Landratswahl Kreis Schmalkalden-Meiningen Peggy Greiser (Die Linke/SPD)

MDR THÜRINGEN hat die Kandidatinnen und Kandidaten zur Landratswahl im Kreis Schmalkalden-Meiningen um biografische Angaben sowie um einige Aussagen zu politischen Themen gebeten. Lesen Sie hier die Antworten von Peggy Greiser.

Biografisches

Peggy Greiser, Kandidatin für Linke und SPD bei der Landratswahl im Kreis Schmalkalden-Meiningen am 15.04.2018
Peggy Greiser Bildrechte: Peggy Greiser

Geboren am 12.12.1970 in Suhl, schlug mein Herz bereits früh für den (Leistungs)-Sport. Von 1984-1994 lebte ich in Oberwiesenthal und Altenberg und besuchte in Sachsen die Kinder und Jugendsportschule. In der Rennrodel-Nationalmannschaft trainierte ich später auch zusammen mit Silke Otto und Silke Kraushaar. Neben Erinnerungen an sportliche Erfolge und eine knapp verpasste Olympia-Qualifikation, bereichern mich auch wichtige Erfahrungen aus dieser Zeit, von denen ich bis heute zehre: Teamfähigkeit, Disziplin und Fleiß sind stets Erfolgsgaranten für eine erfolgreiche Entwicklung. Durch den Sport und den frühen Tod meiner Mutter lernte ich sehr zeitig Verantwortung für mich und andere zu übernehmen.

1989 legte ich das Abitur ab und erwarb 1994 mein Diplom als Sportwissenschaftlerin. Anschließend kehrte ich in meine geliebte Südthüringer Heimat zurück. Seit 1995 arbeite ich für die Handwerkskammer Südthüringen. Seither habe ich mich stetig auf verschiedenen Gebieten weiter qualifiziert (Sozialpädagogik, Beratung) und verfüge über reichlich Führungserfahrung. Seit mehr als zehn Jahren bin ich als Abteilungsleiterin mit bis zu 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die berufliche Orientierung junger Menschen am Übergang Schule-Beruf und anderen Projekten tätig. Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Netzwerkpartnern (insbesondere den Schulen) ist mir wichtig. Darüber hinaus bringe ich mich als Mitglied in verschiedenen Gremien auf Landes- und Bundesebene, vorwiegend zur allgemeinen und beruflichen Bildung aber auch zur Fachkräfteentwicklung, ein.

Als ehrenamtliche Beigeordnete unseres Landrats berate ich mich regelmäßig mit Peter Heimrich zu den wichtigsten Themen, die unseren Landkreis beschäftigen. Seit 2014 sitze ich im Kreistag des Landkreises Schmalkalden-Meiningen. Hier wurde ich zur stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport gewählt und bin auch im Kreis- und Finanzausschuss vertreten. Weiterhin engagiere ich mich in drei Vereinen (zwei Sportvereinen und dem Behindertenverband des Landkreises Schmalkalden-Meiningen).

Ich bin verheiratet und habe einen 16 Jahre alten Sohn und lebe glücklich in Zella-Mehlis.

Politischer Werdegang:

  • seit 2014 Mitglied des Kreistages im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
  • ehrenamtliche Beigeordnete im Landratsamt

1. Welches sind die wichtigsten Probleme und Herausforderungen in Ihrer Kommune und wie wollen Sie diese bewältigen?

Zunächst müssen wir auch nach dem Aus für die Kreisgebietsreform wachsam sein. Unser Landkreis muss eigenständig und vollständig erhalten bleiben. Zella-Mehlis, Oberhof und die Hohe Rhön gehören untrennbar zur DNA unseres Landkreises. Ich möchte alles dafür geben, dass unser Landkreis auch künftig leistungsstark bleibt. Meine Ziele sind daher: Eine effiziente Verwaltungsstruktur und eine niedrige Kreisumlage, die unseren Städten und Gemeinden weiter Luft zum Atmen gibt. Dazu ist vor allem eine angemessene Finanzausstattung des Landes notwendig. Es kann nicht sein, dass Landkreise, die viel Geld ausgeben, belohnt und Landkreise, die gut wirtschaften (wie Schmalkalden-Meiningen), bestraft werden. Ich unterstütze daher die Klage unseres Landkreises gegen den Kommunalen Finanzausgleich.

Und ich werde mich auch für Schulbaufördermittel des Landes einsetzen, wenn wir schon beim Bundesprogramm leer ausgehen. Denn mein Ziel ist es, den Bildungsstandort Schmalkalden-Meiningen weiter zu stärken - also unser Investitionsprogramm fortsetzen und auch kleinere Schulstandorte erhalten. Ich mache mich stark für eine weitere touristische Entwicklung und erfolgreichere Vermarktung unserer Region - Thüringer Wald, Thüringer Rhön, Werratal und Grabfeld sind ein unschlagbares Gesamtpaket. Eine Biathlon- und eine Rennrodel-WM in Oberhof finden meine vollste Unterstützung und würden uns überregionale Aufmerksamkeit verschaffen.

Zudem möchte ich mich dafür einsetzen, dass sich unsere starke Wirtschaft weiter dynamisch entwickeln kann. Ich möchte Ansiedlungen von Unternehmen forcieren, Existenzgründungen fördern, Breitbandausbau und Digitalisierung unterstützen, mich für eine bessere Verkehrsinfrastruktur einsetzen und unsere Region noch stärker als Heimat-, Karriere- und Familienregion profilieren - um nicht zuletzt dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Als große Herausforderung betrachte ich die Nachwehen der Flüchtlingskrise. Bisher verlaufen die Integrationsversuche in den ersten Arbeitsmarkt mit überschaubarem Erfolg. Eine erfolgreiche berufliche bzw. schulische Integration (der Flüchtlingskinder) sind für mich der Grundstein für eine gesellschaftliche und kulturelle Integration. Hier müssen wir fördern und fordern. Das heißt auch im negativen Falle: Flüchtlinge, die strafffällig werden und/oder sich nicht integrieren wollen bzw. keine Bleibeperspektive haben, müssen schnellstens in ihre Heimat zurückgeführt werden. Vor allem muss dem Sicherheitsgefühl unserer Bürgerinnen und Bürger genüge getan werden.

2. Warum wollen Sie Landrätin werden?

Weil ich unsere Heimat liebe und mit Herzblut dabei helfen möchte, dass die erfolgreiche Entwicklung unseres Landkreises weitergeht.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 12. April 2018, 15:02 Uhr