Libanonzeder
Eine Libabno-Zeder steht auf einen Hügel in Italien. Bildrechte: dpa

Waldumbau Kann die Libanon-Zeder den Thüringer Wald retten?

Libanonzeder
Eine Libabno-Zeder steht auf einen Hügel in Italien. Bildrechte: dpa

An drei verschiedenen Standorten in Thüringen und Bayern beobachten Forstwirte das Wachstum exotischer Bäume im deutschen Wald. Doch Wachstum ist nicht das einzige, was die Waldexperten interessiert. Welche Auswirkung haben die Bäume auf heimische Baumarten und Pilze? Wie verändert sich die Insektenpopulation? Auch die Auswirkung auf die Bodenbeschaffenheit wird genauestens untersucht.

Exotische Bäume bei Heldrungen

Seit sieben Jahren läuft das Projekt in der Nähe von Heldrungen. 2012 wurden hier exotische Bäume wie die Libanonzeder, die Hemlocktanne oder die Silberlinde angepflanzt. Der Standort ist bewusst gewählt. Es ist einer der wärmsten und trockensten Orte Thüringens. Selbst die Orientbuche aus der Türkei hat es hier schwer. Die türkische Tanne hingegen, wächst verlässlich und hat Ähnlichkeit mit der Nordmanntanne. Die Libanonzeder wächst schnell, ist aber nicht ganz einfach anzupflanzen. Der ultimative Wunderbaum, der mit allen Witterungsbedingungen gut auskommt, scheint bisher nicht gefunden. Für eine abschließendes Fazit ist es aber noch zu früh.

Langfristiges Projekt

Das Experiment ist auf 50 Jahre angelegt. Ziel ist es Ersatz für gefährdete Bäume wie die Fichte zu finden. Auch die Douglasie, die es seit 130 Jahren in Deutschland gibt, die aber hier nicht getestet wird, könnte helfen. Insgesamt aber wird der deutsche Wald auch in 20-30 Jahren kaum anders aussehen, meint Förster Nico Frischbier. Er ist einer der Waldexperten, die das Projekt in Thüringen vorantreiben. So schnell wird die deutsche Fichte aus Thüringer Wäldern also nicht verschwinden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit des Tages | 17. August 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. August 2019, 18:08 Uhr

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15 Kommentare

19.08.2019 12:36 Mediator an C.T.(12) 15

So seltsam wie ihr Beitrag formuliert ist hoffe ich, dass sie ihn unfreiwillig satirisch gemeint haben.

Wie toll der Klimawandel ist kann man ja durchaus schon durch fleissigen Konsum des MDR Programms erkennen:

Massive Ernteausfälle durch Dürreperioden, Felder in Flammen, ausgetrocknete Bach- und Flußläufe, Wasserentnahmeverbote, Extremwetterphänomene die sich häufen und so weiter und so weiter.

19.08.2019 12:19 Kalkbrenner @ Nummer 4 14

Zwei Beispiele für Thüringen:

- die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und
- die Aufnahme der Nilgans in das Landesjagdrecht.

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