Thüringen Förster besorgt: Waldbrandgefahr nimmt stetig zu

Thüringenforst beginnt mit der Waldbrandüberwachung im Freistaat. Sollte das Wetter im Frühjahr 2020 dem des Vorjahres ähneln, sei schon früh mit Waldbränden zu rechnen, sagte Vorstand Volker Gebhard.

Wald mit abgestorbenen Bäumen aus der Luft gesehen.
Bis Ende Oktober wird täglich die aktuelle Waldbrandgefahr ermittelt. Bildrechte: MDR/PD Dr. S. Hese, Lehrstuhl für Fernerkundung, JenaCopterLabs, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die Waldbrandgefahr in Thüringen nimmt stetig zu. Die Anzahl der Tage mit hoher oder auch sehr hoher Waldbrandgefahrenstufe sei in den vergangenen Jahren signifikant gestiegen, sagte Thüringenforst-Vorstand Volker Gebhardt.

Bisher galten die Wälder im Freistaat mit wenigen Ausnahmen als gering durch Feuer bedroht. Der Klimawandel lasse die Förster aber mit Sorge in die Zukunft blicken, heißt es. Im vergangenen Jahr wurden in Thüringen 44 Waldbrände auf einer Fläche von knapp 22 Hektar erfasst, im Jahr zuvor waren es 42 Waldbrände auf 22 Hektar Fläche. Diese beiden Jahre bildeten laut Thüringenforst das zweitstärkste Waldbrandgeschehen der letzten 24 Jahre im Freistaat ab.

Waldbrandgefahr wird täglich ermittelt

Sollte das Wetter im Frühjahr 2020 dem des Vorjahres ähneln, sei schon früh mit Waldbränden zu rechnen. Pünktlich zum 1. März startet Thüringenforst die Waldbrandüberwachung. Die Aufgabe werde immer wichtiger und komplexer, sagte Gebhardt.

Mit Hilfe eines Prognoseverfahrens wird bis Ende Oktober täglich die aktuelle Waldbrandgefahr ermittelt und einer der fünf Gefahrenstufen zugeordnet. Diese Gefahrenstufen werden online veröffentlicht. Thüringenforst arbeitet bei der Einschätzung eng mit dem Deutschen Wetterdienst zusammen, der thüringenweit 32 Regionen auswertet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. März 2020 | 08:00 Uhr

1 Kommentar

W.Merseburger vor 22 Wochen

Auch wenn es sinnlos ist, solche Kommentare zu diskutieren, kann ich es mir nicht verkneifen, hier meine Meinung zu verlieren. In den letzten beiden Jahren wurden in Thüringen je 22 ha. von Waldbränden erfasst. Leider haben die Verfasser es vergessen, die Gesamtfläche des Freistaates an Wald dagegen zu stellen. Wahrscheinlich ist es lächerlich. Und die wichtige Aussage: wenn es nicht regnet, dann wird sich die Waldbrandgefahr erhöhen, zeigt, dass hier Klimahysterie befeuert wird. Im Januar 2020 fielen in Thüringen rund 40 Liter Regen/qm. Das sind 80% des Durchschnittes für Januar. Leider stehen die Werte für Februar noch nicht zur Verfügung. Allerdings meldet die Wetterstation Schmücke für Februar 2020 rund 170 Liter/qm. Es scheint also, dass die Wälder voll gesogen mit Feuchtigkeit sind und es gehört schon eine große Menge Benzin dazu, um den Wald brennen zu lassen!

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