Feuerwehrleute nachts in der Eisenacher Innenstadt
Feuerwehrleute kämpften nachts in der Eisenacher Innenstadt gegen die Flammen. Bildrechte: MDR/Paul-Philipp Braun

Wie konnte das passieren? Brand in Eisenach: Tränen und Schock über das Geschehene

Die betroffenen Menschen in Eisenach werden die Nacht zum 16. April 2019 wohl nie vergessen. Ein Feuer brach in einem Wohn- und Geschäftshaus aus. Auch benachbarte Häuser wurden beschädigt. Eine Rekonstruktion.

von Lisa Wennemer

Feuerwehrleute nachts in der Eisenacher Innenstadt
Feuerwehrleute kämpften nachts in der Eisenacher Innenstadt gegen die Flammen. Bildrechte: MDR/Paul-Philipp Braun

Der Brand in einem Haus in der Eisenacher Fußgängerzone riss viele der Bewohner aus dem Schlaf. Über eine Notfalltreppe wollte eine Frau fliehen. Auf der Terrasse, zu der die Treppe sie führte, kam sie allerdings nicht weiter: Ein Zaun um die Terrasse herum versperrte ihr den Weg. Das Feuer im Haus breitete sich schnell aus. Die alarmierte Feuerwehr kam aber rechtzeitig und konnte alle Bewohner aus dem Haus retten.

Einige der Evakuierten wurden in eine Turnhalle gebracht. Hier sitzen sie auf Pritschen, haben nur das, was sie am Körper tragen. Zwei gerettete Hunde laufen um die geschockten Menschen umher. Ruhe oder gar Schlaf, daran ist nicht zu denken. Die meisten kommen im Verlauf des Morgens bei Freunden oder Verwandten unter, vier Personen, darunter auch zwei Kleinkinder, mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Tränen und Unverständnis über das Geschehene. Wie konnte das passieren?

Nicht nur die Bewohner, auch die Feuerwehrleute spekulieren über Brandstiftung. Ein Sperrmüllhaufen hatte angefangen zu brennen, die Flammen griffen offenbar auf das Geschäfts- und Wohnhaus über. Dass der Sperrmüll sich von selbst entzündet habe, halten die Bewohner für unwahrscheinlich. Uwe Möller, der Bürgermeister von Eisenach, kam schon am frühen Morgen zum Brandort. Die Stadt wolle sich um Wohnungen für die Betroffenen bemühen. Eine Unterkunft für ein paar Tage wird nicht reichen, so Möller. Es geht um Monate.

Die beiden vom Brand betroffenen Häuser sind teilweise völlig ausgebrannt. Und selbst das, was nicht verbrannt ist, ist zerstört. Der beißende Geruch von Rauch hing den ganzen Tag in den Straßen. Aus den Kleidern, Möbeln, Dokumenten der Betroffenen wird er nicht mehr verschwinden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 16. April 2019 | 18:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. April 2019, 20:50 Uhr

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