Kriminalstatistik Zahl der Diebstähle in Thüringen sinkt

In Thüringen hat es im vergangenen Jahr weniger Diebstähle gegeben. Das geht nach MDR THÜRINGEN-Informationen aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik hervor, die am Donnerstag vorgestellt wird.

Ein fiktiver Einbrecher hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf.
Die Zahl der schweren Wohnungs- und Hauseinbrüche ging 2019 laut der Polizeilichen Kriminalstatistik zurück. Bildrechte: dpa

Demnach gab es 35.000 Fälle von Diebstahl im Freistaat, das waren 3.000 weniger als ein Jahr zuvor. Da waren es noch knapp 38.000. Dieser Rückgang entspricht einer Quote von 7,6 Prozent.

Auch bei den schweren Wohnungs- und Hauseinbrüchen sind die Zahlen gesunken. In 2019 wurden 997 schwere Einbrüche in Thüringen registriert, im Jahr davor waren es noch 1.236. Damit sind die Fallzahlen in diesem Kriminalitätsfeld erstmals seit fünf Jahren wieder unter die Tausender-Marke gefallen. Das Thüringer Innenministerium will am Donnerstag die aktuelle Kriminalitätsstatistik für 2019 vorstellen.

Probleme beim Erfassen von Fallzahlen

Nach Angaben des Ministeriums sind die Zahlen der registrierten Straftaten im vergangenen Jahr zurückgegangen. Nach MDR THÜRINGEN-Informationen aus Polizeikreisen soll aber auch die Aufklärungsquote gesunken sein. Unter anderem hatte es im vergangenen Jahr erhebliche Probleme beim Erfassen der Fallzahlen für die Statistik gegeben. Hintergrund war die Umstellung auf das neue polizeiliche Datensystem ComVor zum Jahresbeginn 2019. In den ersten Monaten nach der Einführung wurden die Daten von Straftaten aus dieser Datenbank nicht automatisch in das Erfassungssystem der Kriminalitätsstatistik überführt. In einer ganzen Reihe von Polizeidienststellen mussten die Fälle per Hand eingeben werden. Aus diesem Grund ist es offenbar auch zu statistischen Verzerrungen im aktuellen Jahresbericht gekommen. Das Innenministerium bestätigte MDR THÜRINGEN, dass es eine Störung bei der Datenübertragung gab. Inzwischen sei das aber behoben worden.

Offen, wie gelöste Fälle vor Gericht weiterbehandelt werden

In der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik werden alle Straftaten erfasst, die der Polizei gemeldet und von ihr bearbeitet werden. Damit werden nur die Zahlen aus dem sogenannten Hellfeld bekannt. Es wird unterschieden, ob für die Polizei ein Tatverdächtiger gefunden werden konnte oder nicht. Danach bemisst sich, ob ein Fall gelöst wurde oder nicht. Aus dieser Zahl wird dann die Aufklärungsquote gebildet. Die Statistik sagt aber nichts darüber aus, wie die von Polizei gelösten Fälle bei den Staatsanwaltschaften oder Gerichten weiterbehandelt werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 19. März 2020 | 12:00 Uhr

3 Kommentare

Harka2 vor 43 Wochen

Unwahrscheinlich ist es nicht. Mich rammte ein PKW, der Fahrerflucht beging. Blöd für ihn, dass es reichlich Augenzeugen gab. Innerhalb von 30 Minuten ist der Fahrer ermittelt und wird von Augenzeugen (z. B. von mir) eindeutig idedifiziert.

Ergebnis: Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Na wenigstens den Schaden hat der Täter bezahlt und seine drei Tage alte Fahrerlaubnis wurde wieder eingezogen.

Ekkehard Kohfeld vor 43 Wochen

Sinken die wirklich oder haben die Menschen keine Lust mehr Anzeige zu erstatten da mangels Personal doch nichts passiert oder nicht mal auf genommen werden oder in dem Ablageberg vor sich hin schlummern ,ich habe da so meine Zweifel weil genau das sagt meine Neffen (2 Bundespolizei) und mein Schwager (Polizei) .☹️☹️☹️

Harka2 vor 43 Wochen

Nun ja, es hat sich halt rumgesprochen, dass in diesen Armenhaus Deutschlands nichts zu holen ist ...

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