Robert Habeck diskutiert mit Windkraftgegenern
Robert Habeck war beim Wahlkampfauftakt der Thüringer Grünen dabei und diskutierte mit Windkraftgegnern. Bildrechte: MDR/Lily Meyer

Landtagswahl 2019 Wahlkampfauftakt der Thüringer Grünen in Erfurt

Die Thüringer Grünen haben am Abend in Erfurt ihren Wahlkampf eröffnet. Klimaschutz ist eines ihrer großen Wahlkampfthemen. Daneben will die Partei für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus kämpfen.

von Lisa Wennemer

Robert Habeck diskutiert mit Windkraftgegenern
Robert Habeck war beim Wahlkampfauftakt der Thüringer Grünen dabei und diskutierte mit Windkraftgegnern. Bildrechte: MDR/Lily Meyer

Die Thüringer Grünen haben am Abend ihren Wahlkampf eröffnet. Über 200 Interessierte kamen in die Halle 6 des Erfurter Zughafens. Gleich zu Beginn der Veranstaltung stürmten Windkraftgegner die Halle. Vertreter mehrerer Bürgerinitiativen protestierten gegen Windräder, für die unter anderem ein Stück Wald in Ostthüringen abgeholzt werden soll. "Es ist Wahnsinn, Wald zu roden für Windenergie", sagte ein Sprecher. "Wir sind Thüringer. Dieser Wald gehört zu uns und auch unsere Kinder sollen mit diesem Wald aufwachsen."

Umweltministerin Anja Siegesmund verwies darauf, dass von den 840 Windkraftanlagen bisher nur zwei in einem Waldgebiet stehen. Zudem habe man in der Umweltbranche 60.000 neue Jobs schaffen können. Rückendeckung bekam sie von Bundes-Parteichef Robert Habeck. "Es wäre falsch zu sagen, erneuerbare Energien sind in jeder Beziehung super." Auch erneuerbare Energien seien Eingriffe in die Landschaft. Diesen Konflikt müsse man aber aushalten.

Klimaschutz als großes Wahlkampfthema

Solange es aber keine bessere Lösung gebe, müsse der Ausbau von Windrädern vorangetrieben werden. Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke seien keine saubere Alternative. "Erneuerbare Energien haben einen Vorteil: Wir können es korrigieren, wenn uns etwas Besseres einfällt". Dann könne man die Anlagen innerhalb weniger Jahre abbauen.

Habeck bescheinigte den Thüringer Grünen mit der Regierungsbeteiligung seit 2014 einen großen Erfolg - obwohl es ein kleiner Landesverband in einem für die Grünen schwierigen Bundesland sei. Ziel bei der Landtagswahl am 27. Oktober sei es, weiter an einer progressiven Regierung beteiligt zu sein.

Klimaschutz ist eines der großen Wahlkampfthemen der Thüringer Grünen. Außerdem wollen sie für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus kämpfen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. Oktober 2019 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2019, 20:24 Uhr

37 Kommentare

Der Erfurter Bub vor 1 Wochen

"Geht Sie zwar nichts an, aber ich erzähle es Ihnen dennoch:"
Scheinbar haben Sie nun ein Vertrauensverhältnis zu mir aufgebaut. Das ehrt mich sehr.

"Ich habe die AfD bisher noch nicht gewählt und werde es auch bei der nächsten Landtagswahl nicht tun. "
Darüber bin ich ebenso sehr erfreut.

"Ich kann Höcke und die Ökopopulisten gleichermaßen blöd finden"
Ersteres ist sehr lobenswert.
Letzteres, wer sind diese Ökopopulisten? FFF oder die Strassenblockierer von Rxtinction Rebellion? Oder meinen Sie den B.U.N.D ?

"Für Linksideologen ist das natürlich undenkbar"
Ich bin Links, richtig erkannt, aber nicht grün. Aber unsere Umwelt sollte jeden interessieren. Schon in Hinsicht auf nachfolgende Generationen.

"Endzeitstimmung zu verbreiten"
Das überlasse ich Ihnen. Da sind Sie mir weit überlegen.

". Als Erfurter sind Sie ja von Windrädern neben dem Haus nicht betroffen"
Die Bahnstrecke entlang meines Hauses reicht mir. Aber ich würde diese gegen 1 Windrad eintauschen

Realist2014 vor 1 Wochen

Richtig hätte es heißen müssen: Deutschland hat weltweit die höchste Abgaben und Steuerlast neben Belgien. Was es aber nicht besser macht. Zumal wir auch noch dank rot-grüner Energiewende, die von der CDU leider weitergeführt worden ist, bei den Strompreisen in Europa Spitzenwerte haben. Den Grünen scheint selbst diese Abzocke noch nicht auszureichen, wie die Forderungen nach höheren Benzinpreisen, SUV-Steuer, Fleischsteuer und Co. beweisen.

Realist2014 vor 1 Wochen

Erbärmlich ist es Endzeitstimmung zu verbreiten, um die eigene linksgrüne Ideologie durchzusetzen, und dann anderen Leute Panikmache vorzuwerfen. Als Erfurter sind Sie ja von Windrädern neben dem Haus nicht betroffen und haben ausreichend ÖPNV zur Verfügung, um auch mal aufs Auto verzichten zu können. Von anderen Lasten und Einschränkungen fordern ist immer leicht, besonders für die populistischen Grünen.

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