Tarifverhandlungen Verdi kündigt Warnstreiks in Thüringen an

Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst stocken, die Gewerkschaft Verdi erhöht jetzt den Druck: Kommende Woche sind erste Warnstreiks angekündigt. Auch im Nahverkehr kann es zu Einschränkungen kommen.

Ein Mann hat bei einem Warnstreik vor dem roten Verdi-Logo eine Trillerpfeife im Mund.
Verdi erhöht den Druck und hat Warnstreiks für Thüringen angekündigt. (Symbolfoto) Bildrechte: dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat für die kommende Woche erste Warnstreiks im Öffentlichen Dienst in Thüringen angekündigt. Am Mittwoch seien zunächst in Gotha die Beschäftigten der Stadtverwaltung, der Unfallkasse und des Landratsamts zum Warnstreik aufgerufen, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Außerdem sollen an dem Tag das Landratsamt Ilm-Kreis und das Krankenhaus in Greiz Schwerpunkte der Arbeitskampf-Aktionen sein.

"Es sind erste Aktivitäten, die mit dem 30. September beginnen und im Verlaufe der folgenden Tage ausgeweitet werden", sagt die stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin des Verdi-Bezirks Thüringen, Astrid Striehn.

Keine Annährung bei Tarifverhandlung im Öffentlichen Dienst

Bei der zweiten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen am vergangenen Wochenende hatte es keine Annäherung gegeben. Verdi und der Beamtenbund dbb verlangen 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden.

Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Für die dritte Verhandlungsrunde wollen die Tarifparteien am 22. und 23. Oktober zusammenkommen.

Warnstreiks auch im Nahverkehr

Im Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr müssen sich Pendler in Erfurt, Jena und Gera auf Probleme im Bus- und Straßenbahnverkehr einstellen. Für den kommenden Dienstag rief Verdi zum bundesweiten Warnstreik auf.

Die Gewerkschaft fordert einen Rahmentarifvertrag für bundesweit rund 87.000 Beschäftigte in rund 130 Unternehmen, Urlaubstage, Entlastungen, Sonderzahlungen und Regelungen für mehr Nachwuchs. Laut Verdi lehnen die Arbeitgeber das bisher ab.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. September 2020 | 17:00 Uhr

3 Kommentare

Les joueurs d echecs vor 3 Wochen

irgendwie hat Thüringen großes Los, liegt ca. in der Mitte Deutschlands, hat mit Faschist Höcke rechtsextremen AFD West Oberlehrer im Landtag, mit Reinhard Etzrodt ersten AFD Stadtrat in Thüringen und nun streikt auch noch Verdi. Schon krass was dort geht bzw. nicht geht und nötigt regierenden Bewunderung ab, dass die Brocken nicht hingeschmissen werden. Warum tun sich Leute das an, die relaxend sich verwöhnen lassen könnten. An Zufälle glaubt dort keine mehr.

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 3 Wochen

Diäten werden erhöht ? Natürlich: Ehrenamtssache von „r2g“ ...! 🤓

Jessy-2 vor 3 Wochen

Werden, auch die Diäten im kommenden Jahr auf das Doppelte erhöht? Denn wenn man so beim Einkaufen erlebt wie die Preise sich erhöht haben.

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