Eisenach Bachdenkmal vom Sockel geholt

In Eisenach ist am Donnerstagmittag das Denkmal von Johann Sebastian Bach vom Sockel geholt worden. Restauratoren hatten die Bronzeplastik mit Haltebändern an Kopf und Füßen versehen. Ein Autokran hob die 1,4 Tonnen schwere Skulptur an und ließ den Kompnisten so über den Frauenplan schweben. Abgelegt wurde die Skulpur auf einem offenen Wagen, wo sie sehr vorsichtig auf alte Matratzen gebettet wurde.

Restaurierung bis Mitte Oktober

Die 130 Jahre alte Bronze-Skulptur des Bildhauers Adolf von Donndorf wird nun in eine Berliner Werkstatt transportiert und bis Mitte Oktober restauriert. Der Steinsockel und die Natursteinmauer hinter dem Denkmal werden direkt am Ort sowie in einem Thüringer Restaurierungsbetrieb bearbeitet. Auch das Bronzerelief der heiligen Cäcilie, das an der Mauer hinter dem Bachdenkmal angebracht ist, erhalte eine Auffrischung, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Die Kosten gibt die Stadt mit insgesamt 84.000 Euro an. Knapp die Hälfte übernimmt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie.

Drei Männer vor einer Bach-Skulptur
Den ersten Schritt geschafft: Prof. Bernhard Mai aus Erfurt und der Berliner Restaurator Alexander Löwe mit seinen Mitarbeitern. Im Hintergrund: Bach am Harken. Bildrechte: MDR / Ruth Breer

Denkmal schon öfter umgezogen

Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren. Donndorfs Denkmal entstand 1884. Es wurde nach den Angaben der Stadt zunächst auf dem Markt vor der Nordseite von Bachs Taufkirche St. Georg aufgestellt. 1938 habe es dann seinen Platz vor dem Bachhaus am Frauenplan erhalten, das 1907 von der Neuen Bachgesellschaft den Angaben zufolge als erstes Museum des Komponisten eröffnet wurde.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw/epd

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 15. August 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2019, 15:22 Uhr

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1 Kommentar

15.08.2019 22:00 HansKle 1

Zufällig konnte ich von dieser nicht gerade alltäglichen Aktion Augen-und Zeitzeuge werden! Etwas wehleidig mussten aber die vielen fotografierenden Zuschauer bei dem letzten Anblick vor der langen Reise nach Berlin zur Schönheitspflege per LKW feststellen, dass sich der gute Herr Bach eine ausgeprägte Halsmuskulatur bei seinem Aufenthalt in Eisenach antrainiert haben dürfte. Nach dem Verlassens seines Sockels schwebte er kurzzeitig durch die Lüfte und wurde nach der behutsamen und weichen Landung von dem umsorgten Personal, auf dem Rücken liegend, "eingebettet". Leider fand man keine Unterlage für den freihängenden und aufgerichteten Kopf!
So galt es bereits schon vor der Abfahrt auch eine besondere sportliche Leistung des Musikers und "Sohn der Stadt Eisenach" zu bewundern.......

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