Landratswahl Weimarer Land Christiane Schmidt-Rose (CDU)

MDR THÜRINGEN hat die Kandidatinnen und Kandidaten zur Landratswahl im Kreis Weimarer Land um biografische Angaben sowie um einige Aussagen zu politischen Themen gebeten. Lesen Sie hier die Antworten von Christiane Schmidt-Rose.

Biografisches

Christiane Schmidt-Rose, Kandidatin der CDU bei der Landratswahl im Kreis Weimarer Land am 15.04.2018
Christiane Schmidt-Rose Bildrechte: Christiane Schmidt-Rose

  • geboren 23.11.1959
  • wohnhaft seit 6.12.1994 in Niederzimmern
  • verheiratet mit Christoph Schmidt-Rose, zwei erwachsene Kinder, ein Hund
  • Schulbesuch 1966-1978


beruflicher Werdegang:

  • Studium 1978-1984 Gartenbauwissenschaften Hannover, Abschluss: Dipl.-Ing. agr (Gartenbau)
  • verschiedene berufliche Stationen in Frankfurt, Hamburg, Bergneustadt
  • 1992-2013 Bestellung als öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Gartenbau (Betriebsbewertung und Entschädigungsfragen)


Politischer Werdegang:

  • seit 1999 Mitglied im Kreistag Weimarer Land für die CDU
  • 2001-2013: Vorsitzende im Finanzausschuss
  • seit Feb. 2013 hauptamtliche Beigeordnete im Kreis Weimarer Land

1. Welches sind die wichtigsten Probleme und Herausforderungen in Ihrer Kommune und wie wollen Sie diese bewältigen?

Unsere Heimat Kreis Weimarer Land
Der Erhalt des Kreises Weimarer Land ist mir wichtig. Ich werde mich dagegen wehren, eine ideologisch motivierte Kreisgebietsreform durch die Hintertür zu niedriger Finanzzuweisungen aufgedrängt zu bekommen.

Gute Schule für Alle
Jedes Kind ist anders. Jedes Kind braucht gute Bildung. Ich will alle Schulen, Förderzentren und Sportstätten erhalten und in sie investieren. Inklusion braucht Augenmaß. Jede Schule muss an die digitale Welt angebunden werden über Glasfaserverbindungen, aber auch gebäudeinterne Vernetzung. Der Gerätebestand bedarf einer permanenten Erneuerung. Lehrer brauchen Beratung zu digitalen Inhalten, das Kreismedienzentrum ist unser Kompetenzzentrum dazu.

Infrastruktur ausbauen
Straßenausbau, Rad- und ländlicher Wegebau, Breitbandausbau, die bessere Busanbindung unserer Orte und eine flächendeckende medizinische Versorgung sind mir besonders wichtig.

Solide Finanzen und Wirtschaftsförderung
Ich stehe für eine stabile Kreisumlage, bezahlbare Gebühren und eine schlanke, bürgernahe und wirtschaftsfreundliche Verwaltung. Eine enge Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft ist mir wichtig. Unternehmen im Weimarer Land bieten sichere und abwechslungsreiche Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Sie sind die Basis für die weitere positive Entwicklung des Kreises.

Familien in den Mittelpunkt stellen
Die Förderung von Familien ist mir eine Herzensangelegenheit. Für ein familienfreundliches Umfeld sind moderne Kindergärten, Spielplätze und Angebote für die Jugend besonders wichtig.

Kultur- und Wirtschaftsförderung
Das Thüringer Freilichtmuseum in Hohenfelden, aber auch das Kunsthaus Avantgarde in Apolda sind gute Beispiele für eine Kulturförderung, die sowohl dem Tourismus nutzt als auch der Naherholung. Das gesamte Umfeld des Stausees Hohenfelden, Radwege für den Alltag und den Tourismus sind Teile eines Bündels weicher Standortfaktoren, die bei der Gewinnung junger Fachkräfte eine große Rolle spielen.

  • Zu dem Kernthema "Schnelles Internet" muss der weitere Ausbau, insbesondere in Zukunft mit Glasfaseranbindung bis in jedes Unternehmen, geschafft werden. 
  • Ende 2018 werden ca. 89 % der Einwohner und Gewerbetreibenden im Weimarer Land mit Datenraten von mind. 50 Mbit/s versorgt sein. Für die für die restlichen 11% unterversorgter Bereiche im Weimarer Land besteht die Möglichkeit, seit Ende 2015 Bundesfördermittel und seit dem Jahr 2017 Landesfördermittel zu beantragen
  • Im Jahr 2016 wurden durch/auf Initiative des Breitbandpaten des Landkreises mit den Gemeinden und VG‘en Arbeitsgemeinschaften (Arbeitscluster) gebildet. Die vorläufigen Bescheide des Bundes liegen bereits vor und werden nach der Ausschreibung und Vorlage des Ausbauvertrages endgültig beschieden. Die Bescheide des Landes stehen noch aus. Wir drängen nach wie vor auch beim Land auf vorläufige Bescheide. Die nächsten Schritte bei der Umsetzung und Verwendung der Fördermittel sind die Teilnahmewettbewerbe, die Ausschreibungen, die Vergaben, die baulichen Ausführungen und die Verwendungsnachweise.
  • Zur allgemeinen digitalen Entwicklung gehört die der Verwaltung. Verwaltungsvorgänge müssen zukünftig auf für Thüringen abgestimmten Plattformen bearbeitet werden können. Diesen Prozess will ich vorantreiben.
  • Bewältigung der Mobilitätsprobleme im ländlichen Raum – neue Strategien und alternative Bedienformen müssen konzipiert und umgesetzt werden (Beispiel: Rufbusse, autonomes Fahren)
  • Weitere Bearbeitung der Tourismuskonzeption, um Fördermittel zu akquirieren und für Projekte im Weimarer Land einzusetzen. Investitionen im Tourismus kommen auch dem Wirtschaftsstandort und dem Lebensbereich der Fachkräfte zugute. Verstetigung der Projekte in der Wirtschaftsförderung und Entwicklung neuer, innovativer Herangehensweisen für die Fachkräftegewinnung.

2. Warum wollen Sie Landrätin werden?

Ich bin seit 1999 kommunalpolitisch engagiert. Als Kreistagsmitglied und als Vorsitzende des Finanzausschusses habe ich die Entwicklung des Kreises Weimarer Land begleitet und mitbestimmt. Seit ich 2013 als hauptamtliche Beigeordnete gewählt wurde, habe ich für die Entwicklung meines Dezernates, insbesondere als Amtsleiterin der Schulverwaltung, Verantwortung übernommen. Es erscheint mir daher ein konsequenter, logischer Schritt, die Gesamtverantwortung für den Kreis Weimarer Land zu übernehmen. Ich will die Zukunft in einem eigenständigen Landkreis gestalten: Familienfreundlichkeit, solide Wirtschaftsentwicklung und eine moderne Infrastruktur haben höchste Priorität.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 12. April 2018, 14:45 Uhr