Friedhofskultur Friedhof in Eisenach: Nicht nur ein Ort der Trauer

Eine Plakete auf einem Stein
Gleich am Eingang weist eine neue Plakette darauf hin: Seit diesem Jahr gehört die Friedhofskultur in Deutschland zum Immateriellen Kulturerbe. Im März hatten die Kulturminister sie auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Damit wird die Bedeutung der Friedhofskultur gewürdigt und geschützt. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Eine Plakete auf einem Stein
Gleich am Eingang weist eine neue Plakette darauf hin: Seit diesem Jahr gehört die Friedhofskultur in Deutschland zum Immateriellen Kulturerbe. Im März hatten die Kulturminister sie auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Damit wird die Bedeutung der Friedhofskultur gewürdigt und geschützt. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Ein Grab, dass das steinerne Abbild eines Mannes zeigt
Im 19. Jahrhundert war er ein Bestseller-Autor: Der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter. Seinen Lebensabend verbrachte er in Eisenach in einer Villa am Fuß der Wartburg. Auf dem Friedhof erhielten er und seine Frau Luise ein imposantes Ehrengrab. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Beete mit Blumen und Windrädern, dahinter ein Grabstein
Ein besonderer Teil des Friedhofs: Das Sternenkinderfeld für Fehlgeburten oder totgeborene Kinder. Zweimal im Jahr findet hier eine Andacht für die Eltern statt. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Das Grabmal zeigt eine Frau als überlebensgroße "Mutter Erde"
Auch Kunst verschiedenster Epochen ist auf dem Friedhof zuhause. Diese Grabmal, die überlebensgroße "Mutter Erde", hat der Bildhauer Arthur Bock geschaffen. Er ist wie sein Bruder, der Maler Hanns Bock, hier bestattet. Die Aufschrift auf dem Grabmal lautet: "Ich will Euch trösten, wie eine Mutter tröstet". Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Mehrere Betonsäulen stehen nebeneinander
Eine Erinnerungsstätte für Opfer des Faschismus. Hier wird auch an die Toten des Kapp-Putsches von 1920 erinnert. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Nicole Lehmann von der Friedhofsverwaltung
Nicole Lehmann von der Friedhofsverwaltung weiß, dass die Menschen nicht nur hierher kommen, um zu trauern. Der Eisenacher Hauptfriedhof als grüne Oase wird auch als Park genutzt, ist gleichzeitig mit den alten Gräbern aus dem 19. Jahrhundert ein Stück Kulturgeschichte, aber auch Naturschutzort und Arbeitsplatz. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Eine Urne, die auf einer schiefen Betonstele steht
Der Urnenhain zählt zu den ältesten Teilen des Eisenacher Friedhofs und wurde um die Jahrhundertwende belegt. Die alten Bäume bringen die sogenannten "Überurnen", in den einst zum Teil auch die Asche der Verstorbenen aufbewahrt wurde, in Schieflage. Das wird geduldet, solange die Steine fest stehen. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Ein steinernes Buch auf dem jüdischen Grabfeld
Als der neue Eisenacher Hauptfriedhof im Juni 1868 eingeweiht wurde, war auch ein jüdisches Grabfeld vorgesehen - und der erste Tote bereits beigesetzt. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Eine Allee auf einem Friedhof
Mehrere Alleen finden sich auf dem Friedhof, meist aus Linden. Insgesamt ist das Gelände am Wartenberg fast 12 Hektar groß. Jedes Jahr werden etwa 600 Menschen beigesetzt. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
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