Corona-Regeln missachtet AfD und NPD ohne Masken im Eisenacher Stadtrat - Sitzung vertagt

Die Sitzung des Eisenacher Stadtrats am Dienstag dauerte nicht lange. Stadträte der AfD und NPD missachteten die Corona-Regeln, die Sitzung wurde vertagt. Oberbürgermeisterin Katja Wolf spricht von einem "politischen Schmierentheater".

Mehrere Stadträte mit Mund-Nase-Schutz, im Hintergrund Stadträte ohne Maske.
Auch die Polizei machte sich ein Bild von der Lage in der Werner-Aßmann-Halle in Eisenach, musste aber nicht eingreifen. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Die Sitzung des Eisenacher Stadtrats ist am Dienstagabend nach einem Eklat vertagt worden. Die acht Stadtratsmitglieder der AfD und NPD hatten an ihrem Sitzplatz den Mund-Nase-Schutz abgenommen. Auch auf der Zuschauertribüne trugen gut zehn Personen keine Maske.

Die Stadtratsvorsitzende Susanne Köhler (SPD) und Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) forderten dazu auf, sich an die geltenden Corona-Verordnung zu halten, aber ohne Erfolg. Schließlich beschloss der Stadtrat mehrheitlich, die acht Mitglieder von der Sitzung auszuschließen.

AfD verlässt Halle, NPD bleibt sitzen

Die AfD-Fraktion räumte daraufhin ihre Plätze und verließ mit einigen Zuschauern die Sporthalle, in der der Stadtrat aufgrund der Corona-Pandemie derzeit tagt. Die NPD-Fraktion blieb sitzen, ebenso der Großteil der Gäste. Letztendlich beschloss der Stadtrat, die Sitzung zu vertagen.

Oberbürgermeisterin Wolf sprach von einem "politischen Schmierentheater". Ihr fehle jedes Verständnis angesichts der angespannten Corona-Situation, in der sich Thüringen befinde. Sie bedauere, dass die Fürsorge um die Gesundheit als politische Bühne einzelner missbraucht wird. Die Stadt erwägt eine Anzeige gegen die NPD-Stadträte.

Die Eisenacher Stadtverwaltung teilte am Mittwoch mit, dass die Stadtratssitzung am 9. Februar nachgeholt werden soll.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. Februar 2021 | 19:00 Uhr

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