Volle Trauben In Thüringen beginnt die Weinlese

Die Thüringer Winzer starten am Montag mit der Weinlese. Das Thüringer Weingut in Sonnendorf wird auf einer Fläche von 1,5 Hektar den Frühburgunder lesen. Das Weingut Zahn in Kaatschen holt auf einem Hektar die Bacchus-Trauben von den Reben.

Der größte Thüringer Winzer Andreas Clauß aus Bad Sulza rechnet in diesem Jahr mit deutlich weniger Wein. So hatte der Frost Anfang Mai an den Hängen rund um Bad Sulza gnadenlos zugeschlagen. Temperaturen bis zu minus 7 Grad hatten die Augen erfrieren lassen, aus denen die Trauben wachsen. So rechnet der größte Thüringer Winzer Andreas Clauß auf seinen 50 Hektar mit etwa 150.000 Litern Traubensaft. Normal sind 250.000 Liter. Mit geringen Einbußen rechnet die Agrargenossenschaft Gleina aus Sachsen-Anhalt. Ihre Pflanzen auf der 46 Hektar großen Fläche rund um Weimar blieben vom Frost weitgehend verschont.

Die Weinlese in Thüringen ist mittlerweile fast durchgängig eine Maschinenernte. Die traditionelle Handlese mit dem Aussortieren schlechter, fauliger Trauben wird durch Vollerntemaschinen ersetzt. Das maschinelle Abschütteln aller Trauben spart den Winzern Zeit und Arbeitskräfte. Im vergangenen Jahr hatte die Ernte bereits Mitte August begonnen. Das war so zeitig wie selten, ordneten damals Experten ein.

Weinreben
Pralle Trauben warten nun darauf geernte zu werden (Symbolbild). Bildrechte: Colourbox.de

Quelle: MDR THÜRINGEN, the

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. September 2020 | 07:00 Uhr

2 Kommentare

W.Merseburger vor 4 Wochen

Nach diesem für Mai sehr strengem Frost sah es anfänglich viel schlimmer aus. Ich glaube die gesamte Region ist nochmal "einigermaßen" glimpflich davon gekommen. Das Weingut in Sonnendorf oberhalb von Bad Sulza produziert seit Jahren hervorragende Weine. Dass es mit 50 Hektar Fläche so groß geworden ist, überrascht mich. Es zeigt aber, die Wettbewerbsfähigkeit mit anderen westlicheren Winzern ist damit gegeben.

Lothar Thomas vor 4 Wochen

NA DANN MAL PROSIT,

auf den neuen Jahrgang.

Wollen wir hoffen, dass es mehr KLASSE, statt nur MASSE wird.


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