Chinesischer Akku-Hersteller CATL Tiefensee will Batterie-Hersteller nach Thüringen holen

Der chinesische Akku-Gigant CATL plant ein Batteriewerk für Elektroautos in Deutschland. Im Gespräch als möglicher Standort ist auch Erfurt. Das bestätigte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) MDR THÜRINGEN.

Contemporary Amperex Technology Co (CATL) in Shenzhen city
Der Firmensitz von CATL im chinesischen Shenzhen. Bildrechte: dpa

Derzeit werde über eine Ansiedlung in Thüringen verhandelt. Tiefensee sagte, dass das Land großes Interesse an einer solchen Investition habe und alles tun werde, um das Unternehmen bei der Realisierung in Thüringen zu unterstützen. Dem Ministerium zufolge sind jedoch mehrere Standorte für eine solche Investition im Gespräch. Dazu gehöre unter anderem Brandenburg. Auch außerhalb von Deutschland gebe es Interesse an der Ansiedlung. Diese Gespräche seien noch nicht abgeschlossen.

Zuvor hatte die "Automobilwoche" berichtet, dass der chinesische Batterie-Hersteller CATL (Contemporary Amperex Technology Co.) in ein Werk auf deutschem Boden investieren will. Als möglicher Standort für ein Batteriewerk in Deutschland wird demnach Erfurt erwogen. Aktuell wird der Markt von einer Handvoll Hersteller von Batteriezellen dominiert, die alle in Asien sitzen - in China oder Südkorea.

Autozulieferer-Verband begrüßt Gespräche

Der Autozulieferer-Verband automotive begrüßt die Gespräche zur möglichen Neuansiedlung in Thüringen. Sie zeigten, dass die Strukturen im Freistaat hinreichend seien für solche innovativen Firmen, sagte Verbandschef Michael Militzer MDR THÜRINGEN. Die Ansiedlung wäre nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa wichtig. Militzer könnte sich im Fall einer Entscheidung für den Standort in Thüringen vorstellen, dass sich der chinesische Investor in Arnstadt ansiedelt. Offen bliebe aber die Frage, wieviel Geld der Batteriezellfertiger investieren wird und wie viele Arbeitsplätzte entstehen.

Fertigung von Lithium-Ion-Akkumulatoren bei CATL in Ningde in China.
Arbeiter produzieren in einem CATL-Werk in der chinesischen Stadt Ningde Lithium-Ionen-Batterien. Bildrechte: dpa

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Juni 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Juni 2018, 20:41 Uhr

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4 Kommentare

09.06.2018 10:12 martin (ein anderer) 4

@Steuerzahler: Ich hätte da zwei Fragen:
1.) Haben sich die CDU geführten Vorgängerregierungen bei den Fördermitteln anders verhalten?
2.) Wer konnte die D-Mark und den Kapitalismus nicht schnell genug bekommen?

Ich teile übrigens Ihre Einschätzung, dass der Subventionswettlauf - gelinde gesagt - ein sehr fragwürdiges Instrument zu Absicherung / Schaffung von Arbeitsplätzen ist. Allerdings ist der alleinige Fingerzeig auf RRG meiner Meinung nach völlig falsch.

08.06.2018 06:47 Steuerzahler 3

@1: Sicher wird Herr Tiefensee einen very big deal hinkriegen. Very viele Steuermillionen für den Investor. Dann wird er sich ob seiner Genalität feiern. Und wenn die Bindungsfrist abgelaufen ist und die Geschäfte nicht so laufen wie geplant, ist der Investor weg.
Leider versteht das von R2G keiner - der Investor Nutz die Gesetze des Marktes brutal aus ("sind noch mehrere Standorte im Gespräch").

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