Grudnsteinlegung Tor zur Stadt Eisenach
Investor Michael May, Umweltministerin Anja Siegesmund, Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Projektmanager Christian Kolb von der May-Gruppe bereiten die Grundsteinlegung vor: Die Zeitkapsel enthält Tageszeitung, Geld, Baugenehmigung und Zollstock. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Umstrittenes Projekt Grundstein für Kaufhaus in Eisenach gelegt

Jahrelang wurde gestritten, jetzt wird gehandelt: In Eisenach ist der Grundstein für das Fachmarktzentrum "Tor zur Stadt" gelegt worden. 20 Millionen Euro sollen auf dem früheren Fabrikgelände investiert werden.

Grudnsteinlegung Tor zur Stadt Eisenach
Investor Michael May, Umweltministerin Anja Siegesmund, Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Projektmanager Christian Kolb von der May-Gruppe bereiten die Grundsteinlegung vor: Die Zeitkapsel enthält Tageszeitung, Geld, Baugenehmigung und Zollstock. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Beim Eisenacher Projekt "Tor zur Stadt" ist am Montagvormittag der Grundstein für ein Fachmarktzentrum gelegt worden. Das Gelände in der Bahnhofstraße war zuvor zwölf Jahre lang für insgesamt rund elf Millionen Euro von Altlasten beräumt und saniert worden. Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) sagte, das sei eine der höchsten Summen für solche Arbeiten in Thüringen. Das Geld sei aber gut angelegt, weil Umweltsanierung, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung beim "Tor zur Stadt" gut verknüpft worden seien.

Mehr als 20 Millionen Euro werden investiert

Die May-Gruppe aus Schleswig-Holstein will ein Fachmarktzentrum mit rund 630 Parkplätzen sowie ein Hotel mit Tagungshalle errichten. Dafür investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Euro und schafft insgesamt etwa 80 Arbeitsplätze. Das Fachmarktzentrum mit knapp 8.000 Quadratmetern Fläche soll im vierten Quartal kommenden Jahres eröffnet werden. Als größter Anbieter wird nach Angaben von Christian Kolb von der May-Gruppe Kaufland einziehen. Das gebührenpflichtige Parkhaus wird der Investor selbst betreiben. Anschließend soll der Bau des Hotels mit Tagungshalle beginnen und bis zum Jahr 2022 abgeschlossen sein. Dafür sei man auch mit regionalen Betreibern im Gespräch, sagte Kolb.

Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) erinnerte an die lange Geschichte des Projektes "Tor zur Stadt" seit den 1990er-Jahren. Der Weg sei oft holprig gewesen und im Zickzack verlaufen. Bürgerproteste hätten verhindert, dass an dieser Stelle eine Shopping Mall entstand, die der Innenstadt starke Konkurrenz gemacht hätte. Die jetzigen Pläne seien von Kompromissen geprägt, würden die Stadt aber voranbringen, so Wolf.

Grundwasser wird weiter kontrolliert

Auf dem Gelände an der Bahnhofstraße hatte mehr als 150 Jahre lang eine Farbenfabrik gestanden, die bis 1967 in Betrieb war. Giftige Schwermetalle wie Arsen, Quecksilber, Kupfer, Chrom und Blei mussten beseitigt, kontaminierter Boden gereinigt werden. Nach Angaben des Umweltministeriums wird das Grundwasser um das Gelände herum auch weiterhin besonders kontrolliert.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN - Regionalnachrichten | 08. Juli 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Juli 2019, 13:41 Uhr

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