Grundschule vorsichtshalber gegen befürchtete Überschwemmungen gesichert. In Eisfeld im Landkreis Hildburghausen wurden am Montagnachmittag die Hochwasserwände aufgestellt.

18:00 Uhr | Erfurt bereitet sich auf Hochwasser vor

Mehrere hundert Feuerwehrleute bereiten sich in Erfurt auf Überschwemmungen und Hochwasser vor. Die Experten erwarten innerhalb der nächsten Stunden für die Gera einen besonders hohen Wasser-Durchfluss. Es könne sein, dass mit 100 Kubikmetern Wasser pro Sekunde mehr als die zehnfache Menge des Normalen durch das Flussbett rauscht. Die Stadt hat schon jetzt 20.000 Sandsäcke und Bagger bereitgestellt. Möglicherweise müssen sogar die Bewohner einer Gartenanlage in Hochheim evakuiert werden, die bei Hochwasser immer besonders betroffen ist. Schon in den Morgenstunden soll der Pegelstand der Gera aber wieder fallen.

15:50 Uhr | Dauerregen hat eingesetzt

In der Westhälfte Thüringens hat der angekündigte Dauerregen eingesetzt. Bis mindestens Dienstagmittag muss zwischen Werra und Südharz mit Überschwemmungen und Hochwasser gerechnet werden. In Arnstadt wurden nach Angaben des Ilm-Kreises schon jetzt Keller, Turnhallen und ein Jugendclub überflutet.

15:00 Uhr | Hochwasserwarnung für mehrere Flüsse

Auf der Prognosekarte der Hochwassernachrichtenzentrale ist die gesamte Westhälfte Thüringens rot eingefärbt: Es besteht Hochwassergefahr. Die Warnung gilt für die Ilm, die Unstrut und die Werra inklusive der Zuflüsse. An einigen Flusspegeln dürfte die höchste Alarmstufe 3 überschritten werden. Die Hochwasserzentrale geht davon aus, dass die Pegel ab Dienstagmittag wieder fallen. Im Ilm-Kreis hatte es nach schweren Gewittern bereits am Sonntag Überschwemmungen gegeben. Betroffen war unter anderem der Ort Plaue, wo Keller und der Bahnhof unter Wasser standen.

13:00 Uhr | Im Westen drohen Überschwemmungen

In den westlich gelegenen Gebieten Thüringens drohen Hochwasser und Überschwemmungen. Die Hochwassernachrichtenzentrale des Freistaats gab am Montagmittag eine Hochwasserwarnung für Ilm, Unstrut, Werra und deren Zuflüsse heraus. Mit Tief "Axel" seien in einem Süd-Nord-Streifen zwischen Werra und Südharz bis Dienstagnachmittag 80 Liter Regen pro Quadratmeter und mehr möglich. Die Pegel in diesem Gebiet würden ab Montagnachmittag schnell ansteigen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 20. Mai 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2019, 07:02 Uhr

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4 Kommentare

21.05.2019 07:42 Sabrina 4

Erste Vorboten des vor wenigen Wochen prognostizierten trockenen Sommers - vermutlich.

21.05.2019 06:30 Möws 3

Jetzt werden die Bauern wieder Jammern, dass es zu viel geregnet hat

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