Fragen und Antworten Weihnachtsmärkte in Thüringen

Seit wann gibt es Weihnachtsmärkte in Thüringen? Welcher ist der größte Weihnachtsmarkt Thüringens? Wie sehen die Öffnungszeiten auf? Welcher Weihnachtsmarkt hat am längsten geöffnet? Und was sind die Hauptattraktionen? Die wichtigsten Fragen rund um die Weihnachtsmärkte im Freistaat beantworten wir hier.


Seit wann gibt es Weihnachtsmärkte in Thüringen?

Den Titel "Thüringens ältester Weihnachtsmarkt" trägt die Lichterstadt Jena. Laut Stadtarchiv wurde der Weihnachtsmarkt erstmalig im Jahr 1803 erwähnt. Der Erfurter Weihnachtsmarkt feierte 1850 sein Debut. Wann der erste Weihnachtsmarkt in Weimar veranstaltet wurde, ist leider nicht bekannt. Allerdings wurde in Weimar im Jahr 1815 das erste Mal ein öffentlicher Weihnachtsbaum aufgestellt. Der Hofbuchhändler Hoffmann wollte seinen geschmückten Baum mit denen teilen, die sich keinen eigenen leisten konnten. Diese Tradition besteht nun seit mehr als 200 Jahren.


Wie lange dauern sie?

Die Weimarer Weihnacht beginnt am 26. November und findet bis zum 5. Januar statt. Mit sechs Wochen ist sie damit der längste Weihnachtsmarkt in Thüringen. Die Märkte in Eisenach, Erfurt, Heiligenstadt, Gera, Gotha, Jena, Meiningen, Rudolstadt, Saalfeld oder Suhl dauern meist vier Wochen an. Einige Weihnachtsmärkte beschränken sich nur auf die Adventswochenenden. Darunter fallen die Märkte in Lauscha oder Weißensee sowie die Veranstaltungen der Saalfelder Feengrotten oder der Rudolstädter Heidecksburg.


Welcher ist der größte Weihnachtsmarkt in Thüringen?

Der größte Weihnachtsmarkt findet in Erfurt statt und zählt jährlich etwa 200 Stände, darunter beispielsweise das Riesenrad oder die Ökobackstube. Der Erfurter Weihnachtsmarkt wurde 2018 als einer der "besten europäischen Weihnachtsmärkte 2019" nominiert. Er erreichte mit 14.245 Stimmen Platz 5 beim Voting und darf gleichzeitig den Titel "Schönster Weihnachtsmarkt Deutschlands" tragen. 


Wie viele Besucher kommen?

Die Stadt Erfurt erwartet dieses Jahr knapp zwei Millionen Besucher. Jena schätzt die Gesamtbesucherzahl auf etwa 600.000. Schillers Weihnacht in Rudolstadt verzeichnet jährlich rund 30.000 Gäste.


Was sind die Hauptattraktionen?

Viele Weihnachtsmärkte halten in ihren Adventkalendern kleine Überraschungen für Groß und Klein bereit, darunter bespielsweise die Märkte in Arnstadt, Nordhausen, Sonneberg oder Suhl. Eine Runde in Schlittschuhen auf der Eisbahn drehen kann man in Meiningen, Saalfeld, Weimar, Gotha oder - ganz neu - auf Schloss Friedenstein. Den laut Stadtverwaltung wohl größten Schwibbogen gibt es in Gotha zu sehen und bei der Suche nach der größten Weihnachtspyramide werden Besucher des Jenaer Weihnachtsmarktes fündig. Burgfräulein und Ritter feiern den Advent auf mittelalterlichen Weihnachtsmärkten in Bornhagen, Creuzburg, auf der Eisenacher Wartburg oder der Schmalkaldener Wilhelmsburg.


Welcher Markt ist der längste?

Das Eisenberger Mühltal im Saale-Holzland-Kreis veranstaltet den "wohl längsten Weihnachtsmarkt Deutschlands". Im Sommer zieht das Tal Radfahrer und Wanderer aus der Region an, zur Weihnachtszeit können die Besucher des "Weihnachtstals" auf etwa acht Kilometern Länge die acht historischen beleuchteten Mühlen sowie diverse Paraden bestaunen. Am 14. und 15. Dezember 2019 - jeweils ab 10 Uhr.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. November 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2019, 10:05 Uhr