Chronologie Die Kreisgliederung Thüringens seit 1990

Bei seiner Wiedergründung am 3.10.1990 hatte Thüringen 35 Land- und fünf Stadtkreise. 1994 wurde ihre Zahl deutlich verringert. Sehen Sie hier einen Überblick über frühere, heutige und mögliche künftige Kreisstrukturen.

Thüringen | Planungsregionen und den Landkreis-Grenzen
Noch weiter ging der Präsident des Thüringer Landesrechnungshofes, Sebastian Dette. Er plädierte dafür, vier Großkreise in den Grenzen der bereits bestehenden Thüringer Planungsregionen zu bilden. Einzige kreisfreie Stadt solle Erfurt sein.

Ein ähnliches Modell schlug die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag vor. Sie empfahl ebenfalls, die vier Planungsregionen zum Ausgangspunkt der Überlegungen von Kreisgebietsreformen zu machen. Jedoch legte sie sich bei der Zahl der Kreise nicht fest. Vorstellbar wären laut Linke-Konzept acht Regionalkreise. Letztlich müsse der Diskussionsprozess zeigen, wie viele Kreise am Ende übrig bleiben. Die kreisfreien Städte wollte die Linke in die verschiedenen Regionalkreise integrieren.
Bildrechte: MDR.DE
Kreisgliederung Thüringens am 3. Oktober 1990
Am 3. Oktober 1990 wurde das Land Thüringen wieder gegründet. Es setzte sich aus den früheren DDR-Bezirken Erfurt, Gera und Suhl zusammen. Das Land hatte 35 Landkreise sowie fünf Stadtkreise. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kreisgliederung Thüringens seit 7. Juli 1994
Erstmals verändert wurden die Kreisgrenzen mit der Gebietsreform, die am 7. Juli 1994 in Kraft trat. Damals wurden durch Fusionen von zwei oder mehr Altkreisen größere Landkreise gebildet. Einige Kreise wie Nordhausen und Sonneberg blieben unverändert. Die Gesamtzahl der Landkreise verringerte sich von 35 auf 17. Zu den fünf kreisfreien Städten kam eine sechste hinzu: Eisenach. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Experten schlagen acht Thüringer Landkreise vor - Gebietsreform
Eine von der Landesregierung im Jahr 2011 berufene Expertenkommission hatte im Februar 2013 vorgeschlagen, die Zahl der Landkreise durch Fusionen von 17 auf acht zu reduzieren. Von den sechs kreisfreien Städten sollten nur zwei übrig bleiben: Erfurt und Jena. Gera, Weimar, Suhl und Eisenach sollten den sie umgebenden Landkreisen eingegliedert werden. Bildrechte: MDR.DE / Expertenkommission Funktional- und Gebietsreform
Thüringen | Planungsregionen und den Landkreis-Grenzen
Noch weiter ging der Präsident des Thüringer Landesrechnungshofes, Sebastian Dette. Er plädierte dafür, vier Großkreise in den Grenzen der bereits bestehenden Thüringer Planungsregionen zu bilden. Einzige kreisfreie Stadt solle Erfurt sein.

Ein ähnliches Modell schlug die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag vor. Sie empfahl ebenfalls, die vier Planungsregionen zum Ausgangspunkt der Überlegungen von Kreisgebietsreformen zu machen. Jedoch legte sie sich bei der Zahl der Kreise nicht fest. Vorstellbar wären laut Linke-Konzept acht Regionalkreise. Letztlich müsse der Diskussionsprozess zeigen, wie viele Kreise am Ende übrig bleiben. Die kreisfreien Städte wollte die Linke in die verschiedenen Regionalkreise integrieren.
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Empfehlung zu einer gemeindlichen Entwicklung
Ein Vorschlag des Landrates des Eichsfeldkreises, Werner Henning (CDU) zur Neugliederung der Landkreise in Nordthüringen. Er empfahl in einem Brief an der Linke-Landtagsfraktion vom August 2012, den Eichsfeldkreis und den Kyffhäuserkreis um Gebiete der angrenzenden Landkreise Nordhausen und Unstrut-Hainich-Kreises zu erweitern. Allerdings wollte Henning in den Eichsfeldkreis nur Kommunen ohne Schulden übernehmen. Bildrechte: MDR.DE
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